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Frohe Ostern!

Frauennotruf Wetterau

Wir wünschen euch frohe und erholsame Osterfeiertage!
Wir sind ab Dienstag, den 11. April wieder persönlich, telefonisch oder per Mail erreichbar.
Für Unterstützung und Beratung während der Feiertage wendet euch bitte an das Hilfetelefon Gewalt Gegen Frauen unter der Telefon-Nummer: 08000 116 016 oder online unter www.hilfetelefon.de. Das kostenlose Angebot steht rund um die Uhr zur Verfügung.
In akuten Notfällen wendet euch bitte an die Polzei – Telefon: 110.

Kostenlose Fortbildungsreihe "Medienkompetenz" für pädagogische Fachkräfte

Frauennotruf Wetterau

Ein sicherer Umgang mit digitalen Medien gilt heute in vielen Bereichen des Lebens als selbstverständlich und will doch gelernt sein. Social-Media Plattformen und Online-Games haben eine große Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche. Gleichzeitig gehen damit viele Gefahren einher, die vielen Eltern, Fachkräften und auch den Kindern und Jugendlichen nicht bewusst sind.
Wie kann ein sicheres Aufwachsen in einer mediatisierten und digitalisierten Welt aussehen? Wie können Kinder und Jugendliche vor Gefahren geschützt
werden ohne die Medien zu verteufeln? Wie kann eine gute Balance aussehen und wann wird der Medienkonsum ungesund? Wie beeinflussen digitale Medien die Sexualität Heranwachsender? Wie können wir Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt in den Medien schützen und uns als Ansprechpartner anbieten?
Die AG Jugend des Kreispräventionsrates Wetterau möchte all diesen Fragen in einer Fortbildungsreihe nachgehen. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr können dieses Jahr
in vier Modulen pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten (Kita, Schule, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe etc.), ihr Wissen rund um die Themen Medienkompetenz und Medienerziehung, Medien und Sexualität, Sexualisierte Gewalt in den Medien sowie Gefahren und Straftaten im Internet erweitern. Die Module können unabhängig voneinander oder als Reihe besucht werden.
Die Fortbildungsreihe findet online statt und ist kostenlos. Link zur Anmeldung

"Viel Frauensolidarität erlebt. Frauen-Notruf verabschiedet Christa Mansky"

Frauennotruf Wetterau

Christa Mansky, seit 1999 Leiterin des Frauen-Notrufs Wetterau, wird heute verabschiedet und geht in den Ruhestand. Mansky spricht über vier Jahrzehnte Arbeit in Frauenberatungs- und -Schutzinstitutionen.

Christa Mansky, seit 1999 Leiterin des Frauen-Notrufs Wetterau in Nidda, geht in den Ruhestand. Allerdings wird sie weiter einzelne Beratungen übernehmen und sich als Ehrenamtliche engagieren. Ihre Nachfolge übernehmen Jeanette Stragies als Beraterin und Anne Hantschel für die Öffentlichkeitsarbeit sowie Projekte im Frauen-Notruf.

Frau Mansky, Sie haben 17 Jahre lang im Frauenhaus Gießen und fast 24 Jahre lang beim Frauen-Notruf gearbeitet und dabei schwierigen Aufgaben und erschütternden Erfahrungen standgehalten. Warum hatten Sie sich gerade dieses Arbeitsfeld ausgesucht?

Ich habe in Gießen Soziologie studiert und mit dem Magister abgeschlossen. Gesellschaftliche Ungerechtigkeit sowie die Möglichkeiten, daran etwas zu verändern, haben mich schon als Jugendliche und erst recht während des Studiums interessiert. Zunächst habe ich mich schwerpunktmäßig mit Randgruppen und sozialen Brennpunkten befasst, bin aber schon dort auf das Thema Gewalt gegen Frauen gestoßen. Wenn ich im Folgenden von Frauen rede, sind auch Mädchen und Transpersonen eingeschlossen. Schon vor der Zwischenprüfung habe ich Kontakt zur Frauenbewegung und zum Frauenhaus Gießen bekommen. Das Ziel, dass Frauen aktiv werden, um die Gesellschaft konkret und politisch zu verändern, hat mich fasziniert.

Welche Erfahrungen haben Sie im Frauenhaus gemacht?

Viele, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Eine meiner ersten Arbeiten war die Organisation einer Demo, weil ein Mann ins Frauenhaus eingedrungen war und dort seine Frau ermordet hatte. Ich habe erlebt, wie Frauen sich aus Gewaltbeziehungen lösen konnten. Leider habe ich auch den Sog toxischer Beziehungen kennengelernt. Frauen sind trotz absehbarer körperlicher oder seelischer Gewalt zu ihren Männern zurückgekehrt, die sie misshandelt haben. Allerdings war zum Ausstieg aus Gewaltbeziehungen meist ein Netz professioneller Hilfen nötig, das erst nach und nach aufgebaut werden musste. Die Arbeit war finanziell und institutionell noch lange nicht abgesichert. Meine Kolleginnen und ich haben viel unbezahlte Arbeit geleistet.

War Ihre berufliche Situation mit dem Wechsel zum Frauen-Notruf 1999 besser abgesichert?

Erst schrittweise. Zwar war der Frauen-Notruf dank eines engagierten Trägervereins, der Arbeit meiner Kollegin Ulla Seipel und der Bereitstellung städtischer Räume aus den ersten Pionierjahren herausgekommen. Aber ich fing auf einer ABM-Stelle an, die erst 2002 durch die Finanzierung des Wetteraukreises abgesichert war.

Was waren Ihre Aufgaben beim Frauen-Notruf?

Zum einen die Bereitstellung passgenauer Hilfen für Frauen, die von Gewalt verschiedenster Art, auch am Arbeitsplatz, betroffen waren. Zum anderen die Öffentlichkeitsarbeit und das Aufbrechen von Tabus. Ich bin froh, dass sich die Notrufarbeit immer mehr Anerkennung verschaffen konnte, weil das den Frauen nutzt, die unsere Hilfe brauchen.

Sie sprachen von einem Netz nötiger vernetzter Hilfen – konnte das in der Wetterau aufgebaut werden?

