Herzlich Willkommen beim Frauen-Notruf Wetterau e.V.

Beratungs- und Interventionsstelle

Hilfe für Frauen, Mädchen und Trans* bei körperlicher, seelischer und/oder sexualisierter Gewalt.



So erreichen Sie uns:


06043 - 44 71



Online-Beratung


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Inklusives Projekt: Gemeinsam gegen Gewalt


Infos über Hilfen zum Schutz vor Gewalt

Wir sind eine inklusive Arbeits-Gruppe vom Suse Netzwerk in der Wetterau.
Unser Ziel ist: Es soll weniger Gewalt gegen Frauen mit Einschränkungen geben.
Wir wollen über Gewalt-Schutz informieren.
Die Infos sind für Frauen und Männer.
Die Infos sind für Menschen mit und ohne Einschränkungen.

Infos dazu finden Sie hier.

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Akutversorgung

Help after sexual violence

Medizinische Hilfe und Spurensicherung nach einer Vergewaltigung mit oder ohne vorheriger Anzeige.

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Suse

Wir stärken Frauen und Mädchen mit Behinderung, die Gewalt erleben oder erlebt haben.

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Termine

Hier finden Sie Termine des Frauen-Notrufs Wetterau e.V. und weitere Termine zu unseren Themen

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News

Wir suchen eine Präventionsfachkraft

Frauennotruf Wetterau

Wir, der Frauen-Notruf Wetterau e. V. suchen als Fachberatungsstelle für Frauen und Mädchen, die von physischer, psychischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen sind oder waren, Verstärkung für unser Team durch eine Präventionsfachkraft.

Teilzeitstelle, 20 Stunden Wochenarbeitszeit – auf 1 Jahr befristet
Auch in freier Mitarbeit auf Honorarbasis möglich

Ihnen ist es wichtig, mit feministischer Grundhaltung frauenpolitische Arbeit zu leisten. Sie haben den Anspruch, an gesellschaftlichen Veränderungsprozessen mitzuwirken. Dann sind Sie bei uns im Team richtig. Der Fokus Ihrer Arbeit liegt dabei auf Prävention in Projektarbeit.

Wir arbeiten mit Projekten im Gewaltschutz von Frauen und Mädchen, und dabei auch mit Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigung und/oder Flucht- bzw. Zuwanderungserfahrung.

Zu Ihren Aufgaben gehören:
o Entwicklung, Initiierung und Umsetzung von Projekten zur Prävention in den Bereichen:
a) Kinder und Jugendliche bei Häuslicher Gewalt
b) sexualisierte Gewalt bei Jugendlichen
c) Gewalt in der ersten Partnerschaft
o Vortrags- und Öffentlichkeitsarbeit zur Bewusstseinsbildung zu geschlechtsspezifischer Gewalt und geschlechtsspezifischen Rollenklischees

Wir wünschen uns:
o ein sozialpädagogisches oder für das Aufgabenfeld vergleichbares Hochschulstudium
o Erfahrung in Öffentlichkeits- und Konzeptarbeit, strategischem Gestalten, Projektleitung und im Netzwerken
o Kenntnisse in der Thematik der geschlechtsspezifischen Gewalt gegen Frauen und Mädchen
o Mobilität mit eigenem PKW

Wir bieten:
o interdisziplinäres lebendiges Frauenteam im wertschätzenden Miteinander
o selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten
o Supervision
o Bezahlung in Anlehnung an TvöD

Einstellungstermin nach Absprache. Bewerbungen ab sofort.

Wir begrüßen Bewerbungen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller Identität, Behinderung und/oder körperlicher Einschränkung. Die Räume des Frauen-Notrufes Wetterau e. V. sind leider für Menschen mit einer Gehbehinderung nicht uneingeschränkt zugänglich.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung per E-Mail oder schriftlich:
Frauen-Notruf Wetterau e. V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda

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Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – SPD-Bundestagskandidatin zu Besuch bei Frauen-Notruf Wetterau e.V.

Frauennotruf Wetterau

In den Räumlichkeiten des Frauen-Notrufs Wetterau in Nidda informierte sich die SPD-Bundestagskandidatin und Kreistagsabgeordnete Natalie Pawlik gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten und SPD Wetterau Vorsitzenden Lisa Gnadl sowie der stellvertretenden Vorsitzenden der Niddaer SPD, Laura Lobo-Massaro bei den Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs Christa Mansky, Jeanette Stragies und Anne Hantschel über die Arbeit des Frauennotrufs und die Entwicklungen im Bereich Gewalt gegen Frauen während der Corona-Pandemie.

