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Wetteraukreis: Einfluss der Corona-Pandemie auf häusliche Gewalt

Frauennotruf Wetterau

Die Fälle von häuslicher Gewalt sind 2020 im Wetteraukreis gestiegen. Die Zahl der Inobhutnahmen zum Wohle des Kindes jedoch konstant geblieben. Ein Pressebericht in der Wetterauer Zeitung geht der Frage nach, woran das liegen kann. Hier geht es zum Artikel

Foto: Oliver Schepp

Hessische Studie an Berufsschulen zeigt: Viele Schülerinnen und Schüler erleben sexualisierte Gewalt

Frauennotruf Wetterau

In der kürzlich veröffentlichten SPEAK!-Studie wurden 16- bis 19-jährige Schülerinnen und Schüler an hessischen Berufsschulen befragt:

• Fast jede zweite bis dritte der älteren Jugendlichen in Hessen erlebt körperliche sexualisierte
Gewalt, teilweise wiederholt.
• Zwei Drittel der Jugendlichen sind von nicht-körperlicher sexualisierter Gewalt betroffen, wie Verbreitung von Gerüchten sexuellen Inhalts, Exhibitionismus und sexuelle Belästigung im Internet. Dies zu einem weit überwiegenden Teil wiederholt.

Die Umsetzung umfassender Schutzkonzepte an Schulen zum Schutz von Schülerinnen und Schülern ist dringend erforderlich!

Hier geht es zum Kurzbericht der Studie

Das Bündnis Istanbul-Konvention nimmt mit seinem Bericht zu Gewalt gegen Frauen die Bundesregierung in die Pflicht

Frauennotruf Wetterau

Pressemitteilung vom Bündnis Istanbul-Konvention vom 18. März 2021:
Das Bündnis Istanbul-Konvention veröffentlicht heute seinen Alternativbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland. Auch drei Jahre nach Inkrafttreten des Übereinkommens fehlen in Deutschland eine ressortübergreifende Gesamtstrategie, handlungsfähige Institutionen und die notwendigen Ressourcen, um das Recht aller Frauen und Mädchen auf ein gewaltfreies Leben umzusetzen, stellt das zivilgesellschaftliche Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) fest. Insbesondere für Gruppen, wie Frauen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, mit Behinderungen, diversen geschlechtlichen Identitäten oder in Wohnungslosigkeit, ist der in der Konvention verankerte Zugang zu Prävention, Schutz, Beratung und Recht nach wie vor mangelhaft.

Der in einem fast einjährigen Prozess erstellte Alternativbericht liefert eine differenzierte Analyse des Status Quo und zeigt dringend notwendige Schritte zur Umsetzung der rechtlich bindenden Konvention auf. Anders als der Staatenbericht der Regierung vom September 2020 weist der Bericht des Bündnisses auf die noch immer vorhandenen Lücken in der Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen hin und formuliert detaillierte Empfehlungen. Als kritischer und zugleich konstruktiver Impuls nimmt er die Regierung dabei in die Pflicht. Bund, Länder und Kommunen müssen sich an diesen direkten Handlungsempfehlungen in Zukunft messen lassen, fordert das Bündnis.

„Unser fast 200 Seiten starker Alternativbericht ist ein Meilenstein. Wir haken drei Jahre, nachdem die Istanbul-Konvention in Deutschland geltendes Recht wurde, ein und zeigen genau auf, wo die Vorschriften nicht umgesetzt sind“, so Britta Schlichting von der Zentralen Informationsstelle Autonome Frauenhäuser, ZIF. „Noch immer sind Frauen und Mädchen in Deutschland durch Lücken im Hilfesystem nicht ausreichend vor Gewalt geschützt. Wir als NGOs treten hier in den direkten Dialog mit der Regierung, um den Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt voranzubringen“, bekräftigt Dorothea Zimmermann, Vertreterin von BAG FORSA.

Das BIK strebt dabei einen intersektionalen Ansatz an, nimmt also Mehrfachdiskriminierungen, die oft unbeachtet bleiben, in den Blick. „Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich nicht nur zur Gleichbehandlung aller Frauen und Mädchen, sondern auch, geeignete Präventionsmaßnahmen zu ergreifen, um bestehende geschlechterbezogene Rollenstereotypen und ungleiche Machtverhältnisse abzubauen. Leider existiert nicht einmal ein Aktionsplan hierfür“, erklärt Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra, dem Dachverband der Migrantinnenorganisationen.

Im Bündnis Istanbul-Konvention haben sich 2018 führende Frauenrechtsorganisationen, Bundesverbände und Expert*innen mit dem Arbeitsschwerpunkt Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Deutschland zusammengeschlossen. Ziel des Bündnisses ist es, die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland zu begleiten und voranzutreiben sowie das öffentliche Bewusstsein für die Rechte und Pflichten, die sich aus der Konvention ergeben, zu stärken. Dazu gehört das gemeinsame Erstellen von GREVIO-Alternativberichten.

Im Herbst wird der durch den Europarat eingesetzte unabhängige Expert*innenausschuss GREVIO die Umsetzung der Konvention mit einer Delegation in Deutschland prüfen. Es ist das erste Überprüfungsverfahren, bei dem die Bundesregierung Rechenschaft ablegen muss. Daher kommt dem Alternativbericht des BIK, der heute an GREVIO übergeben wurde, eine besondere Bedeutung zu.

Der Alternativbericht des Bündnisses Istanbul-Konvention steht hier in einer barrierefreien Version zum Download bereit. Pünktlich zur Veröffentlichung sind jetzt auch alle wichtigen Informationen zum BIK auf der eigenen Webseite des Bündnisses zu finden

Mitgliedsorganisationen: BAG Autonome Mädchenhäuser, BAG FORSA e.V., BAG kommunaler Frauenbüros, BAG Täterarbeit Häusliche Gewalt e.V., BAG Wohnungslosenhilfe e.V., bff – Frauen gegen Gewalt e.V., BIG e.V., BVFeSt e.V., CORA – stark machen e.V., DaMigra e.V., Deutscher Frauenrat e.V., djb e.V., Frauenhauskoordinierung e.V., GESINE Intervention e.V., JUMEN e.V., KOK e.V., medica mondiale e.V., MIA e.V.i.G, S.I.G.N.A.L. e. V., Weibernetz e. V., Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser

Beratende Expert*innen: Prof. Dr. Ariane Brenssell, Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel; Karin Heisecke, politische Beraterin und Expertin zu Gewalt gegen Frauen; Dr. Monika Schröttle, Forschungs- und Beobachtungsstelle Geschlecht, Gewalt, Menschenrechte (FOBES) am Institut für empirische Soziologie, Nürnberg

Pressekontakt für das Bündnis: Dr. Carolin Anthes, Koordinatorin Bündnis Istanbul-Konvention,
(030) 204569-17, anthes@frauenrat.de

Jahresrückblick 2020: Beratung unter Pandemie-Bedingungen

Frauennotruf Wetterau

Die Corona-Pandemie hat die Unterstützungsarbeit des Frauen-Notrufs Wetterau e.V. in 2020 erheblich beeinträchtigt. Schon zu Beginn der Pandemiesituation wurde schnell deutlich, dass die coronabedingten Schutzmaßnahmen die Situation gewaltbetroffener Frauen, vor allem bei häuslicher Gewalt, zusätzlich erschweren und den Zugang zu Hilfemöglichkeiten behindern. Arbeiten im Homeoffice oder eine Quarantäne-Situation boten dem gewalttätigen Partner nahezu permanente Gelegenheit, Gewalt und Kontrolle auszuüben. Dies hinderte Frauen häufig daran, ein Beratungsangebot zu nutzen und in der Gewaltsituation Unterstützung zu bekommen. Dem Team des Frauen-Notrufs war es daher wichtig, einen einfachen, sicheren und vor allem beständigen Zugang zum Beratungsangebot aufrechtzuerhalten. Es wurden umgehend alle erforderlichen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und zur Anpassung der technischen Möglichkeiten durchgeführt, um Erreichbarkeit und Unterstützungsmöglichkeiten zu gewährleisten. Dank schneller Fördermaßnahmen und Spenden konnte die technische Ausrüstung erweitert werden, so dass schon bald mobiles Beraten und Arbeiten außerhalb der Beratungsstelle möglich waren. Gleichzeitig wurde zum Schutz der Gesundheit innerhalb der Beratungsstelle ein Hygienekonzept erstellt und umgesetzt. So konnte während der gesamten Lockdown-Phasen die Beratung von Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen oder bedroht waren, stattfinden.

Trotz der erschwerten Bedingungen haben sich im Jahr 2020 191 Frauen und drei Männer beraten lassen. Die überwiegende Anzahl kam aus dem Wetteraukreis. Es gab insgesamt 617 Beratungskontakte. Beratungsthemen waren: häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Stalking, die Gefahr von Zwangsheirat und digitale Gewalt.
Auch die medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung wurde von Betroffenen in Anspruch genommen. Nach einer versuchten oder vollendeten Vergewaltigung können sich Frauen und Mädchen – und auch Jungen und Männer – im Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim medizinisch versorgen und auf Wunsch eine vertrauliche Spurensicherung durchführen lassen, ohne eine Anzeige bei der Polizei erstatten zu müssen.

Insgesamt 12 vergewaltigte Frauen ließen sich medizinisch versorgen. Davon erfolgte die überwiegende Zahl der Untersuchungen mit Spurensicherung und polizeilicher Anzeige. Betroffen waren Frauen und Mädchen zwischen 15 und 49 Jahren. In den meisten Fällen gehörten die Täter zum Freundes- und Bekanntenkreis.

Es ist jedoch zu vermuten, dass sich viele betroffene Frauen und Mädchen nach einer Vergewaltigung nicht medizinisch versorgen ließen. Zudem kommt für viele Betroffene eine polizeiliche Anzeige nach einer Vergewaltigung nicht in Frage, da sie den Täter kennen und u.a. Angst vor möglicher Rache haben. Auch scheuen sich viele, sich einem belastenden Strafverfahren auszusetzen.

Hier bietet eine Beratung durch den Frauen-Notruf Wetterau e.V. eine wichtige Stabilisierungs- und Entscheidungshilfe. Die Beratung ist kostenlos und kann persönlich, telefonisch oder online erfolgen, auf Wunsch auch anonym. Betroffene Männer und Jungen können an entsprechende Fachstellen weitergeleitet werden.
Persönliche Beratung ist im Frauen-Notruf Wetterau e.V. derzeit nach Absprache und unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen möglich. Die Beratungsstelle ist täglich von 9:00 – 13:00 Uhr sowie mittwochs von 15:00 – 19:00 Uhr erreichbar und befindet sich in Nidda, Hinter dem Brauhaus 9. Nach Absprache können Beratungen auch außerhalb der Öffnungszeiten stattfinden.

Kontakt: Telefon 06043-4471, info@frauennotruf-wetterau.de oder über die geschützte Online-Beratung auf der Homepage. Weitere Informationen, auch mehrsprachig und in Leichter Sprache, finden Sie auf der Homepage unter: https://www.frauennotruf-wetterau.de.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2020: Zunahme der Häuslichen Gewalt in Hessen

Frauennotruf Wetterau

Letztes Jahr wurden insgesamt 10.013 Fälle von Häuslicher Gewalt erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 stellt dies eine Zunahme von 7,7 Prozent dar. Wie im Bund steigen die Zahlen seit 2014 auch in Hessen kontinuierlich an. Dies deutet auch auf ein verändertes Anzeigeverhalten hin, welches auch durch stetig verbesserte Beratungs- und Hilfsangebote für Opfer häuslicher Gewalt flankiert wird. 80 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt waren im vergangenen Jahr Frauen.

„Wer Opfer von häuslicher Gewalt wird, sollte sich umgehend helfen lassen. Die Polizei hat die Möglichkeit, Täter für bis zu 14 Tage der gemeinsamen Wohnung zu verweisen und auch ein Kontaktverbot auszusprechen. Opfer können diesen Zeitraum nutzen, um bei Gericht eine Schutzanordnung nach dem Gewaltschutzgesetz zu beantragen. Platzverweise werden erteilt und durchgesetzt. Trotz Corona-Regeln stehen Hotels und Pensionen für verwiesene Personen zu Verfügung“, sagte Landespolizeipräsident Roland Ullmann.

