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Herzlich Willkommen beim Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Beratungs- und Interventionsstelle

Hilfe für Frauen, Mädchen und trans Personen ab 16 Jahren bei körperlicher, seelischer und/oder sexualisierter Gewalt.
Wir beraten persönlich, telefonisch oder über unsere Online-Beratung. Auf Wunsch auch anonym. Die Beratung ist kostenlos.

06043 - 44 71
Montag - Freitag 09:00 - 13:00 Uhr, Mittwoch zusätzlich 15:00 - 19:00 Uhr



Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda


Kontaktformular und Anfahrt

Unser Angebot

Der Frauen-Notruf Wetterau e.V. bietet Beratung und Unterstützung für Frauen, Mädchen und trans Personen ab 16 Jahren,
die sexualisierte, psychische oder körperliche Gewalt erlebt haben oder gerade erleben.

Das Angebot richtet sich nicht nur an die Betroffenen, sondern auch an deren Familien, Freunde, Freundinnen und Fachkräfte aus anderen Bereichen.

Unser Angebot richtet sich an Frauen, Mädchen und trans Personen ab 16 Jahren,
jeglicher kultureller, ethnischer und sozialer Herkunft, unabhängig vom Aufenthaltsstatus,
egal welchen Alters, mit und ohne Behinderung, gleich welcher Lebensform..

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Soforthilfe

nach Vergewaltigung

Medizinische Hilfe und Spurensicherung nach einer Vergewaltigung mit oder ohne vorheriger Anzeige.

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Suse

Wir stärken Frauen und Mädchen mit Behinderung, die Gewalt erleben oder erlebt haben.

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Familienrechtliche Erstberatung

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News

Frauen suchen Empowerment

Frauennotruf Wetterau

Beim Frauenmahl diskutierten 70 Teilnehmerinnen über Gleichstellung unter Druck. Fünf Impulse zeigten Wege zwischen Verletzlichkeit und Kraft.

Bad Salzhausen – Draußen hohe Bäume und grüne Weite, drinnen offene Perspektiven, konzentrierte Gespräche und nachhallende Begegnungen. Unter dem Titel „Heilig und umkämpft – Frauen. Räume. Gesellschaft“ hatten das evangelische Dekanat Büdinger Land und der Landesverband der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau (EFHN) zu einem Frauenmahl in den Parksaal eingeladen.

Die Gastgeberinnen, Dekanin Birgit Hamrich und Pfarrerin Anja Schwier-Weinrich, Geschäftsführerin des EFHN-Landesverbands, äußerten sich in ihrer Begrüßung besorgt über das gesellschaftliche Klima, in dem die Fortschritte in der Gleichstellung zunehmend unter Druck gerieten. Antifeministische Entwicklungen, Kürzungen in der Frauenarbeit und Erfahrungen von Abwertung prägten vielerorts den Alltag. Auf die Frage, was sie sich von diesem Abend erhoffen, antwortete Hamrich mit „Hoffnungstrotz“ und Schwier-Weinrich mit „Empowerment“. Damit war auch ein programmatischer Anspruch der Veranstaltung gesetzt.

Räume aktiv gestalten

Zwischen den Menü-Gängen sprachen fünf Frauen als Impulsgeberinnen über Räume: Natur, Gesellschaft, Glaube und Körper – als Orte von Kraft und Freiheit, aber auch von Verletzlichkeit und Schutz. Mit einem feinen Gespür für Zwischentöne verlieh die Schauspielerin Ronka Nickel den Gesprächen Struktur und Tiefe.

Naturgartenplanerin Dorothee Dernbach hatte auf ihrem Weg einen Strauß Wildblumen gepflückt. Um Aufmerksamkeit auf diese Schönheiten vom Wegesrand zu lenken und Wissen darum weiterzugeben, hat sie vor 19 Jahren eine Naturgartenakademie gegründet. „Die Verwendung von Wildpflanzen innerhalb von Ortsschildern wird nirgends gelehrt.“ Die Natur, sagte sie, sei ihr Kraftort. Und Menschen seien Teil dieser Natur. „Wir müssen dahin kommen, das wieder zu fühlen.“ Frauen müssten spüren lernen, dass auch sie selbst „heilige Räume“ seien – lebendig, verletzlich und voller Kraft.

Wie verletzlich gesellschaftliche Räume sein können, machte Anne Hantschel vom Frauen-Notruf Wetterau deutlich. Die Beratungsstelle unterstützt seit 35 Jahren Frauen, Mädchen und Transpersonen ab 16 Jahren. Der Bedarf sei hoch, sagte Hantschel; zugleich gebe es im Wetteraukreis nur ein Frauenhaus. Nickel ergänzte, dass in Deutschland statistisch etwa alle zwei Minuten eine Frau Gewalt erfährt. Umso wichtiger seien Präventionsangebote in Kitas und Schulen, mit denen der Frauen-Notruf junge Menschen früh stärken wolle.

Dass gesellschaftliche Räume aktiv gestaltet werden können, zeigte das Gespräch mit Katja Euler, Erster Stadträtin in Büdingen. Nickel bezeichnete sie als jemanden, bei dem in politischer Verantwortung stets der Mensch sichtbar bleibe. Euler schilderte ihren Berufsweg mit Humor und Selbstvertrauen. Obwohl sie als Deutsch- und Englischlehrerin Musik nie studiert hatte, unterrichtete sie das Fach am Wolfgang-Ernst-Gymnasium und leitete später den Fachbereich – „weil ich’s kann“. Ihr Rat: „Vertrau darauf, dass jemand da ist, der sieht, was du kannst.“

Einen stilleren Blick auf Lebensräume eröffnete Sr. Maria Magdalena aus dem Kloster Engelthal. Seit 1984 lebt sie dort in der Gemeinschaft der Benediktinerinnen, die das Kloster Ende des Jahres verlassen werden. Nickel zeigte sich beeindruckt von ihrer „tiefen Freude, Souveränität und Gelassenheit“.

Abend endet beinahe meditativ

Die Ordensfrau sprach offen darüber, was gemeinschaftliches Leben im Kloster bedeute: „Wir haben uns nicht ausgesucht, wir haben uns vorgefunden.“ Entscheidend sei die Frage, wie man seinen Platz finde, ohne sich selbst zu verlieren. Das Verbindende sei die Suche nach Gott. Den Abschied aus Engelthal beschrieb sie ohne Bitterkeit: „Wir geben es frei, damit etwas Neues daraus entstehen kann.“ Zum Abschluss lenkte Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin Claudia Velten den Blick auf den Körper als „schwingenden Raum“. Stimme sei weit mehr als ein Werkzeug des Sprechens: Sie verbinde Menschen mit sich selbst und miteinander.

Mit den Frauen im Saal ließ sie Atem-, Klang- und Sprechübungen entstehen, bei denen Vibrationen spürbar wurden und der Raum selbst zu klingen begann.

Nach vier Stunden endete der Abend beinahe meditativ. Unter der Anleitung Claudia Veltens und ihres Mannes Jens Velten am Klavier sangen die gut 70 Frauen „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius und legten darüber das „Abendlied“ von Josef Gabriel Rheinberger, woraus sich ein zutiefst berührender Klangteppich entwickelte.

Quelle: Kreis-Anzeiger, 12.05.2026

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Frauen-Notruf Wetterau e.V. zieht Bilanz und blickt nach vorn

Frauennotruf Wetterau

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Frauen-Notrufs Wetterau e.V. blickte der Verein auf ein arbeitsreiches Jahr zurück und stellte wichtige Entwicklungen für die Zukunft vor.

Im vergangenen Jahr suchten 304 Frauen und 7 Männer Unterstützung bei der Beratungsstelle in Nidda. Häusliche Gewalt stellte erneut das häufigste Beratungsthema dar, gefolgt von sexualisierter Gewalt. In der Mehrzahl der Fälle gingen die Gewalthandlungen von aktuellen oder ehemaligen Partnern aus. Für weitere Informationen zur Beratungsarbeit wird auf den Jahresbericht verwiesen, der in Kürze vorliegen und auch auf der Homepage veröffentlicht wird.

Besonders erfreulich war die Auszeichnung des Präventionsworkshops „Gute Partnerschaft von Anfang an“, der mit dem zweiten Platz des Hessischen Präventionspreises geehrt wurde. Der Workshop richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse und vermittelt, was eine gesunde, respektvolle und gewaltfreie Beziehung ausmacht. Insgesamt umfasst das Präventionsangebot mittlerweile sieben verschiedene Workshops, die sich an Kinder, Jugendliche sowie Fachkräfte richten.

Der Kassenbericht bestätigte eine stabile finanzielle Situation des Vereins. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und anschließend im Amt bestätigt. Wiedergewählt wurden Fabienne Metz (1. Vorsitzende), Petra Claas (2. Vorsitzende), Heike Lüders (3. Vorsitzende) und Christa Mansky (Kassenwartin).

Mit Blick auf das aktuelle Jahr stellte der Frauen-Notruf wichtige Entwicklungen vor: Dank der Unterstützung der Stadt Nidda konnten die Räumlichkeiten erweitert werden. Da sie sich im selben Gebäude befinden, konnten sie im Vorfeld der Jahreshauptversammlung von den Mitgliedern besichtigt werden. Die Renovierungsarbeiten sollen bis Anfang Mai abgeschlossen sein, sodass der Bezug unmittelbar bevorsteht. In der zweiten Jahreshälfte soll eine weitere Beratungsstelle namens „pepper – Kinder- und Jugendberatung bei Häuslicher Gewalt“ starten, die ebenso in den neuen Räumen ihren Platz finden wird. Dieses Angebot wird sich direkt an Kinder und Jugendliche als Mitbetroffene von Häuslicher Gewalt im Elternhaus richten, steht aber ebenso Angehörigen und Fachkräften offen.

Auf dem Foto, hintere Reihe: Petra Claas, Fabienne Metz, vordere Reihe: Heike Lüders, Christa Mansky

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