Herzlich Willkommen
beim Frauen-Notruf Wetterau e.V.

Beratungs- und Interventionsstelle

Hilfe für Frauen und Mädchen bei körperlicher, seelischer und/oder sexualisierter Gewalt.


So erreichen Sie uns:


06043 - 44 71



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Akutversorgung

Help after sexual violence

Medizinische Hilfe und Spurensicherung nach einer Vergewaltigung mit oder ohne vorheriger Anzeige.

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Suse

Wir stärken Frauen und Mädchen mit Behinderung, die Gewalt erleben oder erlebt haben.

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Termine

Hier finden Sie Termine des FrauenNotruf und weitere Termine zu unseren Themen

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News

Fachtag "Heartbeat" - sexuelle Gewalt unter Jugendlichen - 29.11.2018

Die erste Verliebtheit/Liebe im Teenageralter prägt für das weitere Leben. Leider sind die ersten Flirts und Liebesbeziehungen nicht immer schön. Fachleute aus der Jugendarbeit, Lehrerinnen und Lehrer berichten von zunehmenden Grenzverletzungen und sexueller Gewalt unter Jugendlichen. Eine aktuelle Studie der Phillipps-Universität Marburg bestätigt diesen Eindruck. Die Rede ist von Beleidigungen oder Lästern in Gruppenchats, Eifersucht und Kontrolle durch den Freund oder die Freundin, das Weiterschicken von Nacktbildern bis hin zu sexueller Nötigung und körperlicher Gewalt, wie Schlagen, Schubsen, Treten usw.

Präventionsangebote und Schutzkonzepte in der Jugendarbeit beschäftigten sich bisher vor allem mit sexualisierten Gewalttaten, die von Erwachsenen ausgeübt werden. Aktuelle Studien wie die SPEAK! – Studie zeigen, dass Grenzverletzungen und sexuelle Übergriffe aber besonders häufig unter Gleichaltrigen stattfinden.

Der Fachtag HEARTBEAT beschäftigt sich mit den Fragen:

• wie das Problem der sexualisierten Peer-Gewalt einzuordnen ist. Welche sexuellen Gewalterfahrungen machen Jungen und Mädchen im Umgang mit Gleichaltrigen und welche Rolle spielt das Geschlechterverhältnis? Wie bestimmen Jugendliche Grenzen und Grenzüberschreitungen? (SPEAK-Studie)

• was pädagogische Fachkräfte tun können, um eine Kultur des Hinsehens und der Aufmerksamkeit zu entwickeln und die Sicherheit und das Wohlergehen aller Jugendlichen zu gewährleisten

• wie es gelingt, die Sichtweisen Jugendlicher zu Sexualität und Grenzverletzungen einzubeziehen

• welche kreativen Möglichkeiten es gibt, junge Menschen darin zu bestärken ihre eigenen Grenzen und Grenzverletzungen zu erkennen und klar zu benennen

Beim Fachtag “Heartbeat” sind Mitarbeiterinnen aus den Jugendeinrichtungen, der Schulsozialrbeit sowie Lehrerinnen und Lehrer herzlich eingeladen, mehr über aktuelle Forschungsergebnisse und erste Präventionsansätze zu erfahren bzw. in Workshops selbst auszuprobieren. Das Wetterauer Präventionsprojekt “Heartbeat”, bei dem sich Jugendliche im Rahmen von Kunst-Workshops (Tanzen, Theater, Malen) kreativ mit Ihren Gefühlen, Werten und Einstellungen in Bezug auf Liebe und Partnerschaft auseinandergesetzt haben, wird mit einer kleinen Filmpräsentation vorgestellt.

Bitte beachten Sie den Anmeldeschluss: 20.11.2018.

Fachtag “Heartbeat” – Umgang mit sexueller Gewalt und Grenzverletzungen unter Jugendlichen
am 29. November von 9 – 15 Uhr
im Kreishaus, Plenarsaal in Friedberg
Mehr Infos bekommen Sie bei: Fachdienst Frauen und Chancengleichheit – Claudia Taphorn und Sarah Parrish, Tel. 06031/83 5301
sarah.parrish@wetteraukreis.de
claudia.taphorn@wetteraukreis.de

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Vernissage der Ausstellung "Kunst zu Gewalt gegen Frauen" in Büdingen

Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch (5. von li.) mit den Künstlerinnen und dem Künstler

Der Frauen-Notruf Wetterau e.V. blickt auf sein 30-jähriges Bestehen zurück. Zu diesem Anlass hatte der Verein vor einem Jahr Künstlerinnen und Künstler aufgerufen, das Thema Gewalt gegen Frauen kreativ umzusetzen. Das Echo war größer als erwartet, es entstand eine Fülle an Bildern, Skulpturen und Installationen, die nach Friedberg nun auch in Büdingen zu sehen ist. Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch hat die Ausstellung in der Kreisverwaltung in Büdingen eröffnet.
Die Bilder, Skulpturen und Installationen, die aus der Beschäftigung mit dem Thema Gewalt gegen Frauen entstanden, erzeugen beim Betrachter Betroffenheit. Sie drücken Wut, Bestürzung und Trauer aber auch Hoffnung und Rückkehr ins Leben aus. Die Ausstellung will auf das vielfach noch tabuisierte Thema aufmerksam machen und dafür sensibilisieren.
„Sie haben Pionierarbeit für uns Frauen geleistet“, bedankte sich Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch bei den anwesenden Mitarbeiterinnen und Vorstandsfrauen des Frauen-Notruf. „Noch in den 1950er und 1960er Jahren war es in der medialen Berichterstattung grundsätzlich die Frau, die an einem Übergriff schuld war. Sie war zu aufreizend gekleidet, zu freizügig, hieß es oft. Dass sich diese Sichtweise immerhin schon ein Stück verändert hat ist vielen aktiven Frauen zu verdanken.“ Kein Grund zum Jubel, denn die Sozialdezernentin wies auf die hohe Dunkelziffer der nicht angezeigten Gewaltfälle hin. „Na ja, das wird schon, er hat sich ja entschuldigt“, dies sei von Frauen auch heute noch immer wieder zu hören. „Wir dürfen nicht nachlassen in unserem Engagement. Unsere Töchter und Enkeltöchter sollen frei darüber reden und auch den Täter, der sie verletzt hat, benennen können.“ Sie versprach, gemeinsam mit dem Frauen-Notruf an der Seite der Frauen und mit Frauen weiter für deren Rechte einzustehen.
Renate Fleischer-Neumann, eine der drei Vorstandsfrauen, warf in ihrer Begrüßung einen Blick zurück auf die Anfänge des Frauen-Notruf, den großen privaten Einsatz, der vom Verein geleistet wurde, die Diskriminierung und Anfeindungen.
Die Ausstellung Kunst zu Gewalt gegen Frauen wird bis 16. November in der Kreisverwaltung in Büdingen, Berliner Straße 31 zu sehen sein.

Foto und Text: Wetteraukreis

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