Aufgrund von Scham sowie der finanziellen Abhängigkeit der Opfer würden diese Delikte oft nicht angezeigt. Neben der Strafverfolgung setzt die hessische Polizei deshalb auch verstärkt auf präventive Maßnahmen, um die Betroffenen zu unterstützen und weitere Taten zu verhindern. Es bestehen zahlreiche Kooperationen mit Hilfeeinrichtungen in Hessen. Bereits im Polizeistudium werden die angehenden Beamtinnen und Beamten für das Thema sensibilisiert. Darüber hinaus gibt es speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar sind.

Quelle: Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

Zum Internationalen Frauentag fordert das Aktionsbündnis Wetterau Frauen auf, ihr Wahlrecht zu nutzen!

Frauennotruf Wetterau

#frauenwählt – EURE STIMME ZÄHLT!

Frauen, nutzt Eure Stimme bei den Kommunal- und Bundestagswahlen in diesem Jahr!

Nicht überall auf der Welt gibt es das Frauenwahlrecht – in Deutschland erst seit 1919.

Diese Aktion wird gefördert von den Partnerschaften für Demokratie Wetterau und BUNTerLEBEN.

Dem Aktionsbündnis gehören an:
die Frauenbeauftragten von Bad Nauheim, Friedberg und Karben, das Frauenzentrum Wetterau e. V., die FAB gGmbH für Frauen, Arbeit, Bildung, die Theater Regisseurin Veronika Brendel, der Frauen-Notruf Wetterau e.V., Frauen helfen Frauen Wetterau e.V., pro familia Friedberg, der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, die Partnerschaften für Demokratie leben Wetterau und BUNTerLEBEN. Weiterhin sind die Gesamtschule Konradsdorf und die Omas gegen Rechts an der Aktion beteiligt.

Zum Internationalen Frauentag fordert das Aktionsbündnis Wetterau gerechten Lohn für Frauen!

Frauennotruf Wetterau

Frauen sind systemrelevant, aber unterbezahlt!

Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch 21% weniger als Männer.

Der durchschnittliche Stundenlohn ist…
Männer 21,60 €
Frauen 17,09 €

Quelle: dpa/Statistisches Bundesamt

Diese Aktion wird gefördert von den Partnerschaften für Demokratie Wetterau und BUNTerLEBEN.

Dem Aktionsbündnis gehören an:
die Frauenbeauftragten von Bad Nauheim, Friedberg und Karben, das Frauenzentrum Wetterau e. V., die FAB gGmbH für Frauen, Arbeit, Bildung, die Theater Regisseurin Veronika Brendel, der Frauen-Notruf Wetterau e.V., Frauen helfen Frauen Wetterau e.V., pro familia Friedberg, der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, die Partnerschaften für Demokratie leben Wetterau und BUNTerLEBEN. Weiterhin sind die Gesamtschule Konradsdorf und die Omas gegen Rechts an der Aktion beteiligt.

Zum Internationalen Frauentag warnt das Aktionsbündnis Wetterau vor dem rechtspopulistischen Frauenbild und Rollenverständnis!

Frauennotruf Wetterau

Frauen am Herd – unbeschwert…

Der Rechtspopulismus will mit seinem rückständigen Frauenbild und seinen Familienvorstellungen von gestern Frauen wieder in enge Schranken weisen.

Frauen mussten sich ihre Beteiligung in allen gesellschaftlichen Bereichen hart erkämpfen – wir wollen die Zeit nicht zurückdrehen!

Diese Aktion wird gefördert von den Partnerschaften für Demokratie Wetterau und BUNTerLEBEN.

Dem Aktionsbündnis gehören an:
die Frauenbeauftragten von Bad Nauheim, Friedberg und Karben, das Frauenzentrum Wetterau e. V., die FAB gGmbH für Frauen, Arbeit, Bildung, die Theater Regisseurin Veronika Brendel, der Frauen-Notruf Wetterau e.V., Frauen helfen Frauen Wetterau e.V., pro familia Friedberg, der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, die Partnerschaften für Demokratie leben Wetterau und BUNTerLEBEN. Weiterhin sind die Gesamtschule Konradsdorf und die Omas gegen Rechts an der Aktion beteiligt.

Zum Internationalen Frauentag stellt das Aktionsbündnis Wetterau die Bedeutung der Arbeit von Frauen klar

Frauennotruf Wetterau

Wenn Frauen die Arbeit niederlegen, steht die Welt still!

Frauen leisten noch immer den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit (Haushalt, Kinder, Pflege von Angehörigen).

Im Durchschnitt wenden sie 52,4% mehr Zeit dafür auf als Männer.

Dazu kommen die hohen Frauenanteile in…
Pflegeberufen: 75%
Arzt-/Zahnarztpraxen: 87,4%
Kindergärten: 95,4%
Grundschulen: 76%

Diese Aktion wird gefördert von den Partnerschaften für Demokratie Wetterau und BUNTerLEBEN.

Dem Aktionsbündnis gehören an:
die Frauenbeauftragten von Bad Nauheim, Friedberg und Karben, das Frauenzentrum Wetterau e. V., die FAB gGmbH für Frauen, Arbeit, Bildung, die Theater Regisseurin Veronika Brendel, der Frauen-Notruf Wetterau e.V., Frauen helfen Frauen Wetterau e.V., pro familia Friedberg, der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, die Partnerschaften für Demokratie leben Wetterau und BUNTerLEBEN. Weiterhin sind die Gesamtschule Konradsdorf und die Omas gegen Rechts an der Aktion beteiligt.

Aktion zum Internationalen Frauentag am 8. März

Frauennotruf Wetterau

Zum Internationalen Frauentag fordert das Aktionsbündnis Wetterau ein gewaltfreies Leben für Frauen!

Lt. Bundeskriminalamt gibt es jährlich 140.000 Fälle partnerschaftlicher Gewalt.
In der Wetterau sind es ca. 450 Fälle im Jahr – die Dunkelziffer ist etwa 5mal so hoch.

Hilfe-Organisationen müssen durch die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention unterstützt werden.

Sie sind zuhause nicht sicher? Hilfe finden Sie hier:
Frauen-Notruf Wetterau: 06043-4471/ www.frauennotruf-wetterau.de
Frauen helfen Frauen Wetterau e.V.: 06031-166773/ frauenhaus-wetterau.de

Diese Aktion wird gefördert von den Partnerschaften für Demokratie Wetterau und BUNTerLEBEN.