Ja, eindeutig. Ich kann jetzt nicht alle Einrichtungen und Arbeitsverbindungen aufzählen und möchte nur schlaglichtartig einige nennen, mit denen der Frauen-Notruf unmittelbar zusammenarbeitet. Zum Beispiel der »Runde Tisch gegen häusliche Gewalt« als interdisziplinäre Arbeitsgruppe, die medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung im Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim, das Projekt »Suse – Sicher und selbstbestimmt« für Frauen mit Handicaps, wofür der Wetteraukreis eine der Modellregionen wurde und in dem Fachkräfte der Behindertenhilfe und des Gewaltschutzes eng zusammenarbeiten. Interdisziplinär vorbereitet wurde auch die Fachtagung »Auswirkung häuslicher Gewalt auf Kinder« im Plenarsaal des Friedberger Kreishauses. Oft gehen Prävention und Hilfe ineinander über. Etwa bei unserer Informationskampagne zu K.O.-Tropfen. Aus meiner täglichen Erfahrung heraus kann ich von einer guten Vernetzung in der Wetterau sprechen.

Eine überspitzte Frage: Ist Gewaltschutzarbeit die »Domäne der idealistischen Helferinnen«, oder sind auch Gesellschaft und Politik gefragt?

Auf jeden Fall. Deutschland hat ja die Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und von häuslicher Gewalt unterzeichnet und sich damit verpflichtet, ein ausdifferenziertes Hilfesystem und schützende Gesetze zu schaffen. Da muss noch viel getan werden, einiges wurde aber auch schon umgesetzt. Zum Beispiel war die Reform des Sexualstrafrechts nach dem »Nein heißt Nein«-Prinzip ein wichtiger Schritt, der ganz konkret in unserer Arbeit nützlich war. Der Bundesverband von Frauenhäusern und -beratungsstellen vertritt die Interessen von Gewaltopfern auch auf politischer Ebene. Gefragt ist aber auch eine sensibilisierte Öffentlichkeit. Die fatale »Selber schuld«-Einschätzung bei Gewalt gegen Frauen verschwindet langsam. Wir sind dankbar für die Unterstützung regionaler Serviceclubs oder Landfrauenvereine, um nur einige zu nennen.

Bewusst verstehen Frauenhaus und Frauen-Notruf ihre Arbeit frauenparteilich. Heißt das »Immer böse Männer, immer gute Frauen«?

Nein, das heißt, dass es unser Ziel ist, Frauen aus gewaltgeprägten Situationen heraus zu begleiten und beim Aufbau eines autonomen Lebens zu unterstützen. Wir wissen durchaus, dass auch Männer Gewaltopfer in Partnerschaftsbeziehungen sein können, und auch sie haben Anspruch auf Hilfe. Aber das ist die Aufgabe anderer sozialer Dienstleister.

Eine Frage, die sich Eltern und Großeltern oft stellen: Kann Erziehung Kinder davor schützen, dass sie künftige Opfer werden – und Täter erst recht nicht?

Eine gute Vorbereitung ist das gewaltfreie Zusammenleben in der Familie, das alltägliche Einüben von Chancengleichheit, Kompromissen und Fairness, aber auch von Selbstbewusstsein.

Sie haben Jahrzehnte lang Opfer von Gewaltsituationen mit allen körperlichen und seelischen Folgeschäden erlebt. Eine belastende Arbeit – wie konnten Sie das aushalten?

Belastend stimmt – ich habe von Anfang an gemerkt, dass ich positive Erfahrungen im Privatleben dagegensetzen muss. Ich habe einen großen Freundeskreis, eine unterstützende Partnerin, ich spiele Klarinette und Klavier, und ich bin Yogalehrerin. Dass ich auch Yogakurse für Frauen in sozialen Berufen gebe, freut mich. Sich zu entspannen, zur Ruhe und zur Mitte zu finden, ist ein Gegengewicht zu dunklen berufliche Erfahrungen. Und ich habe in beruflichen und privaten Beziehungen viel Frauensolidarität erlebt, wofür ich zutiefst dankbar bin.

Foto: Christa Mansky (links) wechselt von der haupt- in die ehrenamtliche Arbeit. Ihre Nachfolgerinnen beim Frauen-Notruf sind Jeanette Stragies (Mitte) und Anne Hantschel. © Elfriede Maresch

Wetterauer Zeitung, 31.03.2023

Spendenübergabe des Zonta Clubs Bad Nauheim - Friedberg

Frauennotruf Wetterau

Am vergangenen Dienstag konnten wir uns über eine großzügige Spende des Zonta Clubs Bad Nauheim – Friedberg in Höhe von 500 Euro freuen. Dank des sehr erfolgreichen Adventskalenderverkaufs im vergangenen Jahr war es den Zontians möglich verschiedene Einrichtungen durch eine Spende finanziell zu unterstützen und zu würdigen.
Wir sagen DANKE!
Die Spende kommt der Prävention zugute und wird in diesem Rahmen zur Beschaffung von Arbeitsmaterialien und zur Deckung der Fahrtkosten eingesetzt.

Auf dem Bild von links:
Tina Trede und Julia Buettner vom Zonta Club, Julia-Katharina Wintermeyer, Anne Hantschel und Monika Pfaff vom Frauen-Notruf Wetterau.

Neu: Broschüre "Gemeinsam Gegen Gewalt" in Leichter Sprache

Frauennotruf Wetterau

In inklusiver Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden der Werkstätten der Behindertenhilfe Wetteraukreis (bhw), pro familia Friedberg, der Lebenshilfe Wetterau, Wildwasser Wetterau, dem Wetterauer Büro für Leichte Sprache und dem Frauen-Notruf Wetterau wurde in den letzten beiden Jahren intensiv an einer Broschüre zum Gewaltschutz in Leichter Sprache gearbeitet. Nun liegt die Broschüre frisch gedruckt vor und geht in die Verteilung in die gesamte Wetterau.

Neben Texten zu Wetterauer Einrichtungen zum Gewaltschutz, informiert die Broschüre über die verschiedenen Formen von Gewalt, Selbstbehauptung und über Gewaltschutz in Werkstätten und betreutem Wohnen.
Den gesamten Arbeitsprozess bis zur Veröffentlichung der Broschüre können Sie hier nachverfolgen: Hier klicken

Die Broschüre können Sie gerne bei uns kostenfrei anfragen. Für die barrierefreie PDF bitte hier klicken.

Die Erstellung und der Druck der Broschüre wurden über Aktion Mensch gefördert.

Auf dem Gruppenfoto der Arbeitsgruppe sind zu sehen:
Letzte Reihe von links: Nico Spieler, Vincenz Schaupp, Miriam Vermeil
Davor von links: Marianne Arndt, Kirsten Luckau, Marie Rachor, Birgit Ahrens, Christa Mansky
Ganz vorne von links: Ute König, Mirjam Siebert

Familienrechtliche Erstberatung im Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Frauennotruf Wetterau

Die Rechtsanwältin Fabienne Metz aus Bad Nauheim bietet in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau e. V. eine familienrechtliche Erstberatung an. Der Termin ist am Freitag, den 14. April 2023 von 9.30 bis 12.30 Uhr. Es können rechtliche Fragen zu den Themen Scheidung, Unterhalt, elterliche Sorge oder Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz besprochen werden. Es kann geklärt werden, welche Unterlagen benötigt werden, und erste Hilfestellungen können in diesem Gespräch erarbeitet werden.

