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Hilfe für Frauen und Mädchen bei körperlicher, seelischer und/oder sexualisierter Gewalt.


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News

Informieren und bestärken

Gewaltschutz: Mehrsprachige Plakatreihe des Wetteraukreises soll Frauen mit Migrationshintergrund über ihre Rechte informieren
Landrat Weckler stellt Plakatreihe zu Gewalt-schutz in Flüchtlingsunterkünften für Frauen vor

Wetteraukreis (pdw).“Niemand darf….mich einsperren oder kontrollieren“. In der Gemeinschaftsunterkunft „Über dem Wehrbach“ in Friedberg stellte Landrat Jan Weckler eine Plakatreihe der Bildungskoordinatorin Anna Möller zum Thema Gewaltschutz für Frauen aller Herkunftsländer vor. Unterstützt wurde sie dabei von den Beratungsstellen Frauenhaus und Frauen-Notruf sowie dem Fachdienst Frauen und Chancengleichheit und der Fachstelle Migrati-on Steuerung des Wetteraukreises.

Die Idee zu der Plakatreihe entstand aus dem Projekt „Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften“ heraus, welches der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit gemeinsam mit der Fachstelle Migration Steuerung bereits 2017 durchgeführt hat. Indem festgestellt wurde, dass es insbesondere für Frauen noch Aufklärungsbedarf gibt.

Landrat Jan Weckler begrüßt die Kampagne „Uns ist es ein besonderes Anliegen im Wetteraukreis, Frauen über ihre Rechte zu informieren und sie darin zu bestärken sie einzufordern. Hierfür hat die Bildungskoordinatorin die mehrsprachige Plakatreihe gemeinsam mit den Beratungsstellen aus dem Wetteraukreis entwickelt.“

Häusliche Gewalt betrifft alle Bevölkerungsschichten und jede 4. Frau ist davon betroffen. Mehr als 80 Prozent der Opfer von Häuslicher Gewalt sind Frauen, und mit Ihnen auch die Kinder, die oftmals Zeugen davon werden.
Anders als im privaten Umfeld, bekommen Mitarbeitende und Bewohner/innen in Gemeinschaftsunterkünften die Gewalt häufig mit und wissen dann nicht, was zu tun ist. Die Frauen in den Unterkünften sprechen wenig oder kein Deutsch, kennen die Hilfen und ihre Rechte nicht, die Ihnen zustehen. Daher sind die Frauen in Gemeinschaftsunterkünften besonders schutzbedürftig.

„Wir wollen die Frauen bestärken sich Hilfe zu suchen und gleichzeitig allgemein über ihre Rechte in Deutschland informieren. Und damit wir möglichst viele Frauen erreichen, haben wir uns für zweisprachige Plakate mit zusätzlichen Piktogrammen entschiedenen“, so Bildungskoordinatorin Anna Möller.
Die Plakate sind immer in Deutsch und einer weiteren Sprache. Für den Anfang gibt es sie in Englisch, Französisch, Arabisch und Tigrinja.

„Es ist wichtig, dass die Hilfsangebote, die es gibt und die Handlungsmöglichkeiten bekannter werden und auch von Migrant/innen genutzt werden“, sagt Ilona Geupel von der Beratungs- und Interventionsstelle Frauen helfen Frauen e.V. in Friedberg. Dies gilt nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für alle die mit der Zielgruppe arbeiten, sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt.
Daher werden die Plakate neben den Gemeinschaftsunterkünften auch an öffentlichen zugänglichen Orten, in den Kommunen und bei Sprachkursträgern ausgehängt, um möglichst vie-le Menschen zu erreichen.

Die Plakatreihe soll aufklären und informieren, zugleich aber auch die Frauen an das Thema Selbstbestimmung heran führen. „Wir wissen, dass die Plakate nur ein Baustein sind, um Frauen zu erreichen und ermutigen, sich Hilfe zu suchen“, sagt Cäcilia Schlocker vom Frauen-Notruf in Nidda.

Wer die Plakate in seiner Institution aufhängen möchte, kann sich bei der Bildungskoordinatorin Anna Möller melden unter: anna.moeller@wetteraukreis.de

Die Bildungskoordination im Wetteraukreis wird vom Bundes-ministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der „Transferinitiative kommunales Bildungsmanagement“ finanziert.

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Von Frauen für Frauen

Das Unternehmerinnen-Netzwerk “Aufgeweckt” spendet 500 Euro an den Frauen-Notruf Wetterau.
“Wir wollen Frauen und Mädchen unterstützen, die körperlicher, seelischer und/oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren”, betonte die stellvertretende Vorsitzende des Unternehmerinnen-Netzwerks Wetterau, Jasna Patricia Müller, bei der Überreichung eines Schecks von 500 Euro an den Frauen-Notruf Wetterau. Die Leiterin des Frauen-Notrufs, Christa Mansky, zeigte sich sehr erfreut, denn mit der Spende kann noch vor Jahresende von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen geholfen werden. “Gerade in der kalten Jahreszeit ist dies eine mehr als willkommene finanzielle Unterstützung.”
Betroffene kommen oftmals nur mit wenig Habseligkeiten und in Begleitung ihrer Kinder zum Frauen-Notruf. Jede noch so kleine Spende wird dann zum wahren Segen, der aus wirklicher Not helfen kann. Das Unternehmerinnen-Netzwerk sammelt regelmäßig bei den “Aufgeweckt”-Vorträgen Spenden für einen sozialen Zweck ein. In diesem Jahr hatte der Verein entschieden, ein weiteres Mal dem Frauen-Notruf eine Spende zukommen zu lassen.
Die gesammelten Beträge wurden dabei von “Aufgeweckt” auf 500 Euro aufgestockt. Das unabhängige Unternehmerinnen-Netzwerk Wetterau “Aufgeweckt” ist ein Zusammenschluss von Inhaberinnen kleiner und mittelständischer Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen.
Zweck des Vereins ist die berufs- und branchenübergreifende Förderung von Unternehmerinnen und Gründerinnen. Dabei steht insbesondere die gegenseitige Beratung und Unterstützung im Vordergrund. Auch der Austausch und die Erarbeitung von Konzepten und Strategien zur Führung und dem Ausbau eigener Unternehmen stehen immer wieder im Fokus.
Die Mitglieder treffen sich jeden ersten Montag im Monat zum gegenseitigen Austausch und zum Netzwerken in der Rosbacher Wasserburg, Haingraben 17. Gäste sind an diesem Tag jederzeit willkommen.
[Kreisanzeiger, 26.11.2019]

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