Dem Aktionsbündnis gehören an:
die Frauenbeauftragten von Bad Nauheim, Friedberg und Karben, das Frauenzentrum Wetterau e. V., die FAB gGmbH für Frauen, Arbeit, Bildung, die Theater Regisseurin Veronika Brendel, der Frauen-Notruf Wetterau e.V., Frauen helfen Frauen Wetterau e.V., pro familia Friedberg, der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, die Partnerschaften für Demokratie leben Wetterau und BUNTerLEBEN. Weiterhin sind die Gesamtschule Konradsdorf und die Omas gegen Rechts an der Aktion beteiligt.

Bodenaufkleberaktion zum Internationalen Frauentag

Frauennotruf Wetterau

Wer am 8. März auf der Kaiserstraße etwas erledigt, wird nicht umhin können über einige große, bunte Bodenaufkleber zu stolpern. „Frauen wählt – Eure Stimme zählt! oder „Frauen – systemrelevant, aber unterbezahlt!“ ist da zu lesen. Das Wetterauer Aktionsbündnis macht zum 8. März mit einer groß angelegten Bodenaufkleberaktion auf die Rechte von Frauen und noch bestehende Benachteiligungen aufmerksam. An 12 Standorten werden hierfür Aufkleber zu verschiedenen Themen geklebt, wie z.B. die weiterhin bestehende Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern, das Recht auf ein gewaltfreies Leben oder die Aufwertung von Pflegeberufen und Care-Arbeit. Die Aufkleber sind in der Zeit vom 8. – 15. März zu sehen.

Zu finden sind diese an folgenden Orten:
In Nidda, Ortenberg und Ranstadt, in Karben vor dem Rathaus, der Neuen Mitte, dem Citycenter und dem dm, in Bad Nauheim in der Fußgängerzone, vor der Gesamtschule Konradsdorf in Ortenberg, in Echzell, Florstadt, Reichelsheim und Wölfersheim, in Bad Vilbel und an verschiedenen Stellen in Friedberg.

Neben dem Blick zurück geht es am Internationalen Frauentag vor allem um die Frage „Wo stehen wir heute?“ Nachdem über Jahrzehnte das Frauenwahlrecht erkämpft wurde und dies ein großer Meilenstein der Gleichberechtigung und Demokratie in Deutschland war, ist heute die Wahlbeteiligung insgesamt rückläufig. Einer der Aufkleber ruft Frauen daher dazu auf, ihr Wahlrecht für die kommenden Kommunalwahlen und die Bundes-tagswahlen im September zu nutzen. Auch die Forde-rungen nach Lohngerechtigkeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gewaltschutz und gleicher Teilhabe am politischen und gesellschaftlichen Leben wurden bisher nicht ausreichend eingelöst. Ein weiterer Aufkleber macht darauf aufmerksam, dass der in Europa wach-sende Rechtspopulismus mit einem rückständigen Frauenbild a la „Frauen an den Herd“ eine Gefahr für die Demokratie und damit auch für Frauenrechte darstellt.

Die Aktion des Wetterauer Aktionsbündnisses zum Internationalen Frauentag wurde von BUNTerLEBEN initiiert und wird von den Partnerschaften für Demokratie Wetterau und BUNTerLeben gefördert. „Wir können unsere Arbeit für eine vielfältige und geschlechtergerechte Gesellschaft nur voranbringen, wenn wir im öffentlichen Raum sichtbar sind. Die Aufkleber setzen ein buntes Zeichen und regen damit hoffentlich zum Nachdenken an“, bemerkt Rochsane Mentes, Fachstellenleiterin bei BUNTerLEBEN.

Dem Aktionsbündnis gehören an:
die Frauenbeauftragten von Bad Nauheim, Friedberg und Karben, das Frauenzentrum Wetterau e. V., die FAB gGmbH für Frauen Arbeit Bildung, die Theater Regisseurin Veronika Brendel, der Frauen-Notruf Wetterau e.V., Frauen helfen Frauen Wetterau e.V., pro familia Friedberg, der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, die Partnerschaften für Demokratie Wetterau und BUNTerLEBEN. Weiterhin sind die Gesamtschule Konradsdorf, der Elternbeirat der Ernst-Ludwig-Schule und die Omas gegen Rechts an der Aktion beteiligt.

Spende der CDU Nidda: Weniger Wahlplakate - dafür Spende an den Frauen-Notruf Wetterau e.V.

Frauennotruf Wetterau

Das Team vom Frauen-Notruf Wetterau bedankt sich sehr herzlich für die anerkennende Haltung der CDU Nidda und die großzügige Spende, die dem Vorschlag von CDU-Vorstandsmitglied Hans-Georg Lang zu verdanken ist.

„Wahlplakate und Wahlbanner sind zwar ein wichtiger Bestandteil der Wahlwerbung im Kommunalwahlkampf, aber wäre es nicht sinnvoll die Anzahl zu verringern und stattdessen den eingesparten Geldbetrag für einen gemeinnützigen Zweck zu spenden?“ fragte CDU-Vorstandsmitglied Hans-Georg Lang im Rahmen der Vorbereitung des Kommunalwahlkampfes. Diese Anregung nahm die CDU Nidda zum Anlass die Anzahl der Plakate um ein Drittel zu verringern, auf Bauzahn-Banner komplett zu verzichten und stattdessen die Arbeit des Frauen-Notrufes mit einer Spende in Höhe von 500 € zu unterstützen.

Im Rahmen der Spendenübergabe informierten sich die Vorstandsmitglieder des CDU-Stadtverbandes über die aktuelle Lage beim Frauen-Notruf in Nidda. Bereits im Sommer 2020 hatte die CDU Nidda ein Informationsgespräch mit dem Frauen-Notruf Wetterau e.V. geführt mit der Frage „Wie hat sich die Corona-Krise auf die Arbeit des Frauen-Notruf Wetterau e.V. ausgewirkt?“ geführt.

„Die im Sommer geschilderte Situation der Frauen und Mädchen hat uns sehr nachhaltig beschäftigt, denn es war uns nicht bewusst, wie hoch die Zahl von Gewalt in Partnerschaften ist", schildert die stellvertretende CDU-Stadtverbandsvorsitzende Adelheid Spruck, die damals gewonnenen Eindrücke. Und Brigitte Müller fragte, inwieweit es durch den nun schon langen Lockdown zu einer Zuspitzung von prekären Situationen in den Familien gekommen sei.