Um einen Termin zu vereinbaren, bittet der Frauen-Notruf Wetterau um vorherige Anmeldung per Tel.: 06043 4471 oder per Mail: info@frauennotruf-wetterau.de

Die juristische Erstberatung kostet € 10,- und findet im Frauen-Notruf Wetterau e.V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda statt.

Freie Plätze: Inklusiver Wendo-Kurs am 25. März

Frauennotruf Wetterau

Am 08. März ist der Internationale Frauentag – rund um dieses Datum findet der Frauenmonat März mit vielen tollen Veranstaltungen im Wetteraukreis statt. Und wir sind dabei!

Wir bieten am Samstag, den 25. März, von 10:00 bis 16:00 Uhr einen inklusiven Wendo-Kurs für Frauen an.

Wendo ist eine Kombination aus Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. In dem eintägigen Kurs werden gezielt Übungen zur Körpersprache, Atem- und Stimmübungen und Rollenspiele umgesetzt. Darüber hinaus geht es auch um Selbstverteidigung mit einfachen Befreiungs- und Abwehrtechniken. Die Gruppe von maximal 12 Frauen wird durch eine erfahrene Wendo-Trainerin in vertrauensvoller Atmosphäre angeleitet.

Der Kurs findet im Bürgerhaus in Unter-Schmitten statt (Schulweg 3). Wir bitten um Anmeldung per Mail an info@frauennotruf-wetterau.de oder telefonisch unter 06043 4471.
Die Kosten für den Kurs betragen 5,00 Euro.
Bitte bringen Sie sich selbst Verpflegung für die Pausen mit.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Heute ist Internationaler Frauentag!

Frauennotruf Wetterau

Heute zum 08. März schauen wir nicht nur auf die Erfolge der Frauenbewegung – wir erheben auch unsere Stimme, um auf die vielen Missstände hinzuweisen, die es in unserer Gesellschaft noch immer gibt!

Heute findet in Friedberg eine feministische Demonstration statt. Wir laden Euch ein, daran teilzunehmen!
Unter dem Motto “Raus aus dem Dunkeln” startet die Kundgebung um 19:00 Uhr auf dem Burgvorplatz in Friedberg.

In 17 Fällen Tatspuren gesichert

Frauennotruf Wetterau

Wetteraukreis (red). 2022 haben 19 Frauen die medizinische Erstversorgung nach einem sexuellen Übergriff im Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim in Anspruch genommen, davon 17 mit Spurensicherung. Das teilt der Frauen-Notruf Wetterau mit.

Fünf der Frauen hätten sich selbstständig an das Krankenhaus gewandt, berichtet der Frauen-Notruf in einer Pressemitteilung. In einem solchen Fall werde die Polizei nur auf ausdrücklichen Wunsch der Frau informiert, um Ermittlungen gegen den oder die Täter aufzunehmen.

Die Behandlung und Spurensicherung erfolgten vertraulich, das heißt, die Ärztinnen und Ärzte hätten Schweigepflicht und handelten nicht ohne Absprache mit der Frau. »Dieses Vorgehen soll sicherstellen, dass keine Betroffene aus Angst vor einer ungewollten Strafermittlung auf eine medizinische Versorgung und Beratung verzichtet. Auch betroffene Männer können dieses Angebot wahrnehmen«, erklärt der Frauen-Notruf.

Anonymisierte Aufbewahrung

Neben der Versorgung von Verletzungen und dem Abklären einer möglichen Schwangerschaft oder sexuell übertragbarer Krankheiten könnten auf Wunsch der Betroffenen auch Tatspuren gerichtsfest gesichert werden. Sie würden anonymisiert für ein Jahr in der Rechtsmedizin in Gießen aufbewahrt. Dadurch blieben die Spuren, die für ein späteres Gerichtsverfahren entscheidend sein könnten, erhalten, auch wenn sich die oder der Betroffene vorerst gegen eine Strafanzeige entscheide. »Das gibt ihnen Zeit, das Für und Wider einer Strafanzeige abzuwägen, sich beraten zu lassen und sich zuerst um das eigene Wohlbefinden zu kümmern. Wenden sich Frauen nach der Tat direkt an die Polizei, werden sie zur Spurensicherung ins Hochwaldkrankenhaus gebracht«, erläutert der Frauen-Notruf.

Bei einer Vergewaltigung handele es sich um einen Verstoß gegen das sexuelle Selbstbestimmungsrecht der Frau. Die Polizei behandele die Tat als ein Offizialdelikt, bei dem sie in jedem Fall Strafermittlungen aufnehmen müsse. Die Anzeige könne nicht mehr zurückgezogen werden. Über den Kontakt zur Polizei seien im vergangenen Jahr 14 Frauen im Hochwaldkrankenhaus untersucht worden.

Die Statistik des Hochwaldkrankenhauses zeigt nach Angaben des Frauen-Notrufes, dass in den meisten Fällen der Übergriff unter Gewalteinwirkung erzwungen wurde.
Größte Gefahr im Umfeld

Zudem hätten die meisten Frauen den Täter bereits vor der Tat gekannt (14 der 19 Frauen). Wie eng die Bekanntschaft war, werde nicht erfasst. »Dennoch zeigen die Zahlen, dass die größte Gefahr für Frauen nicht von Fremdtätern ausgeht, sondern im persönlichen Umfeld liegt. Auch das Vorurteil, dass vor allem junge Frauen betroffen sind, lässt sich nicht bestätigen. Die Altersspanne reicht von unter 18 bis über 50 Jahren«, berichtet der Frauen-Notruf.

red. Kreisanzeiger, 08.02.2023

Veranstaltung: Die Umsetzung der Istanbul-Konvention im Wetteraukreis

Frauennotruf Wetterau

Der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, das Frauenzentrum Wetterau e. V. und die Frauenbeauftragte der Stadt Bad Nauheim laden am Dienstag, den 21. März, zu der Veranstaltung “Erreichtes, Herausforderungen, Leerstellen. Die Umsetzung der Istanbul-Konvention im Wetteraukreis” ein.
In Vertretung für den Frauen-Notruf Wetterau e. V. wird Christa Mansky teilnehmen und für die Fachberatungsstellen auf Erfolge und Bedarfe eingehen.
Das komplette Programm finden Sie im Anhang

Veranstaltungsort: Wilhelmskirche, Wilhelmstraße 12 in 61231 Bad Nauheim
Veranstaltungsbeginn: 18:00 Uhr

Frauenmonat März - Veranstaltungen von Frauen für Frauen

Frauennotruf Wetterau

Rund um den Internationalen Frauentag am 08. März organisieren der Wetteraukreis und Wetterauer Einrichtungen den Frauenmonat März. Zahlreiche Veranstaltungen werden angeboten – vom gemütlichen Beisammensein beim Frauen-Brunch über Kunstausstellungen bis hin zu Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskursen für Frauen.
Wir laden Sie ein, einen Blick in das umfangreiche Programm zu werfen und an der ein oder anderen Veranstaltung teilzunehmen!