Die Beratungs- und Interventionsstelle für Frauen und Mädchen, die sexualisierte, körperliche oder psychische Gewalt erlebt haben, hat während der Pandemie viel erlebt. „Während des ersten Lockdowns war es still, danach haben die Zahlen enorm angezogen. Nach dem zweiten Lockdown hat die Anzahl der hilfesuchenden Frauen nochmals zugenommen. Der Beratungsauftrag im ersten Halbjahr 2021 stieg explosionsartig, so eine hohe Anfrage hatten wir noch nie – und anhand der Zahlen kann man jetzt schon sagen: es wird weiter steigen“, erzählt Christa Mansky, auf ihre jahrzehntelangen Erfahrungen zurückblickend. „Man hat gemerkt: Anfangs versuchten Frauen sich noch in der Situation zu orientieren, als sie gleichzeitig mit ihren Partnern zu Hause waren und fast keine Möglichkeiten bestanden Hilfe zu holen. Es gab häufig noch die Idee „es hört bald wieder auf“. Das hat es aber nicht. Jetzt ist der Ansturm riesig und die Frauen wollen akut weg, raus aus der Gefahrensituation im eigenen Zuhause“, ergänzt Jeanette Stragies aus den Erlebnissen der Beratungs- und Hilfearbeit in den letzten Wochen. Bei den Hilfesuchenden seien sämtliche Altersstrukturen und die ethnische und soziale Herkunft sei breit gefächert.

„Wir sind mit den Angeboten im Wetteraukreis nicht schlecht aufgestellt, aber wenn man genauer hinschaut, wird deutlich wie viel auch fehlt. Losgelöst von Corona wäre eine bedarfsgerechte Betreuung für 100.000 Einwohner durch 17 Vollzeitstellen zu leisten. Der Frauen-Notruf hat real 2,3 Vollzeitstellen mit einer Verwaltungsstelle“, erklärt Christa Mansky. „Dennoch machen wir in unserer Beratung und Hilfeleistung keine Abstriche. Wir bieten solange die Beratung an, wie es gebraucht wird. Da gibt es keine Richtlinie von 5 Beratungen pro Fall. Das reicht nicht. Das ist ein Prozess, da gibt es auch mal Rückschläge“, ergänzt Stragies.

„Die Umsetzung der Istanbul-Konvention, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, muss auch auf Bundesebene weiter vorangetrieben werden. Wir brauchen einen konkreten Aktionsplan und die Bereitstellung von allumfänglichen Ressourcen zur Förderung der Hilfestrukturen. Es reicht nicht aus, nur bauliche Maßnahmen finanziell zu förderngleichzeitig aber nicht die personellen Ressourcen aufzustocken“, betont die SPD-Bundestagskandidatin Natalie Pawlik.

„Kein Frauenhaus, keine Beratungsstelle oder Frauennotruf wird die kapazitäten erweitern können und die Räumlichkeiten ausbauen, ohne zu wissen, ob mehr Personal folgt. Das können die ohnehin schon überarbeiteten und mit Anfragen überlaufenen Mitarbeiterinnen der Hilfe- und Beratungsstellen einfach nicht stemmen! Die Landesregierung muss dringend nachsteuern und das Bundesprogramm mit Landesmitteln flankieren. Sonst werden die Bundesmittel vor Ort nicht abgerufen werden können“, fordert auch Lisa Gnadl, die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

„Für die tatsächliche Umsetzung der Istanbul-Konvention brauchen wir einen gesamtgesellschaftlichen Umwälzungsprozess. Es geht darum die Gewalt zu verhindern, deren Grundbasis unterschiedliche Machtverhältnisse sind.“, zeigt sich Christa Mansky entschlossen. Das sehen Gnadl und Pawlik genauso. „Letztendlich kommt man nicht darum herum, auf Veränderungen im Bund zu pochen. Im Land habe ich bei der schwarz-grünen Landesregierung in den letzten Jahren keine großen Ambitionen in dem Bereich gesehen und während der Corona-Pandemie hat sich auch nichts getan“, erklärt Lisa Gnadl bedauernd, die auf Landesebene immer wieder Impulse gesetzt hatte. Für eine strukturelle Veränderung und neue Vernetzungsstrukturen möchte sich Natalie Pawlik in Berlin einsetzen. „ Neben der Bereitstellung von notwendigen Ressourcen für die Hilfestrukturen brauchen wir unter anderem auch eine Stärkung der präventiven Arbeit, die Anhebung der Standards der Bundesländer auf ein gleich hohes Niveau sowie den Ausbau der Sensibilisierung für häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen in den Sicherheitsbehörden. Bis zur tatsächlichen Umsetzung der Istanbul-Konvention ist es noch ein langer Weg bei dem alle politischen Ebenen und die Gesamtgesellschaft gefragt ist“, so Pawlik abschließend.

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