Christa Mansky, Leiterin des Frauen-Notrufs in Nidda, erläuterte, dass seit Ende 2020 eine deutlich erhöhte Nachfrage nach Unterstützung und Beratung festzustellen sei und dass sich diese Tendenz fortsetze. Die räumliche Situation des Frauen-Notrufs ins Nidda werde durch steigende Inanspruchnahme noch schwieriger. „Die Beratungsstelle ist zwar zentral gelegen, aber die Räumlichkeiten entsprechen nicht mehr den notwendigen Anforderungen. Die Räume sind beengt und auch nicht barrierefrei zugänglich. Auch fehlt ein Zimmer für eine Notaufnahme“, so Christa Mansky und für die vielfältigen Aufgaben und Anforderungen sei der Frauennotruf unterbesetzt. Auch die finanzielle Ausstattung sei schwierig, daher sei man dankbar für die großzügige Spende.

Hans-Georg Lang bedankte sich im Namen der CDU-Nidda für das informative Gespräch, aber auch für den außerordentlichen Einsatz aller Mitarbeiterinnen des Frauen-Notrufes in dieser schwierigen Zeit, in der immer mehr Frauen und Mädchen dort Hilfe und Unterstützung finden. „Die CDU Nidda ist immer gern Ihr Ansprechpartner und wird sich für die Belange des Frauen-Notrufs in Nidda einsetzen“, versicherten Adelheid Spruck und Brigitte Müller abschließend.

WIR SIND DA!

Frauennotruf Wetterau
Wir stehen Ihnen auch in Zeiten der Corona-Krise mit allen unseren Unterstützungsangeboten zur Verfügung.
Sie erreichen uns telefonisch 06043 4471 und/oder per E-Mail info@frauennotruf-wetterau.de
– auch zur Terminvereinbarung für eine persönliche Beratung –
oder
Sie nutzen unsere sichere Online-Beratung.

Wir wünschen Ihnen alles Gute – Bleiben Sie gesund!

Internationaler Frauentag: Bodenaufkleber – Aktion in 12 Städten und Gemeinden

Frauennotruf Wetterau

Wer am 8. März in Nidda etwas erledigt, wird über einige große, bunte Bodenaufkleber stolpern. „Frauen haben ein Recht auf gewaltfreies Leben!“ oder „Frauen wählt – Eure Stimme zählt!“ ist da zu lesen. Das Wetterauer Aktionsbündnis macht zum 8. März mit einer groß angelegten Bodenaufkleberaktion auf die Rechte von Frauen und noch bestehende Benachteiligungen aufmerksam. An 12 Standorten werden hierfür Aufkleber zu verschiedenen Themen geklebt, wie z.B. das Recht auf ein gewaltfreies Leben, die weiterhin bestehende Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern, die Aufwertung von Pflegeberufen und Care-Arbeit oder das rückständige Frauenbild a la „Frauen an den Herd“ des in Europa wachsenden Rechtspopulismus, der eine Gefahr für die Demokratie und damit auch für Frauenrechte darstellt. Die Aufkleber sind in der Zeit vom 8. – 15. März zu sehen.

Zu finden sind diese an folgenden Orten:
An verschiedenen Orten in Friedberg, Nidda, Ortenberg und Ranstadt, in Bad Nauheim in der Fußgängerzone, vor der Gesamtschule Konradsdorf, in Echzell, Florstadt, Reichelsheim und Wölfersheim, in Bad Vilbel und in Karben vor dem Rathaus und in der Neuen Mitte.
Die Aktion des Wetterauer Aktionsbündnisses zum Internationalen Frauentag wurde von BUNTerLEBEN initiiert und wird von den Partnerschaften für Demokratie Wetterau und BUNTerLeben gefördert.

Dem Aktionsbündnis gehören an:
die Frauenbeauftragten von Bad Nauheim, Friedberg und Karben, das Frauenzentrum Wetterau e. V., die FAB gGmbH für Frauen, Arbeit, Bildung, die Theater Regisseurin Veronika Brendel, der Frauen-Notruf Wetterau e.V., Frauen helfen Frauen Wetterau e.V., pro familia Friedberg, der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, die Partnerschaften für Demokratie leben Wetterau und BUNTerLEBEN. Weiterhin sind die Gesamtschule Konradsdorf und die Omas gegen Rechts an der Aktion beteiligt.

Happy New Year!

Frauennotruf Wetterau

Immer wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.
Möge die Tür des kommenden Jahres
den Weg zu Frieden, Glück und
Unbeschwertheit öffnen.

Das Team vom Frauen-Notruf Wetterau e.V. wünscht allen ein frohes, gesundes und inspirierendes neues Jahr!

Frauen unterstützen Frauen: Ein herzliches Dankeschön für die großzügige Spende des Zonta Club Nidda-Oberhessen!

Frauennotruf Wetterau

Die großzügige Spende des Zonta Club Nidda-Oberhessen von 1240 Euro war eine freudige Weihnachtsüberraschung für uns. Sie hilft uns sehr bei der Veröffentlichung einer Informationsbroschüre zum Thema Vergewaltigung. Herzlichen Dank dafür! Hier geht es zum Artikel im Kreis Anzeiger

Pressemitteilung Frauen helfen Frauen - Corona und häusliche Gewalt: Ansturm auf das Frauenhaus in Friedberg

Frauennotruf Wetterau

Illona Geupel, Leiterin des Friedberger Frauenhauses, berichtet über häusliche Gewalt und die Situation des Frauenhauses Friedberg während der Corona-Pandemie. Hier geht es zum Artikel in der Wetterauer Zeitung

4. Advent

Frauennotruf Wetterau

Das Team des Frauen-Notruf Wetterau e.V. wünscht allen einen besinnlichen und schönen 4. Advent