Der Frauen-Notruf Wetterau e. V. ist mit zwei Veranstaltungen dabei, zu denen wir Sie herzlich einladen:

1) Stress-Reduktion durch Yoga für Frauen in helfenden Berufen
Wann: 17. März von 15:00 bis 17:00 Uhr
Wo: Kaiserstraße 89 in Friedberg
Kosten: kostenfrei

2) Inklusiver Wendo-Kurs für Frauen
Wann: 25. März von 10:00 bis 16:00 Uhr
Wo: Bürgerhaus Unter-Schmitten, Schulweg 3 in Nidda
Kosten: 5,- Euro

Weitere Informationen zu unseren und den weiteren Veranstaltungen finden Sie im Programmflyer.

Neue Broschüre: "Vergewaltigung. Informationen & Handlungsmöglichkeiten"

Frauennotruf Wetterau

Die Broschüre “Vergewaltigung. Informationen & Handlungsmöglichkeiten” richtet sich an Frauen, Mädchen und Trans, die eine (versuchte) Vergewaltigung erlebt haben. Viele Informationen sind auch bei Erfahrungen mit anderen Formen sexualisierter Gewalt hilfreich. Wir möchten mit der Broschüre Betroffene informieren und sie ermutigen, sich Hilfe zu holen.

Beispiele aus dem Inhalt:

  • Was ist eine Vergewaltigung?
  • Nach einer Vergewaltigung – Gedächtnisprotokoll, Traumatisierung, Selbsthilfe
  • Medizinische Versorgung und Beweissicherung
  • Strafanzeige – ja oder nein?
  • Das Strafverfahren
  • Worauf Freund*innen, Angehörige und Betroffene achten sollten

Die Broschüre können Sie bei uns kostenfrei bestellen oder auf unserer Homepage als PDF herunterladen.

Ein herzlicher Dank geht an die Krug’sche Stiftung Nidda, den Zonta Club Nidda-Oberhessen und den Soroptimist Club Bad Nauheim für ihre finanzielle Unterstützung. Herzlichen Dank auch an die Rechtsanwältin Dr. Maike Koch für ihre Expertise in rechtlichen Fragen.

Familienrechtliche Erstberatung im Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Frauennotruf Wetterau

Die Rechtsanwältin Fabienne Metz aus Bad Nauheim bietet in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau e. V. eine familienrechtliche Erstberatung an. Der Termin ist am Freitag, den 10. Februar 2023 von 9.30 bis 12.30 Uhr.

Es können rechtliche Fragen zu den Themen Scheidung, Unterhalt, elterliche Sorge oder Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz besprochen werden. Es kann geklärt werden, welche Unterlagen benötigt werden, und erste Hilfestellungen können in diesem Gespräch erarbeitet werden.

Um einen Termin zu vereinbaren, bittet der Frauen-Notruf Wetterau um vorherige Anmeldung per Tel.: 06043 4471 oder per Mail: info@frauennotruf-wetterau.de

Die juristische Erstberatung kostet € 10,- und findet im Frauen-Notruf Wetterau e.V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda statt.

Wir wünschen Euch frohe Festtage!

Frauennotruf Wetterau

Wir wünschen Euch frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!

Wir sind zwischen den Jahren für Euch da:
Wochentags zwischen 09:00 und 13:00 Uhr und mittwochs zwischen 15:00 und 19:00 Uhr.
Persönlich: Hinter dem Brauhaus 9 in 63667 Nidda
Telefon: 0 60 43 – 44 71
E-Mail: info@frauennotruf-wetterau.de
Online-Beratung: www.frauennotruf-wetterau.de/de/online-beratung

Am Wochenende und an den Feiertagen könnt ihr Euch rund um die Uhr an das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen wenden:
Telefon: 08000 116 016
Online-Beratung und Beratung in Gebärdensprache: www.hilfetelefon.de

In akuten Notfällen wendet Euch bitte an die Polzei – Telefon: 110.

Stellenangebot: Wir suchen Verstärkung für unser Team in der psychosozialen Beratung

Frauennotruf Wetterau

Wir suchen Verstärkung für unser Team im Bereich der psychosozialen Beratung.

Ihnen ist es wichtig, mit feministischer Grundhaltung frauenpolitische Arbeit zu leisten. Sie haben den Anspruch, an gesellschaftlichen Veränderungsprozessen mitzuwirken. Dann sind Sie bei uns im Team richtig. Der Fokus Ihrer Arbeit liegt dabei auf der psychosozialen Beratung unserer Klient*innen.

Wir arbeiten im Gewaltschutz von Frauen, Mädchen und Trans, und dabei auch mit Frauen, Mädchen und Trans mit Beeinträchtigung und/oder Flucht- bzw. Zuwanderungserfahrung.

Zu Ihren Aufgaben gehören:
o Psychosoziale Einzelberatung (persönlich, telefonisch und digital) von Frauen, Mädchen und Trans (ab 16 Jahren)
o Krisenintervention
o Beratung von Fachkräften und Institutionen
o Aktive Mitarbeit in Netzwerk- und Gremienarbeit

Wir wünschen uns:
o Abgeschlossenes Hochschulstudium (Psychologie, Soziale Arbeit, Sozialpädagogik o.ä.)
o Zusatzausbildung in Beratung/Therapie
o Fundierte Kenntnisse in den Bereichen: Gewalt gegen Frauen, Trauma und sexualisierte Gewalt
o Psychische Stabilität und Belastbarkeit im Kontext von Gewalt gegen Frauen
o Fähigkeit zum eigenständigen Arbeiten
o Digitale Kompetenz
o Kreativität und Verantwortungsbewusstsein sowie Team- und Kooperationsfähigkeit
o Führerschein

Wir bieten:
◦ interdisziplinäres, lebendiges Frauenteam im wertschätzenden Miteinander
◦ vielseitige verantwortungsvolle und spannende Tätigkeiten
◦ selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten
◦ Supervision und Teilnahme an Fortbildungen
◦ Teilzeitstelle, 20 Stunden Wochenarbeitszeit
◦ Bezahlung in Anlehnung an TvöD

Einstellungstermin ab sofort/nach Absprache. Bewerbungen ab sofort.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung per E-Mail oder schriftlich: info@frauennotruf-wetterau.de
Frauen-Notruf Wetterau e. V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda

Wir begrüßen Bewerbungen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller Identität, Behinderung und/oder körperlicher Einschränkung. Die Räume des Frauen-Notrufes Wetterau e. V. sind leider für Menschen mit einer Gehbehinderung nicht uneingeschränkt zugänglich.

Eine starre Hierarchie deckt ein übles System

Frauennotruf Wetterau

Orange ist die Symbolfarbe des internationalen Tages zum Kampf gegen Gewalt gegen Frauen. Leuchtend gekleidet machten Zontians und der Frauennotruf Wetterau rüttelten in Nidda auf.

Gewalt gegen Frauen drückt sich nicht nur in schwerer körperlicher Aggression, sondern auch in alltäglichem Missachten und Ausnützen aus. So war den Zontians viel daran gelegen, auf dem Niddaer Marktplatz mit Passantinnen und Passanten ins Gespräch zu kommen und auf grobe wie auch auf verdeckte Gewalt aufmerksam zu machen. Um intensiver ins Gespräch zu kommen, hatten sie Mistelzweige organisiert, die Vorübergehende gern gegen eine Spende mitnahmen. Die Mittel werden dafür verwandt, wieder einen Selbstverteidigungskurs für junge Frauen kostenlos anbieten zu können, wie es Zonta schon einige Male getan hat.

Über Rüpeleien beim Einkaufen

Eine ältere Frau hatte deutlichen Gesprächsbedarf und erzählte der Gruppe ein aktuelles Erlebnis. Sie wollte gerade ein Niddaer Einzelhandelsgeschäft betreten, als ein junges Paar ihr zuvorkam. Der Mann ging in den Verkaufsraum und knallte seiner Frau, die den Kinderwagen schob, die Tür vor der Nase zu. Die ältere Passantin wollte helfen, hielt der jungen Frau die Tür auf. Darauf drehte sich der Mann unfreundlich zur Älteren um und begann, sie zu beschimpfen. Der Ladenbesitzer griff ein – nicht etwa um zu vermitteln, sondern um die Partei des Wütenden zu ergreifen: »Was mischen Sie sich da ein? Das geht doch nur das Paar an! Halten Sie sich raus!« – eine Reaktion, die für die Hilfsbereite vollkommen unverständlich war. »Da kaufe ich nie wieder ein!«, beschloss sie.

Auch die Vorführung des mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Films »The Assistant«, die das Team des Frauennotrufs Wetterau zusammen mit dem Lumos-Kino organisiert hatte, machte auf verdeckte Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Unter dem Eindruck des Weinstein-Skandals interviewte die Regisseurin Kitty Green 2019 junge Frauen, die in großen Firmen, insbesondere in der Filmindustrie, tätig waren. Aus ihren Erfahrungen entwickelte sie die Filmhandlung. Überzeugend dargestellt wird der Arbeitsalltag einer jungen Frau ganz unten in die Hierarchie, die nur lästige Routineaufgaben zugewiesen bekommt und launenhaft behandelt, um nicht zu sagen schikaniert wird. Bei Protest gegen Übergriffe auf eine andere junge Frau bekommt sie erst scheinbar Aufmerksamkeit und wird dann mit der Drohung, sie könne ihren Job verlieren, wieder gefügig gemacht.

Mehr Zuschauer gewünscht

Das Notruf-Team hätte sich noch weit mehr Zuschauer gewünscht. Allerdings war die anschießende Diskussion, an der auch Zontians teilnahmen, sehr rege. »Den Job hält die Frau nicht lang durch. Entweder landet sie im Burn-out oder wird abhängig von Beruhigungsmitteln«, wurde mehrfach geäußert. Noch hellsichtiger war der Beitrag einer Frau, die langjährig in einem kaufmännischen Betrieb mit 150 Kollegen gearbeitet hatte: »Ein Kollege, der mir Papierkügelchen ins Gesicht schmeißt und mich rumkommandiert? Das hätte der ein einziges Mal gemacht!« Das fand Zustimmung: In Betrieben, wo ungeniert Machtstrukturen statt Kollegialität und Fairness gelebt werden, muss sich frau hart durchsetzen – oder gehen.

Anne Hantschel vom Frauennotruf begründete: »Wir haben diesen Film gewählt, weil er Betriebsklimata zeigt, in denen Übergriffe auf Frauen verharmlosend als Einzelfall dargestellt werden. Strenge Hierarchien begünstigen und decken ein solch übles System, wenn das Gegengewicht – Kollegialität, Solidarität untereinander, Kritikbereitschaft von Vorgesetzten – fehlt.«

Nebeneffekt dieser Veranstaltung: Zwei junge Frauen, Fachkräfte in einem soziotherapeutischen Zentrum der Region, wo auch Menschen mit psychosomatischen Störungen nach Gewalterfahrung behandelt werden, informierten sich genauer über die aktuellen Projekte des Frauennotrufs sowie über entsprechende Netzwerke im Kreis.

Kreis-Anzeiger online vom 29.11.2022

Familienrechtliche Erstberatung im Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Frauennotruf Wetterau

Die Rechtsanwältin Fabienne Metz aus Bad Nauheim bietet in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau e. V. eine familienrechtliche Erstberatung an. Der Termin ist am Freitag, den 13. Januar 2023 von 9.30 bis 12.30 Uhr. Die Beratung findet im persönlichen Kontakt unter Beibehaltung der Maskenpflicht statt. Bitte bringen Sie Ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mit.

Es können rechtliche Fragen zu den Themen Scheidung, Unterhalt, elterliche Sorge oder Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz besprochen werden. Es kann geklärt werden, welche Unterlagen benötigt werden, und erste Hilfestellungen können in diesem Gespräch erarbeitet werden.

Um einen Termin zu vereinbaren, bittet der Frauen-Notruf Wetterau um vorherige Anmeldung per Tel.: 06043 4471 oder per Mail: info@frauennotruf-wetterau.de

Die juristische Erstberatung kostet € 10,- und findet im Frauen-Notruf Wetterau e.V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda statt.

Spendenübergabe der Krug'schen Stiftung

Frauennotruf Wetterau

Für Sanierung und Energiekosten

Nidda (red). Von Frauen-Notruf bis Jüdisches Museum: Erneut hat die Krug’sche Stiftung in Nidda tätige Vereine und Institutionen mit einer Zuwendung versehen, die sich für bedürftige Mitbürger einsetzen.

Der aus Bürgermeister Thorsten Eberhard, Stadtverordnetenvorsteherin Adelheid Spruck und Pfarrerin Hanne Allmansberger bestehende Stiftungsbeirat hatte gemeinsam entschieden, auch in diesem Jahr Projekte oder soziale Angebote in verschiedenen Vereinen und Institutionen finanziell zu unterstützen.

In diesem Jahr durften sich der Betreuungsverein Diakonie Wetterau mit Sitz in Nidda, die Tafel Nidda, der Frauen-Notruf Wetterau mit Sitz in Nidda und das Jüdische Museum Nidda über eine Zuwendung freuen.

Zuwendungen fallen aktuell höher aus

Aufgrund der in diesem Jahr besonderen sozialen Herausforderungen auch in Bezug auf Inflation und Rezession entschloss sich der Stiftungsvorstand, die auszuzahlenden Beträge deutlich höher ausfallen zu lassen. Die zur Übergabe der Zuwendungen eingeladenen Vertreterinnen und Vertreter dankten für die Zuwendungen und betonten, wie wichtig solche Unterstützungen gerade in Zeiten knapper Kassen sind.

Das Jüdische Museum möchte mit einer Ausstellung und weiteren Veranstaltungen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen an die Menschen jüdischen Glaubens erinnern, die in Nidda lebten, arbeiteten und am allgemeinen Gemeindeleben teilnahmen. Es ist dem Vorstand wichtig, mit der Arbeit des Museums Toleranz, Verständnis und Offenheit gegenüber Anders-Glaubenden und anderen Nationalitäten zu vermitteln. Seit vergangenem Herbst stellte man am Gebäude Feuchtigkeitsschäden fest. Das Geld will man auch für die Sanierung einsetzen.

Der Betreuungsverein Diakonie Wetterau verwendet das Geld für die Neuorganisation der Betreuung von insgesamt 55 ehrenamtlichen Mitarbeitern und für den Ausbau der inhaltlichen Arbeit. Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Vereinsbetreuerinnen leisten Jahr für Jahr zahlreiche rechtliche Betreuungen für Menschen in Nidda und Umgebung. Oft fehle dazu die Unterstützung aus dem sozialen Umfeld, weshalb hier eine soziale Aufgabe entstanden sei.

Mit der Broschüre »Vergewaltigung – Informationen & Handlungsmöglichkeiten«, informierte der Frauen-Notruf Wetterau über die Verwendung der letztjährigen Zuwendung. Daran will man inhaltlich weiterarbeiten.

Tafel spürt steigende Energiepreise

Die Tafel Nidda bedient aktuell 170 Haushalte mit insgesamt 420 Menschen, davon 160 Kinder. Etwa 70 Mitarbeiter, überwiegend im fortgeschrittenen Rentenalter, bewältigen unterschiedliche Aufgaben von Lieferfahrten über Warensortierung und -zuordnung bis zu Lagerverwaltung und Bürotätigkeit. Das Fahrzeug, neben der monatlichen Miete mit der größte Kostenfaktor, ist an fünf Wochentagen im Einsatz. Die derzeitigen Energiepreise belasten das Vereinsbudget erheblich.

Foto: Adelheid Spruck (l.), Hanne Allmansberger (2.v.r.) und Thorsten Eberhard (r.) vom Stiftungsbeirat übergeben die Zuwendungen an (v.l.) Christa Mansky vom Frauen-Notruf Wetterau, Gabriele Amend vom Jüdischen Museum Nidda, Gerald Wagner von der Tafel Nidda und Marion Gumbrecht vom Betreuungsverein Diakonie Wetterau. © pv

Kreis-Anzeiger vom 27.11.2022

Familienrechtliche Erstberatung im Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Frauennotruf Wetterau

Die Rechtsanwältin Fabienne Metz aus Bad Nauheim bietet in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau e. V. eine familienrechtliche Erstberatung an. Der Termin ist am Freitag, den 02. Dezember 2022 von 9.30 bis 12.30 Uhr. Die Beratung findet im persönlichen Kontakt unter Beibehaltung der Maskenpflicht statt. Bitte bringen Sie Ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mit.

Es können rechtliche Fragen zu den Themen Scheidung, Unterhalt, elterliche Sorge oder Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz besprochen werden. Es kann geklärt werden, welche Unterlagen benötigt werden, und erste Hilfestellungen können in diesem Gespräch erarbeitet werden.

Um einen Termin zu vereinbaren, bittet der Frauen-Notruf Wetterau um vorherige Anmeldung per Tel.: 06043 4471 oder per Mail: info@frauennotruf-wetterau.de

Die juristische Erstberatung kostet € 10,- und findet im Frauen-Notruf Wetterau e.V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda statt.

Gewaltschutz inklusiv gedacht - Inklusive Arbeitsgruppe erarbeitet Broschüre in Leichter Sprache

Frauennotruf Wetterau

Für Menschen mit Behinderung ist das Risiko, Gewalt zu erleben, deutlich höher als für den Durchschnitt der Bevölkerung. Im Wetteraukreis erarbeitet eine inklusive Arbeitsgruppe aktuell eine Broschüre zum Gewaltschutz.

Noch eine letzte Interviewfrage und ein gemeinsames Foto, dann ist es geschafft. Marianne Arndt vom Wetterauer Büro für Leichte Sprache und fünf Mitarbeitende der Werkstätten der Behindertenhilfe Wetteraukreis (bhw) sind ganz schön rumgekommen in den letzten Monaten. Sie waren auf der Polizeistation Friedberg, bei pro familia Friedberg, Wildwasser Wetterau e. V. und beim Frauen-Notruf Wetterau e. V. zu Gast, um ihre Interviews für die Broschüre zum Gewaltschutz zu führen. Dabei wurden sie von der Fotografin Annika Wolfraum begleitet, die die Besuche mit der Kamera festhielt. Ein Interview beim Verein Frauen helfen Frauen Wetterau ist noch in Planung, dann liegen alle Interviews und Bilder zur Bearbeitung bereit.

Leicht verständlich und anschaulich soll die Broschüre werden, das ist den Mitarbeitenden der inklusiven Arbeitsgruppe besonders wichtig. „Viele Menschen haben keine Vorstellung davon, was sie in einer Beratungsstelle oder auf der Polizeistation erwartet. Mit den Texten und Fotos geben wir einen Einblick, wie es in den Räumlichkeiten aussieht und welche Unterstützung Betroffene dort erhalten“, erläutert Birgit Ahrens vom Verein Lebenshilfe Wetterau. Ziel sei es, über Hilfeeinrichtungen zu informieren und deutlich zu machen, dass dort auch Menschen mit Behinderung willkommen sind und Hilfe nach Gewalterfahrungen erhalten.

Die Interviewfragen wurden gemeinsam in der inklusiven Arbeitsgruppe erarbeitet. Im Vordergrund standen die Fragen der Mitarbeitenden mit Behinderung. Ihre Perspektive ist der zentrale Blickwinkel in der Broschüre. Da kommt es auch vor, dass in einer Beratungsstelle ganz unverblümt gefragt wird, ob die Beratung denn überhaupt etwas nützt und ob man mehrmals kommen darf. Nico Spieler von pro familia Friedberg ergänzt, dass sich die Broschüre nicht nur an Frauen, sondern auch an Männer richtet. Männer mit Diskriminierungserfahrung sind auch überdurchschnittlich oft von Gewalt betroffen und benötigen Informationen über Hilfsmöglichkeiten.

Neben den Texten zu Wetterauer Einrichtungen, informiert die Broschüre in Leichter Sprache über die verschiedenen Formen von Gewalt, Selbstbehauptung und über Gewaltschutz in Werkstätten und betreutem Wohnen. Die Erstellung und der Druck der Broschüre werden über Aktion Mensch finanziell gefördert.

Im November 2020 entstand die Idee zur Broschüre über Gewaltschutz. Christa Mansky vom Frauen-Notruf Wetterau e. V. und Miriam Vermeil von Wildwasser Wetterau e. V. erinnern sich, dass es anfangs nicht leicht war, eine gemeinsame Vorgehensweise und das richtige Arbeitstempo zu finden. Durch die gemeinsame Arbeit ist die Gruppe eng zusammengewachsen und alle sind stolz, dass trotz Pandemie und Lockdowns die Broschüre kurz vor der Fertigstellung steht. Bis Ende des Jahres soll sie in gedruckter Form vorliegen und in der Wetterau verteilt werden.

Auf dem Gruppenfoto der Arbeitsgruppe sind zu sehen:
Letzte Reihe von links: Nico Spieler, Vincenz Schaupp, Miriam Vermeil
Davor von links: Marianne Arndt, Kirsten Luckau, Marie Rachor, Birgit Ahrens, Christa Mansky
Ganz vorne von links: Ute König, Mirjam Siebert

Ein Film statt orangen Lichts

Frauennotruf Wetterau

Nidda (em). Der 25. November ist ein internationaler Gedenk- und Aktionstag, der zur Bekämpfung von Gewalt jeder Art an Mädchen und Frauen aufruft. Auch in diesem Jahr setzt sich der Zonta Club Nidda-Oberhessen erneut für dieses Ziel ein, wenn auch in anderer Form als in den vergangenen Jahren.

Der Untertitel »Orange Day« ist vom leuchtenden Orange inspiriert, das als Symbol einer Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen steht. Diese Farbe wurde im Zuge der von der UN initiierten Kampagne »Orange the world« festgelegt. In den vergangenen Jahren tauchte der Zonta Club daher als Zeichen am 25. November zentrale Gebäude in Bad Salzhausen und Nidda in oranges Licht. 2022 ist aber Energie sparen eindeutig das Gebot der Stunde, und so verzichtete der Zonta Club, wenn auch ungern, auf die Aktion.

Teils gab es in der Vergangenheit noch Abendvorträge in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau. Das Ziel des Tags ist den Zonta-Mitgliedern bundes- und weltweit ein wichtiges Anliegen, das sie auf unterschiedliche Art gestalten. Und der Zonta Club Nidda-Oberhessen hat eine langjährige Tradition der Unterstützung des Frauen-Notrufs und anderer Frauenprojekte.

Da das Anliegen zu wichtig sei, um diesen Tag einfach zu übergehen, planten Club-Präsidentin Angelika Lenger, der Vorstand und die Mitglieder einen Ersatz. So bieten sie stattdessen am kommenden Freitag von 12 Uhr bis 17 Uhr auf dem Niddaer Marktplatz einen Stand mit Info-Material zu Gewalt gegen Frauen und zur Prävention oder Überwindung solcher Menschenrechtsverletzungen an und stehen für Gespräche zur Verfügung. An den beiden großen orangen Schirmen ist der Stand leicht zu erkennen.

Subtil und doch eindrücklich

Für die Aktiven des Frauen-Notrufs Wetterau war es ebenfalls unverzichtbar, auf das Thema aufmerksam zu machen, und sie entschieden sich für eine Kooperation mit dem Lumos-Kino. Dort wird der Film »The Assistant« gezeigt. Die Wahl dieses Films wurde vom Notruf-Team so begründet: »Gewalt gegen Frauen wird in vielen Filmen thematisiert, oft laut und drastisch. Der Frauen-Notruf entschied sich bewusst für einen leisen Film.« Der preisgekrönte Film »The Assistant« zeigt subtil und dennoch eindrücklich, wie hierarchische Strukturen und Abhängigkeiten Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe ermöglichen und decken. Der Film begleitet eine junge Frau namens Jane, die seit Kurzem in ihrem Traumjob als Junior-Assistentin eines mächtigen Filmproduzenten arbeitet. Nach und nach wird jedoch deutlich, dass sich niemand außer Jane besorgt zeigt über das Verhalten ihres Chefs gegenüber jungen Schauspielerinnen und Mitarbeiterinnen. Vielmehr scheinen alle im Büro Bescheid zu wissen, zu schweigen, und sie machen auch gegenüber Jane deutlich, dass sie zu schweigen hat.

Austausch nach dem Film

Im Anschluss an den Film laden die Mitarbeiterinnen des Frauen-Notrufs im Foyer des Kinos zum Austausch ein. Der Film zeigt keine Übergriffe, und auch der Chef ist nie im Bild, aber gerade die vielen Andeutungen bieten Stoff zur Diskussion. Auch Fragen zur konkreten Arbeit des Frauen-Notrufs Wetterau bei Gewalt gegen Frauen, Mädchen und Trans kann man stellen.

Die Filmvorführung am Freitag wird in Kooperation mit Lumos Lichtspiel & Lounge und dem Zonta Club Nidda-Oberhessen veranstaltet. Filmbeginn ist um 18 Uhr, Tickets gibt es zum ermäßigten Eintrittspreis direkt im Kino.

Kreis-Anzeiger vom 21.11.2022

Filmvorführung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November

Frauennotruf Wetterau

Gewalt gegen Frauen wird in vielen Filmen thematisiert, oftmals laut und drastisch. Wir haben uns anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen bewusst für einen leisen Film entschieden.