Orange Day in Ranstadt: Für eine Welt ohne Gewalt

Frauennotruf Wetterau

Auch die Gemeinde Ranstadt hat sich am “Orange Day” beteiligt, dem alljährlich am 25. November weltweit stattfindenden Gedenk- und Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Im frühen Dunkel des Spätherbsttages erstrahlte das Büro von Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel an zentraler Stelle des Rathauses in orangefarbenem Licht. “Die Gemeinde Ranstadt setzt damit ein Zeichen, gerade in Zeiten von Corona besonders aufmerksam gegenüber häuslicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu bleiben, nicht wegzuschauen, sondern zu helfen, nicht zu schweigen, sondern anzusprechen und sich anzuvertrauen”, sagte Reichert-Dietzel vor dem Rathaus und mit Blick auf dessen sanft erleuchtete Fassade. Der Ranstädter Hirsch ist im rechten Bogenfenster nur schemenhaft zu erkennen, tatsächlich strahlt das Wappentier in allen Regenbogenfarben. “Ein zusätzliches Zeichen für Vielfalt, gegenseitigen Respekt und Rücksichtnahme, den generellen Verzicht auf Gewalt und den Einsatz für unsere Demokratie”, betonte Reichert-Dietzel. (Wetterauer Zeitung, 26.11.2020)
Text und Foto: Inge Schneider

Inner Wheel Club Bad Nauheim-Friedberg: Orange gegen Gewalt an Frauen

Frauennotruf Wetterau

Mit Plakaten in knalligem Orange wird in Friedberg auf den “Orange Day” hingewiesen, der am Mittwoch, 25. November, begangen wird. Auf den Straßen der Innenstadt und in den Schaufenstern der Händler weisen die Plakate damit auf ein wichtiges Thema hin, denn mit ihrer Plakat-Aktion zum internationalen “Aktionstag gegen Gewalt an Frauen”, will der Inner Wheel Club Bad Nauheim-Friedberg einen Beitrag dazu leisten, um auf ein allgegenwärtiges und oftmals noch tabuisiertes gesellschaftliches Problem aufmerksam zu machen: Gut ein Drittel aller Frauen und Mädchen seien in ihrem Leben Gewalt beispielsweise in Form von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, Stalking, digitaler Gewalt, Gewalt im Namen der “Ehre” oder häuslicher Gewalt ausgesetzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Unterstützt durch die Stadt Friedberg und kommunale Hilfseinrichtungen, wie das Frauenhaus Wetterau, wollen die Inner-Wheelerinnen neben dem Erreichen einer allgemeinen Sensibilisierung für dieses wichtige Thema auch auf bestehende Hilfsangebote für Frauen, denen Gewalt angetan worden ist, hinweisen und damit Opfern Mut machen, sich zur Wehr zu setzen.

Partnerschaft könne für Frauen gefährlich sein, schreibt der Inner Wheel Club. “Der gefährlichste Ort für Frauen ist dabei der innerfamiliäre Bereich. Laut der gerade veröffentlichten Statistik des Bundesfamilienministeriums waren in Deutschland 2019 insgesamt 141 792 Menschen Opfer von Partnerschaftsgewalt. Knapp 115 000 Opfer davon waren weiblich. Die Dunkelziffer dürfte hier zudem um ein Vieles höher sein, da die Statistik lediglich die angezeigten Gewalttaten erfasst.” Viel zu oft werde gerade im Bereich der häuslichen Gewalt aber aus Angst und Scham geschwiegen, und leider werde nicht selten bei den Opfern selbst der Grund für die erlebte körperliche, verbale oder psychische Gewalt auch in eigenem “Fehlverhalten” gesehen.

Damit jeder Hilfe als seine Pflicht ansieht

Ziel der Aktionen des “Orange Day” am 25. November ist es, ein gesamtgesellschaftliches Umdenken zu erreichen, indem Gewalt an Frauen nicht als deren Privatproblem angesehen wird, sondern sich jede und jeder, die oder der die Gewalt bemerkt, zum Eingreifen und zur Hilfe verpflichtet fühlt. Als “weltweit größte eigenständige Frauen-Service-Club-Organisation, die neben Freundschaft und internationaler Verständigung insbesondere das Eintreten für soziale Belange zu ihren Zielen zählt”, sei es für Inner Wheel wichtig, die Ziele des Orange Day mit eigenen Beiträgen zu unterstützen.

Die Coronabeschränkungen machen den geplanten Informationsstand am 25. November auf dem Friedberger Elvis-Presley-Platz und die Abendveranstaltung im Alten Hallenbad zum Thema “Verbale Gewalt und Hass im Netz” unmöglich. Einzig die Plakataktion kann dank der Unterstützung der Stadt und zahlreicher Friedberger Einzelhändler umgesetzt werden,

Die Aktionen zum Orange Day werden auch in den nächsten Jahren immer am 25. November einen festen Platz bei den Aktivitäten des Inner Wheel Clubs Bad Nauheim-Friedberg haben. Wer sich hierfür oder für weitere Projekte des Clubs interessiert und sie unterstützen möchte, findet unter www.bad-nauheim-friedberg.innerwheel.de weitere Infos. (Wetterauer Zeitung, 22.11.2020)

Foto: PM
Vize-Präsidentin Antina Hübner (l.), Präsidentin Christa Carl (M.) und Vorstandsmitglied Sabine Ulrich vom Inner Wheel Club Bad Nauheim-Friedberg präsentieren eines der Orange-Day-Plakate.

Frauenseiten Wetterau: Infos rund um das Thema Gewaltschutz & Prävention im Wetteraukreis

Frauennotruf Wetterau

Im letzten Jahr gab es im Wetteraukreis fast 400 Fälle häuslicher Gewalt, die statistisch von der Polizei erfasst wurden. Die Dunkelziffer dürfte jedoch weitaus höher liegen. Gewalt gegen Frauen ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen. Sie ist ein globales Problem und kann überall auftreten: in jedem Land, auf der Straße oder Zuhause und auch in unserer Nachbarschaft.

Am 25. November rufen die Vereinten Nationen mit dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ weltweit Menschen und Institutionen auf, sich gegen Gewalt an Frauen einzusetzen. Auch im Wetteraukreis waren viele Aktionen geplant, um auf das Thema aufmerksam zu machen und Betroffene über Hilfsangebote zu informieren. Coronabedingt müssen viele nun abgesagt oder verlegt werden. Dennoch finden Sie viele Infos rund um das Thema Gewaltschutz & Prävention im Wetteraukreis auf den Frauenseiten Wetterau
Foto: Frauenseiten Wetterau

Pressemitteilung des Bündnis Istanbul-Konvention: Bessere Unterstützung für alle gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen

Frauennotruf Wetterau

24.11.2020
Noch immer werden nicht alle Frauen und Mädchen in Deutschland effektiv vor Gewalt geschützt, kritisiert das zivilgesellschaftliche Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2019 einen Anstieg der häuslichen Gewalt aus. Jeden dritten Tag tötet ein Mann in Deutschland seine (Ex-) Partner*in, jeden Tag versucht es einer. Diese Femizide sind verhinderbar, betonen die Expert*innen. Sie bemängeln weiterhin, dass vor allem das Recht von marginalisierten Frauen und Mädchen auf Schutz und Unterstützung nicht ausreichend umgesetzt wird.

Im Bündnis Istanbul-Konvention haben sich über 20 der wichtigsten Frauenrechts- und Gewaltschutzorganisationen sowie Expert*innen mit einem Schwerpunkt zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen zusammengeschlossen. Gemeinsam fordern sie die Bundesregierung auf, Gewaltschutz über die Ressorts hinweg zur politischen Priorität zu machen. Für die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention muss eine mit klarem Mandat und politischen Kompetenzen ausgestattete Koordinierungsstelle eingerichtet werden. Die Bundesregierung sollte außerdem eine einheitliche und effektive Gesamtstrategie im Sinne der Istanbul-Konvention entwerfen und diese mit entsprechenden personellen und finanziellen Mitteln ausstatten, fordert das Bündnis. Diese muss neben Schutzmaßnahmen auch präventive Maßnahmen enthalten, die auch die Ursachen von geschlechtsspezifischer Gewalt in den Blick nehmen und somit nachhaltig wirksam sein können.

Mit Inkrafttreten der Istanbul-Konvention in Deutschland vor rund drei Jahren hat sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, Gewalt gegen Frauen und Mädchen nachhaltig zu verhindern und zu bekämpfen, die Betroffenen durch umfassende Präventionsmaßnahmen zu schützen und zu unterstützen. Das Abkommen hat weitreichende Konsequenzen auf der Bundes-, Länder- und der kommunalen Ebene und für viele verschiedene Bereiche von der Kultur- bis zur Gesundheitspolitik. Trotz wichtiger Initiativen des Bundesfrauenministeriums und stärkerer Fokussierung auf das Thema, mangelt es noch immer an ganzheitlichen politischen Maßnahmen und einer Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Die Verantwortlichkeit der Bundesministerien ist unklar, die Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen, auch zu sexualisierter Gewalt, bleibt unzureichend. Hinzu kommt, dass die Schutz- und Unterstützungsangebote, auch für Mädchen, mangelhaft sind, und die politischen Maßnahmen nicht auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, bemängelt das Bündnis. Vor diesem Hintergrund setzt das BIK große Hoffnung in die Monitoringstelle, deren Konzept gerade entwickelt wird. Das Bündnis fordert hierbei hohe Beteiligungsmöglichkeiten, damit in Zukunft bedarfsgerechte Maßnahmen für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder in Deutschland erfolgen.

Die Istanbul-Konvention betont den besonderen Schutz marginalisierter Personen und stellt sich gegen Diskriminierung. Wir sind noch weit davon entfernt, dass alle Frauen und Mädchen gleichermaßen Zugang zu Unterstützung und Schutz erhalten. Dies gilt beispielsweise für wohnungslose Frauen und LBTI* Personen. Nach wie vor findet sich auch kein Gewaltschutzkonzept für Frauen und Mädchen mit Behinderungen. Das BIK kritisiert insbesondere den Vorbehalt der Bundesregierung gegen Artikel 59 (2) und (3), weil dieser gewaltbetroffene migrierte und geflüchtete Frauen daran hindert, einen Aufenthaltstitel zu erhalten. Das Bündnis fordert, diese eklatante Ablehnung des Gewaltschutzes für Migrantinnen zu beheben.

Aktuell erarbeitet das BIK einen Schattenbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland und reagiert so auf die bestehenden Missstände mit direkten Handlungsempfehlungen. Der Bericht wird im Frühjahr 2021 veröffentlicht.

Mitgliedsorganisationen: BAG Autonome Mädchenhäuser, BAG Forsa e.V., BAG kommunaler Frauenbüros, BAG Täterarbeit e.V., BAG Wohnungslosenhilfe e.V., bff – Frauen gegen Gewalt e.V., BIG e.V., BVFeSt e.V., DaMigra e.V., Deutscher Frauenrat e.V., djb e.V., Frauenhauskoordinierung e.V., gesine intervention, JUMEN, KOK e.V., S.I.G.N.A.L. e. V., MIA e.V., medica mondiale e.V., Weibernetz e. V., Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser

Beratende Expert*innen: Prof. Dr. Ariane Brenssell, Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel; Karin Heisecke, politische Beraterin und Expertin zu Gewalt gegen Frauen; Dr. Monika Schröttle, Forschungs- und Beobachtungsstelle Geschlecht, Gewalt, Menschenrechte (FOBES) am Institut für empirische Soziologie, Nürnberg

Pressekontakt für das Bündnis: Dr. Carolin Anthes, Koordinatorin Bündnis Istanbul-Konvention,
030 204569-17, anthes@frauenrat.de

Die Pressemitteilung ist hier als PDF herunterzuladen

Forderungen zur Finanzierung der Hilfestrukturen für von Gewalt betroffene Frauen und ihren Kindern

Frauennotruf Wetterau

Unser Bundesverband für Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe bff: hat zusammen mit der Zentralen Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser ZIF und dem Paritätischen Gesamtverband ein gemeinsames Eckpunktepapier zur Finanzierung der Hilfestrukturen für von Gewalt betroffene Frauen und ihren Kindern veröffentlicht. Diese bieten die Grundlage, ein tragfähiges und auskömmliches Finanzierungskonzept des Gewaltschutzes zu realisieren.

Das Papier enthält zentrale Forderungen zur finanziellen Ausstattung von Fachberatungsstellen, Schutzwohnungen und Frauenhäusern. Sehr viele der Einrichtungen sind seit Jahren unterfinanziert; gewaltbetroffene Frauen und Kinder erhalten zu oft keine spezialisierte Hilfe und Unterstützung, obwohl das die Istanbul-Konvention klar fordert.