Der preisgekrönte Film „The Assistant“ zeigt subtil und dennoch eindrücklich, wie hierarchische Strukturen und Abhängigkeiten Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe ermöglichen und decken. Der Film begleitet eine junge Frau namens Jane (gespielt von Julia Garner), die seit kurzem in ihrem Traumjob als Junior-Assistentin eines mächtigen Filmproduzenten arbeitet. Nach und nach wird jedoch deutlich, dass sich niemand außer Jane über das Verhalten ihres Chefs gegenüber jungen Schauspielerinnen und Mitarbeiterinnen besorgt zeigt. Vielmehr scheinen alle im Büro Bescheid zu wissen, zu schweigen und sie machen auch gegenüber Jane deutlich, dass sie zu schweigen hat.
Link zum Trailer auf Youtube

Im Anschluss an den Film laden wir im Foyer des Kinos zum Austausch ein. Im Film werden keine Übergriffe gezeigt und auch der Chef ist nie im Bild, aber gerade die zahlreichen Andeutungen bieten viel Stoff zur Diskussion. Auch Fragen zur konkreten Arbeit des Frauen-Notrufs bei Gewalt gegen Frauen, Mädchen und Trans können gestellt werden.

Die Filmvorführung am Freitag, den 25. November, wird in Kooperation mit Lumos Lichtspiel & Lounge und Zonta Club Nidda-Oberhessen veranstaltet.

Filmbeginn ist um 18 Uhr im Lumos Kino, Tickets gibt es zum ermäßigten Eintrittspreis von 5,- Euro.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Aktionsmeile zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen in Friedberg am 25.11.2022

Frauennotruf Wetterau

Am Freitag, den 25. November präsentieren sich zahlreiche Frauenorganisationen auf einer Aktionsmeile anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen.
Ab 14:00 Uhr werden Aktionen, Infos und Beratung auf der Friedberger Kaiserstraße (Höhe Hausnummern 72 bis 84) allen Interessierten angeboten.

Vor Ort sind:

  • Frauen-Notruf Wetterau e. V.
  • Frauenzentrum Wetterau e. V.
  • Wildwasser Wetterau e. V.
  • Frauen helfen Frauen Wetterau e. V.
  • Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Kreises
  • BUNTerleben
  • Soroptimist Club Bad Nauheim
  • Inner Wheel Club Bad Nauheim – Friedberg
  • Zonta Club Bad Nauheim – Friedberg
  • Polizei Wetterau
  • Frauenbeauftragte der Stadt Bad Nauheim
  • Frauenbeauftragte der Stadt Friedberg

"Wichtige Interventionsstelle" - Kathrin Anders, Landtagsabgeordnete, und Myriam Gellner, Kreistagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen besuchen Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Frauennotruf Wetterau

Nidda (red). Kathrin Anders, Landtagsabgeordnete, und Myriam Gellner, Kreistagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, haben sich beim Frauen-Notruf Wetterau in Nidda über die Arbeit des Vereins, aktuelle Projekte und zukünftige Planungen informiert.

Der Beratungs- und Unterstützungsbedarf für Frauen, Mädchen und Trans, die von Gewalt betroffen sind, steht im Fokus der Vereinsarbeit. Myriam Gellner attestiert: »Die Lage dieser Frauenfachberatungsstelle im Ostteil des Wetteraukreises bietet einen einzigartigen geschützten Raum und eine Anlaufstelle für erste Hilfe und die Möglichkeit des Austausches, um Wege aus der Gewalt zu finden und Bewältigungsstrategien für Erlebtes zu entwickeln.«

Neue Wege in der Prävention

Während der Corona-Pandemie hätten häusliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Kinder stark zugenommen. Oftmals sei das Notrufteam an seine Grenzen gestoßen. Die Beratungsanfragen seien stetig gestiegen. Für das Team sei es belastend gewesen, weiterhin schnell, unbürokratisch und zuverlässig Beratung und Unterstützung anzubieten und Hilfsangebote zu koordinieren.

»Dank der Bereitstellung von Fördergeldern aus Bundes- und Landesprogrammen konnte die Zahl der Mitarbeiterinnen des Vereins 2022 erhöht werden, um das Beratungsspektrum in Belastungsspitzen abzudecken und in der Präventionsarbeit neue Wege zu beschreiten«, sagt Gellner. In dieser Zeit sei ein hohes Maß an Kreativität, Organisation und Krisenmanagement gefordert gewesen.

Online-Angebote ausgeweitet

»Aber es konnten auch neue Mittel und Ressourcen aktiviert werden, die einen Ausbau des Personalstamms u.a. durch die Einstellung von Präventionsfachkräften ermöglichten und es wurde bewusst zukunftsorientiert in die technische Ausstattung des Büros investiert, was sich bereits bezahlt macht«, so die Abgeordnete weiter. Zudem seien die Online-Bildungsangebote wie Schulungen, Vorträge oder Workshops für Fachkräfte ausgeweitet worden.

Kathrin Anders bewertet dies positiv: »Angebote für digitale Beratung und Online-Bildungsformate sind bei der Aufklärungsarbeit über ein oftmals tabuisiertes Thema von zentraler Bedeutung. Der Verein leistet hier als Interventionsstelle im Kreis eine immens wichtige Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit auf vielen Ebenen, nicht nur für Betroffene, sondern für Fachkräfte bei Behörden, der Polizei, sozialen Einrichtungen oder in Schulen.«

Mit Interesse ließen sich die Politikerinnen auch ein in Hessen einmaliges Programm zur medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigungen erläutern. Hier fungiert der Frauen-Notruf als Koordinationsstelle und sorgt dafür, dass die Handlungsabläufe zwischen dem Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim, Rechtsmedizin, Polizei und Beratungsstelle gut funktionieren.

Kathrin Anders (zweite von links) und Myriam Gellner (rechts) im Gespräch mit dem Team des Frauen-Notrufs.

Kreis-Anzeiger vom 08.11.2022

Neue Broschüre in Leichter Sprache: Hilfe bei häuslicher Gewalt in der Wetterau

Frauennotruf Wetterau

Der Runde Tisch gegen Häusliche Gewalt Wetterau hat eine Broschüre “Hilfe bei häuslicher Gewalt in der Wetterau” in Leichter Sprache erarbeitet, die nun gedruckt und als PDF zum Download vorliegt. Die Broschüre klärt über Formen Häuslicher Gewalt auf und informiert, wo Betroffene Hilfe und Unterstützung finden und wie sie selbst tätig werden können, um beispielsweise Beweise zu sichern. Zudem werden Adressen von Beratungsstellen, Polizeistationen, des Frauenhauses und weiterer Anlaufstellen im Wetteraukreis aufgeführt. Auch für den Fall von Häuslicher Gewalt in der Nachbarschaft gibt die Broschüre Informationen, wie man helfen kann.

Die Broschüre kann beim Frauen-Notruf angefragt werden oder hier als PDF heruntergeladen werden.