Die beteiligten Organisationen wollen mit dem Eckpunktepapier einen Beitrag zur aktuellen politischen Debatte um die Ausgestaltung der Hilfestrukturen in Deutschland leisten. Das Eckpunktepapier richtet sich primär an politisch Verantwortliche auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene. Denn der Schutz vor Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der sich alle staatlichen Ebenen beteiligen müssen. Das Eckpunktepapier ist hier als PDF herunterzuladen

Soroptimistinnen Bad Nauheim: Aufgeben gibt es nicht!

Frauennotruf Wetterau

Die Bierdeckel sollen aufrütteln und helfen. Ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Die Soroptimistinnen Bad Nauheim und viele Wetterauer Gastronome hatten eine erneute Aktion bereits geplant. Doch jetzt stellt der Lockdown alle vor große Herausforderungen. Bierdeckel in einer Woche zu den “Orange Days” in Restaurants auszulegen geht nicht – aber aufgeben – das ist keine Option.

Die Botschaft steht auf Bierdeckeln: ""SI Club Bad Nauheim und Wetterauer Gastronom*innen" sagen NEIN zu Gewalt gegen Frauen". Der Soroptimistinnen Club Bad Nauheim hat diese einmalige Bierdeckel-Aktion letztes Jahr ins Leben gerufen und einen immensen Erfolg erzielt. Vor Ort mit den Gastronomen und natürlich für die betroffenen Frauen. Aber auch im Soroptimistinnen-Club selber: Die Aktion ist deutschlandweit zum Projekt des Monats gewählt worden.

Die jetzige Schließung von Restaurants und Kneipen stellt Präsidentin Georgette Storbeck und ihren Club vor große Herausforderungen: Alle wollen die “Orange Days”, die vom 25. November bis 10. Dezember weltweit auf das Problem von Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen, natürlich wieder unterstützen. Da ist Einfallsreichtum und viel Geduld gefragt. Alle hoffen auf den 1. Dezember. Auch die Wetterauer Gastwirte. “Einige Restaurants, die im letzten Jahr engagiert dabei waren, mussten wegen Corona bereits schließen. Diejenigen, die noch da sind, machen wieder mit”, sagt Storbeck.

Das heißt, die Soroptimistinnen Bad Nauheim haben wieder zahlreiche orange Bierdeckel und bereits Plakate drucken lassen und wollten diese eigentlich ab dem 25. November in Restaurants und Kneipen auslegen. Obwohl es sehr unsicher ist, ob und wann es zu Lockerungen kommen kann, hoffen alle auf Dezember und das Ende des zweiten Lockdowns. Allen Gastronomen liegt die Aktion am Herzen. Wie Evelyn Zielke vom Bad Nauheimer Hotel Rosenau: “Selbstverständlich machen wir wieder mit. Gerade in Corona-Zeiten wird das Thema Gewalt wieder brisanter.” Das sieht auch Hans Fertsch von der Weinhandlung Fertsch so: “Durch die Aktion können wir Menschen verschiedene Coleur ins Gespräch bringen.”

Mit der “Bierdeckel”-Aktion haben die Soroptimistinnen im vergangenen Jahr viel erreicht. Betroffenen Frauen wurde über Beratungsstellen geholfen, und viele sind auf das Problem aufmerksam geworden. Das haben die Soroptimistinnen durch Feedback und eine Evaluation erfahren. Einige Gastwirte kamen mit Gästen über die Problematik ins Gespräch, viele Bierdeckel wurden mitgenommen – zum Weiterreichen an Betroffene oder sogar für den “eigenen Bedarf”. “Eine Kellnerin hat mir erzählt, dass Ihre Schwester einen der Bierdeckel in der Schublade liegen hatte und ihn vor Kurzem einer Bekannten gab, die dringend ein solches dort aufgedrucktes Hilfsangebot brauchte”, berichtet Storbeck.

Genau das ist das Ziel der Aktion: Auf das Problem aufmerksam machen und unkompliziert Hilfe anbieten.

Werbetrommel im Ostkreis

Hier kommt in diesem Jahr der Frauennotruf aus Nidda wieder dazu. Diese Anlaufstelle beteiligt sich erneut an der Aktion und hat in den vergangenen Monaten “die Werbetrommel im Ostkreis gerührt”, wie Storbeck sagt. Drei weitere Gastronomen seien dadurch hinzugekommen.

Das Bad Nauheimer Projekt kam auf Clubebene Soroptimist International Deutschland so gut an, dass es zum Projekt des Monats Oktober gewählt worden ist. “Das hat unsere Erwartungen komplett übertroffen”, sagt Storbeck. Von all der Arbeit, die die Bad Nauheimerinnen in das Projekt investiert haben, profitieren nun andere Clubs deutschlandweit – und somit die betroffenen Frauen am jeweiligen Ort.

Das Bad Nauheimer Team hofft, im Dezember starten zu können und das Projekt mit den Gastronomen über den 10. Dezember hinaus verlängern zu können. “Das Thema muss unbedingt auf der Agenda bleiben”, bekräftigt Georgette Storbeck. (Wetterauer Zeitung, 20.11.2020)

Foto: PV/ARCHIV
Gemeinsam für die Aktion “Nein zu Gewalt gegen Frauen” engagieren sich neben vielen anderen Wetterauerinnen und Wetterauern (v. l.) Evelyn Zielke vom Hotel Rosenau in Bad Nauheim, Hans Fertsch von der Bad Nauheimer Weinhandlung Fertsch und Georgette Storbeck, die Präsidentin des Soroptimistinnen Club Bad Nauheim.

"frei leben – ohne Gewalt" - Am 25. November 2020 erinnert die blaue Fahne vor dem Rathaus an den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“

Frauennotruf Wetterau

Weltweit organisieren Frauenprojekte und Initiativen, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen einsetzen, am 25. November den Aktionstag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Auch von staatlicher Seite wird zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen.

Um auf diesen Aktionstag aufmerksam zu machen, werden vor den Rathäusern in Nidda und Ortenberg die Fahnen “frei leben – ohne Gewalt” der Menschenrechtsorganisation “TERRE DES FEMMES” gehisst.

Der Aktionstag erinnert an die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung der drei prominenten Schwestern Mirabal im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo. Dieses populäre Beispiel steht stellvertretend für die sexuelle, politische und kulturelle Gewalt Trujillos gegenüber Frauen. 1981 wurde der 25. November von lateinamerikanischen und karibischen Feministinnen zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen.