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Spendenübergabe der Krug'schen Stiftung

Frauennotruf Wetterau

Für Sanierung und Energiekosten

Nidda (red). Von Frauen-Notruf bis Jüdisches Museum: Erneut hat die Krug’sche Stiftung in Nidda tätige Vereine und Institutionen mit einer Zuwendung versehen, die sich für bedürftige Mitbürger einsetzen.

Der aus Bürgermeister Thorsten Eberhard, Stadtverordnetenvorsteherin Adelheid Spruck und Pfarrerin Hanne Allmansberger bestehende Stiftungsbeirat hatte gemeinsam entschieden, auch in diesem Jahr Projekte oder soziale Angebote in verschiedenen Vereinen und Institutionen finanziell zu unterstützen.

In diesem Jahr durften sich der Betreuungsverein Diakonie Wetterau mit Sitz in Nidda, die Tafel Nidda, der Frauen-Notruf Wetterau mit Sitz in Nidda und das Jüdische Museum Nidda über eine Zuwendung freuen.

Zuwendungen fallen aktuell höher aus

Aufgrund der in diesem Jahr besonderen sozialen Herausforderungen auch in Bezug auf Inflation und Rezession entschloss sich der Stiftungsvorstand, die auszuzahlenden Beträge deutlich höher ausfallen zu lassen. Die zur Übergabe der Zuwendungen eingeladenen Vertreterinnen und Vertreter dankten für die Zuwendungen und betonten, wie wichtig solche Unterstützungen gerade in Zeiten knapper Kassen sind.

Das Jüdische Museum möchte mit einer Ausstellung und weiteren Veranstaltungen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen an die Menschen jüdischen Glaubens erinnern, die in Nidda lebten, arbeiteten und am allgemeinen Gemeindeleben teilnahmen. Es ist dem Vorstand wichtig, mit der Arbeit des Museums Toleranz, Verständnis und Offenheit gegenüber Anders-Glaubenden und anderen Nationalitäten zu vermitteln. Seit vergangenem Herbst stellte man am Gebäude Feuchtigkeitsschäden fest. Das Geld will man auch für die Sanierung einsetzen.

Der Betreuungsverein Diakonie Wetterau verwendet das Geld für die Neuorganisation der Betreuung von insgesamt 55 ehrenamtlichen Mitarbeitern und für den Ausbau der inhaltlichen Arbeit. Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Vereinsbetreuerinnen leisten Jahr für Jahr zahlreiche rechtliche Betreuungen für Menschen in Nidda und Umgebung. Oft fehle dazu die Unterstützung aus dem sozialen Umfeld, weshalb hier eine soziale Aufgabe entstanden sei.

Mit der Broschüre »Vergewaltigung – Informationen & Handlungsmöglichkeiten«, informierte der Frauen-Notruf Wetterau über die Verwendung der letztjährigen Zuwendung. Daran will man inhaltlich weiterarbeiten.

Tafel spürt steigende Energiepreise

Die Tafel Nidda bedient aktuell 170 Haushalte mit insgesamt 420 Menschen, davon 160 Kinder. Etwa 70 Mitarbeiter, überwiegend im fortgeschrittenen Rentenalter, bewältigen unterschiedliche Aufgaben von Lieferfahrten über Warensortierung und -zuordnung bis zu Lagerverwaltung und Bürotätigkeit. Das Fahrzeug, neben der monatlichen Miete mit der größte Kostenfaktor, ist an fünf Wochentagen im Einsatz. Die derzeitigen Energiepreise belasten das Vereinsbudget erheblich.

Foto: Adelheid Spruck (l.), Hanne Allmansberger (2.v.r.) und Thorsten Eberhard (r.) vom Stiftungsbeirat übergeben die Zuwendungen an (v.l.) Christa Mansky vom Frauen-Notruf Wetterau, Gabriele Amend vom Jüdischen Museum Nidda, Gerald Wagner von der Tafel Nidda und Marion Gumbrecht vom Betreuungsverein Diakonie Wetterau. © pv

Kreis-Anzeiger vom 27.11.2022

Familienrechtliche Erstberatung im Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Frauennotruf Wetterau

Die Rechtsanwältin Fabienne Metz aus Bad Nauheim bietet in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau e. V. eine familienrechtliche Erstberatung an. Der Termin ist am Freitag, den 02. Dezember 2022 von 9.30 bis 12.30 Uhr. Die Beratung findet im persönlichen Kontakt unter Beibehaltung der Maskenpflicht statt. Bitte bringen Sie Ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mit.

Es können rechtliche Fragen zu den Themen Scheidung, Unterhalt, elterliche Sorge oder Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz besprochen werden. Es kann geklärt werden, welche Unterlagen benötigt werden, und erste Hilfestellungen können in diesem Gespräch erarbeitet werden.

Um einen Termin zu vereinbaren, bittet der Frauen-Notruf Wetterau um vorherige Anmeldung per Tel.: 06043 4471 oder per Mail: info@frauennotruf-wetterau.de

Die juristische Erstberatung kostet € 10,- und findet im Frauen-Notruf Wetterau e.V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda statt.

Gewaltschutz inklusiv gedacht - Inklusive Arbeitsgruppe erarbeitet Broschüre in Leichter Sprache

Frauennotruf Wetterau

Für Menschen mit Behinderung ist das Risiko, Gewalt zu erleben, deutlich höher als für den Durchschnitt der Bevölkerung. Im Wetteraukreis erarbeitet eine inklusive Arbeitsgruppe aktuell eine Broschüre zum Gewaltschutz.

Noch eine letzte Interviewfrage und ein gemeinsames Foto, dann ist es geschafft. Marianne Arndt vom Wetterauer Büro für Leichte Sprache und fünf Mitarbeitende der Werkstätten der Behindertenhilfe Wetteraukreis (bhw) sind ganz schön rumgekommen in den letzten Monaten. Sie waren auf der Polizeistation Friedberg, bei pro familia Friedberg, Wildwasser Wetterau e. V. und beim Frauen-Notruf Wetterau e. V. zu Gast, um ihre Interviews für die Broschüre zum Gewaltschutz zu führen. Dabei wurden sie von der Fotografin Annika Wolfraum begleitet, die die Besuche mit der Kamera festhielt. Ein Interview beim Verein Frauen helfen Frauen Wetterau ist noch in Planung, dann liegen alle Interviews und Bilder zur Bearbeitung bereit.

Leicht verständlich und anschaulich soll die Broschüre werden, das ist den Mitarbeitenden der inklusiven Arbeitsgruppe besonders wichtig. „Viele Menschen haben keine Vorstellung davon, was sie in einer Beratungsstelle oder auf der Polizeistation erwartet. Mit den Texten und Fotos geben wir einen Einblick, wie es in den Räumlichkeiten aussieht und welche Unterstützung Betroffene dort erhalten“, erläutert Birgit Ahrens vom Verein Lebenshilfe Wetterau. Ziel sei es, über Hilfeeinrichtungen zu informieren und deutlich zu machen, dass dort auch Menschen mit Behinderung willkommen sind und Hilfe nach Gewalterfahrungen erhalten.

Die Interviewfragen wurden gemeinsam in der inklusiven Arbeitsgruppe erarbeitet. Im Vordergrund standen die Fragen der Mitarbeitenden mit Behinderung. Ihre Perspektive ist der zentrale Blickwinkel in der Broschüre. Da kommt es auch vor, dass in einer Beratungsstelle ganz unverblümt gefragt wird, ob die Beratung denn überhaupt etwas nützt und ob man mehrmals kommen darf. Nico Spieler von pro familia Friedberg ergänzt, dass sich die Broschüre nicht nur an Frauen, sondern auch an Männer richtet. Männer mit Diskriminierungserfahrung sind auch überdurchschnittlich oft von Gewalt betroffen und benötigen Informationen über Hilfsmöglichkeiten.

Neben den Texten zu Wetterauer Einrichtungen, informiert die Broschüre in Leichter Sprache über die verschiedenen Formen von Gewalt, Selbstbehauptung und über Gewaltschutz in Werkstätten und betreutem Wohnen. Die Erstellung und der Druck der Broschüre werden über Aktion Mensch finanziell gefördert.

Im November 2020 entstand die Idee zur Broschüre über Gewaltschutz. Christa Mansky vom Frauen-Notruf Wetterau e. V. und Miriam Vermeil von Wildwasser Wetterau e. V. erinnern sich, dass es anfangs nicht leicht war, eine gemeinsame Vorgehensweise und das richtige Arbeitstempo zu finden. Durch die gemeinsame Arbeit ist die Gruppe eng zusammengewachsen und alle sind stolz, dass trotz Pandemie und Lockdowns die Broschüre kurz vor der Fertigstellung steht. Bis Ende des Jahres soll sie in gedruckter Form vorliegen und in der Wetterau verteilt werden.

Auf dem Gruppenfoto der Arbeitsgruppe sind zu sehen:
Letzte Reihe von links: Nico Spieler, Vincenz Schaupp, Miriam Vermeil
Davor von links: Marianne Arndt, Kirsten Luckau, Marie Rachor, Birgit Ahrens, Christa Mansky
Ganz vorne von links: Ute König, Mirjam Siebert

Ein Film statt orangen Lichts

Frauennotruf Wetterau

Nidda (em). Der 25. November ist ein internationaler Gedenk- und Aktionstag, der zur Bekämpfung von Gewalt jeder Art an Mädchen und Frauen aufruft. Auch in diesem Jahr setzt sich der Zonta Club Nidda-Oberhessen erneut für dieses Ziel ein, wenn auch in anderer Form als in den vergangenen Jahren.

Der Untertitel »Orange Day« ist vom leuchtenden Orange inspiriert, das als Symbol einer Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen steht. Diese Farbe wurde im Zuge der von der UN initiierten Kampagne »Orange the world« festgelegt. In den vergangenen Jahren tauchte der Zonta Club daher als Zeichen am 25. November zentrale Gebäude in Bad Salzhausen und Nidda in oranges Licht. 2022 ist aber Energie sparen eindeutig das Gebot der Stunde, und so verzichtete der Zonta Club, wenn auch ungern, auf die Aktion.

Teils gab es in der Vergangenheit noch Abendvorträge in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau. Das Ziel des Tags ist den Zonta-Mitgliedern bundes- und weltweit ein wichtiges Anliegen, das sie auf unterschiedliche Art gestalten. Und der Zonta Club Nidda-Oberhessen hat eine langjährige Tradition der Unterstützung des Frauen-Notrufs und anderer Frauenprojekte.

Da das Anliegen zu wichtig sei, um diesen Tag einfach zu übergehen, planten Club-Präsidentin Angelika Lenger, der Vorstand und die Mitglieder einen Ersatz. So bieten sie stattdessen am kommenden Freitag von 12 Uhr bis 17 Uhr auf dem Niddaer Marktplatz einen Stand mit Info-Material zu Gewalt gegen Frauen und zur Prävention oder Überwindung solcher Menschenrechtsverletzungen an und stehen für Gespräche zur Verfügung. An den beiden großen orangen Schirmen ist der Stand leicht zu erkennen.

Subtil und doch eindrücklich

Für die Aktiven des Frauen-Notrufs Wetterau war es ebenfalls unverzichtbar, auf das Thema aufmerksam zu machen, und sie entschieden sich für eine Kooperation mit dem Lumos-Kino. Dort wird der Film »The Assistant« gezeigt. Die Wahl dieses Films wurde vom Notruf-Team so begründet: »Gewalt gegen Frauen wird in vielen Filmen thematisiert, oft laut und drastisch. Der Frauen-Notruf entschied sich bewusst für einen leisen Film.« Der preisgekrönte Film »The Assistant« zeigt subtil und dennoch eindrücklich, wie hierarchische Strukturen und Abhängigkeiten Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe ermöglichen und decken. Der Film begleitet eine junge Frau namens Jane, die seit Kurzem in ihrem Traumjob als Junior-Assistentin eines mächtigen Filmproduzenten arbeitet. Nach und nach wird jedoch deutlich, dass sich niemand außer Jane besorgt zeigt über das Verhalten ihres Chefs gegenüber jungen Schauspielerinnen und Mitarbeiterinnen. Vielmehr scheinen alle im Büro Bescheid zu wissen, zu schweigen, und sie machen auch gegenüber Jane deutlich, dass sie zu schweigen hat.

Austausch nach dem Film

Im Anschluss an den Film laden die Mitarbeiterinnen des Frauen-Notrufs im Foyer des Kinos zum Austausch ein. Der Film zeigt keine Übergriffe, und auch der Chef ist nie im Bild, aber gerade die vielen Andeutungen bieten Stoff zur Diskussion. Auch Fragen zur konkreten Arbeit des Frauen-Notrufs Wetterau bei Gewalt gegen Frauen, Mädchen und Trans kann man stellen.

Die Filmvorführung am Freitag wird in Kooperation mit Lumos Lichtspiel & Lounge und dem Zonta Club Nidda-Oberhessen veranstaltet. Filmbeginn ist um 18 Uhr, Tickets gibt es zum ermäßigten Eintrittspreis direkt im Kino.

Kreis-Anzeiger vom 21.11.2022

Filmvorführung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November

Frauennotruf Wetterau

Gewalt gegen Frauen wird in vielen Filmen thematisiert, oftmals laut und drastisch. Wir haben uns anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen bewusst für einen leisen Film entschieden.

Der preisgekrönte Film „The Assistant“ zeigt subtil und dennoch eindrücklich, wie hierarchische Strukturen und Abhängigkeiten Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe ermöglichen und decken. Der Film begleitet eine junge Frau namens Jane (gespielt von Julia Garner), die seit kurzem in ihrem Traumjob als Junior-Assistentin eines mächtigen Filmproduzenten arbeitet. Nach und nach wird jedoch deutlich, dass sich niemand außer Jane über das Verhalten ihres Chefs gegenüber jungen Schauspielerinnen und Mitarbeiterinnen besorgt zeigt. Vielmehr scheinen alle im Büro Bescheid zu wissen, zu schweigen und sie machen auch gegenüber Jane deutlich, dass sie zu schweigen hat.
Link zum Trailer auf Youtube

Im Anschluss an den Film laden wir im Foyer des Kinos zum Austausch ein. Im Film werden keine Übergriffe gezeigt und auch der Chef ist nie im Bild, aber gerade die zahlreichen Andeutungen bieten viel Stoff zur Diskussion. Auch Fragen zur konkreten Arbeit des Frauen-Notrufs bei Gewalt gegen Frauen, Mädchen und Trans können gestellt werden.

Die Filmvorführung am Freitag, den 25. November, wird in Kooperation mit Lumos Lichtspiel & Lounge und Zonta Club Nidda-Oberhessen veranstaltet.

Filmbeginn ist um 18 Uhr im Lumos Kino, Tickets gibt es zum ermäßigten Eintrittspreis von 5,- Euro.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Aktionsmeile zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen in Friedberg am 25.11.2022

Frauennotruf Wetterau

Am Freitag, den 25. November präsentieren sich zahlreiche Frauenorganisationen auf einer Aktionsmeile anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen.
Ab 14:00 Uhr werden Aktionen, Infos und Beratung auf der Friedberger Kaiserstraße (Höhe Hausnummern 72 bis 84) allen Interessierten angeboten.

Vor Ort sind:

  • Frauen-Notruf Wetterau e. V.
  • Frauenzentrum Wetterau e. V.
  • Wildwasser Wetterau e. V.
  • Frauen helfen Frauen Wetterau e. V.
  • Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Kreises
  • BUNTerleben
  • Soroptimist Club Bad Nauheim
  • Inner Wheel Club Bad Nauheim – Friedberg
  • Zonta Club Bad Nauheim – Friedberg
  • Polizei Wetterau
  • Frauenbeauftragte der Stadt Bad Nauheim
  • Frauenbeauftragte der Stadt Friedberg

"Wichtige Interventionsstelle" - Kathrin Anders, Landtagsabgeordnete, und Myriam Gellner, Kreistagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen besuchen Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Frauennotruf Wetterau

Nidda (red). Kathrin Anders, Landtagsabgeordnete, und Myriam Gellner, Kreistagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, haben sich beim Frauen-Notruf Wetterau in Nidda über die Arbeit des Vereins, aktuelle Projekte und zukünftige Planungen informiert.

Der Beratungs- und Unterstützungsbedarf für Frauen, Mädchen und Trans, die von Gewalt betroffen sind, steht im Fokus der Vereinsarbeit. Myriam Gellner attestiert: »Die Lage dieser Frauenfachberatungsstelle im Ostteil des Wetteraukreises bietet einen einzigartigen geschützten Raum und eine Anlaufstelle für erste Hilfe und die Möglichkeit des Austausches, um Wege aus der Gewalt zu finden und Bewältigungsstrategien für Erlebtes zu entwickeln.«

Neue Wege in der Prävention

Während der Corona-Pandemie hätten häusliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Kinder stark zugenommen. Oftmals sei das Notrufteam an seine Grenzen gestoßen. Die Beratungsanfragen seien stetig gestiegen. Für das Team sei es belastend gewesen, weiterhin schnell, unbürokratisch und zuverlässig Beratung und Unterstützung anzubieten und Hilfsangebote zu koordinieren.

»Dank der Bereitstellung von Fördergeldern aus Bundes- und Landesprogrammen konnte die Zahl der Mitarbeiterinnen des Vereins 2022 erhöht werden, um das Beratungsspektrum in Belastungsspitzen abzudecken und in der Präventionsarbeit neue Wege zu beschreiten«, sagt Gellner. In dieser Zeit sei ein hohes Maß an Kreativität, Organisation und Krisenmanagement gefordert gewesen.

Online-Angebote ausgeweitet

»Aber es konnten auch neue Mittel und Ressourcen aktiviert werden, die einen Ausbau des Personalstamms u.a. durch die Einstellung von Präventionsfachkräften ermöglichten und es wurde bewusst zukunftsorientiert in die technische Ausstattung des Büros investiert, was sich bereits bezahlt macht«, so die Abgeordnete weiter. Zudem seien die Online-Bildungsangebote wie Schulungen, Vorträge oder Workshops für Fachkräfte ausgeweitet worden.

Kathrin Anders bewertet dies positiv: »Angebote für digitale Beratung und Online-Bildungsformate sind bei der Aufklärungsarbeit über ein oftmals tabuisiertes Thema von zentraler Bedeutung. Der Verein leistet hier als Interventionsstelle im Kreis eine immens wichtige Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit auf vielen Ebenen, nicht nur für Betroffene, sondern für Fachkräfte bei Behörden, der Polizei, sozialen Einrichtungen oder in Schulen.«

Mit Interesse ließen sich die Politikerinnen auch ein in Hessen einmaliges Programm zur medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigungen erläutern. Hier fungiert der Frauen-Notruf als Koordinationsstelle und sorgt dafür, dass die Handlungsabläufe zwischen dem Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim, Rechtsmedizin, Polizei und Beratungsstelle gut funktionieren.

Kathrin Anders (zweite von links) und Myriam Gellner (rechts) im Gespräch mit dem Team des Frauen-Notrufs.

Kreis-Anzeiger vom 08.11.2022

Neue Broschüre in Leichter Sprache: Hilfe bei häuslicher Gewalt in der Wetterau

Frauennotruf Wetterau

Der Runde Tisch gegen Häusliche Gewalt Wetterau hat eine Broschüre “Hilfe bei häuslicher Gewalt in der Wetterau” in Leichter Sprache erarbeitet, die nun gedruckt und als PDF zum Download vorliegt. Die Broschüre klärt über Formen Häuslicher Gewalt auf und informiert, wo Betroffene Hilfe und Unterstützung finden und wie sie selbst tätig werden können, um beispielsweise Beweise zu sichern. Zudem werden Adressen von Beratungsstellen, Polizeistationen, des Frauenhauses und weiterer Anlaufstellen im Wetteraukreis aufgeführt. Auch für den Fall von Häuslicher Gewalt in der Nachbarschaft gibt die Broschüre Informationen, wie man helfen kann.

Die Broschüre kann beim Frauen-Notruf angefragt werden oder hier als PDF heruntergeladen werden.

Jedes Gefühl wird ernst genommen - Frauen-Notruf berät nach Vergewaltigung

Frauennotruf Wetterau

Jede Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall. Der Frauen-Notruf Wetterau klärt über Hilfe nach einer Tat auf, bietet aber auch psychosoziale Beratung und Unterstützung für Betroffene an.

Sexualisierte Gewalt hinterlässt neben körperlichen Verletzungen immer auch seelische Spuren. Eine von vielen Aufgaben der Beraterinnen des Frauen-Notrufs Wetterau ist, die betroffenen Frauen und Mädchen in dieser Situation zu stabilisieren und zu unterstützen. Der Frauen-Notruf Wetterau hat seinen Sitz seit 1997 in Nidda. Der Verein besteht bereits seit 1988. Mittlerweile leisten drei Mitarbeiterinnen die hauptamtliche Arbeit in Teilzeit. Außerdem unterstützen weitere ehrenamtlich tätige Frauen den Frauen-Notruf Wetterau.

Eine Vergewaltigung – oder ein Vergewaltigungsversuch – ist eine massive Grenzüberschreitung und Persönlichkeitsverletzung für jedes Mädchen und jede Frau. Jede Betroffene reagiert individuell auf das Erlebte. Die Beraterinnen des Frauen-Notrufs setzen an dem individuellen Empfinden und den persönlichen Bedürfnissen ihrer Klientinnen an, um sie auf ihrem Weg, mit dem Erlebten umzugehen, zu begleiten.

Frauen-Notruf Wetterau: Jede Geschichte darf erzählt werden

Der Schritt, sich jemandem anzuvertrauen, ist sehr wichtig – aber nicht für jede Betroffene einfach. »Wir haben großen Respekt vor den Frauen und Mädchen, die sich uns anvertrauen«, sagt Jeanette Stragies vom Frauen-Notruf. Ihre Aufgabe zu Beginn einer neuen Beratung ist es, das Gefühl zu vermitteln, dass jede Geschichte hier erzählt werden darf und alle Gefühle ernst genommen werden. Manchmal bedarf es auch der Einordnung durch die Beraterinnen, dass es sich tatsächlich um eine Vergewaltigung und somit um eine Straftat handelt. Insbesondere wenn die Tat in der Ehe oder in einer Beziehung erfolgte, sind sich Betroffene nicht immer sicher, ob wirklich eine Vergewaltigung vorliegt. Auch Personen, denen sie sich anvertrauen, spielten das Erlebte zum Teil herunter und würden damit zur Verunsicherung beitragen, sagen die Beraterinnen. Nicht alle Klientinnen öffneten sich daher sofort, oft braucht es mehrere Gespräche bis Vertrauen aufgebaut ist. Auch dafür nehmen sie sich Zeit.

Frauen-Notruf Wetterau: Keine Therapie, aber Beratung

Neben der psychischen Stabilisierung geht es in der Beratung auch darum, Wege zur Bewältigung der erlebten Gewalt zu entwickeln. »Wir bieten keine Psychotherapie an. Unsere Beratung ist ressourcenorientiert und stabilisierend für die Klientinnen«, erklärt Stragies. Die Beraterinnen seien parteilich gegenüber den Frauen, setzten sich also für sie und ihre Interessen ein. Die Hilfe kann auf Wunsch auch anonym erfolgen. Fragen zum Ablauf einer Therapie und die Vermittlung von Adressen können ebenfalls im Gespräch gestellt werden. Entscheidungen über mögliche Schritte trifft die Klientin selbst.

Auch sind Informationen zur Strafanzeige, zum Strafverfahren und zum Gewaltschutzgesetz für die Betroffenen wichtig, um ihr weiteres Vorgehen zu planen. Entscheidet sich eine Klientin für eine Strafanzeige, begleiten die Beraterinnen sie auf Wunsch zur Polizei oder zum Gericht. Dies habe oft eine stärkende und beruhigende Wirkung auf die Frauen und Mädchen.

Frauen-Notruf Wetterau: »So viel mehr als eine Akutversorgung«

»Die medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung ist so viel mehr als eine Akutversorgung direkt nach der Tat«, sagt Christa Mansky, ebenfalls Mitarbeiterin beim Frauen-Notruf Wetterau. Die medizinische Akutversorgung mit freiwilliger Spurensicherung – im Wetteraukreis ist die Anlaufstelle dafür das Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim – steht an erster Stelle. Die weiteren Schritte können aber so verschieden sein wie die Betroffenen selbst.

Die Beratung beim Frauen-Notruf kann persönlich in der Beratungsstelle in Nidda, telefonisch, online und per Video-Übertragung erfolgen und ist kostenfrei und vertraulich. Sie steht allen Frauen, Mädchen und Trans ab 16 Jahren offen, unabhängig von kultureller, ethnischer und sozialer Herkunft, vom Aufenthaltsstatus oder dem Vorliegen einer Beeinträchtigung.

Frauen-Notruf Wetterau: Beratung auch für Angehörige oder Fachkräfte

Nicht nur Betroffene selbst, auch Angehörige, Freunde oder Fachkräfte, die mit dem Thema sexualisierte Gewalt in Berührung kommen, können sich beraten lassen. Im nächsten und letzten Teil der Serie berichtet die Polizei Friedberg, wie es abläuft, wenn Betroffene Anzeige erstatten möchten, bzw. Anzeige erstattet haben.

Kontakt zum Frauen-Notruf Wetterau:

Hinter dem Brauhaus 9 in 63667 Nidda befindet sich der Frauen-Notruf. Unter der Rufnummer 0 60 43/44 71 sowie unter der Mailadresse info@frauennotruf-wetterau.de sind die Beraterinnen erreichbar. Die Bürozeitung sind montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr sowie mittwochs von 15 bis 19 Uhr (Beratungen auch nach Terminabsprache).

Info: Wie finanziert sich der Frauen-Notruf?

Mit 40 Prozent trägt der Wetteraukreis mit seinen 25 Städten und Gemeinden den größten Anteil an der Finanzierung des Frauen-Notrufs. Das geht aus dem Jahresbericht 2021 des Vereins hervor. Aus dem gesamten Kreis wenden sich Betroffene sexualisierter Gewalt, Angehörige, Vertrauenspersonen und Fachkräfte an die Fachberatungsstelle. Der Verein wünscht sich laut eigenen Angaben eine stärkere und regelhafte finanzielle Beteiligung, um die Arbeitszeit für die Beratung nutzen zu können und nicht in Werbung um öffentliche Gelder stecken zu müssen. Nach wie vor decken die öffentlichen Mittel des Landes, des Kreises und der Kommunen nicht den finanziellen Bedarf ab.

Wetterauer Zeitung online, 30.10.2022

Sicherer Umgang will gelernt sein

Frauennotruf Wetterau

Wetteraukreis (red). Ein sicherer Umgang mit digitalen Medien gilt heute in nahezu allen Bereichen des Lebens als selbstverständlich – und will doch gelernt sein. Social-Media-Plattformen und Online-Games haben eine große Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche. Gleichzeitig gehen damit Gefahren einher, die vielen Eltern, Fachkräften sowie auch den Kindern und Jugendlichen häufig nicht bewusst sind.

Aus diesem Grund hat die AG Jugend des Kreispräventionsrates Wetterau eine dreiteilige digitale Fortbildungsreihe zum Thema Medienkompetenz für pädagogische Fachkräfte angeboten.

Nachholbedarf in der Bildung

Pro Modul haben sich etwa 40 Fachkräfte mit Fragen rund um das sichere Aufwachsen in einer mediatisierten und digitalisierten Welt beschäftigt: Wie können Kinder und Jugendliche vor Gefahren wie Cyber-Grooming geschützt werden? Wann wird der Medienkonsum ungesund? Wie kann es gelingen, die Lebensrealität Jugendlicher ernst zu nehmen, soziale Medien nicht zu verteufeln und gleichzeitig für die Gefahren zu sensibilisieren? Was bedeuten digitale Medien für die Sexualität Heranwachsender?

Die Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Schulen, Jugendhilfe und Jugendarbeit wiesen auf Nachholbedarf in der Bildung und Erziehung junger Menschen in diesem Bereich hin. Fragen und Unklarheiten zu rechtlichen Rahmenbedingungen sollen in künftigen Fortbildungen aufgegriffen werden.

Angeboten wurden die einzelnen Module von der Fachstelle Jugendarbeit und Jugendgerichtshilfe des Wetteraukreises (Bereich Erzieherischer Jugendschutz), der Fachstelle Suchtprävention, Profamilia Friedberg, Wildwasser Wetterau, dem Frauen-Notruf Wetterau und dem Netzwerk gegen Gewalt. Aufgrund der positiven Resonanz gibt es bereits Überlegungen, die Reihe im Frühjahr 2023 zu wiederholen und um weitere Module zu ergänzen.

Interessierte können sich bei Fragen und Anmerkungen an den Kreispräventionsrat wenden, die E-Mail-Adresse lautet kreispraeventionsrat@wetteraukreis.de.

Auf dem Foto von links: Julia-Katharina Wintermeyer (Frauen-Notruf Wetterau), Josephin Koch (Fachstelle Jugendarbeit und Jugendgerichtshilfe), Guido Glück (Fachstelle Suchtprävention), Angelica Brand (Wildwasser Wetterau), Claudia Taphorn (Kreispräventionsrat Wetteraukreis) und Dirk Zettner (Netzwerk gegen Gewalt).

Kreis-Anzeiger online, 25.10.2022

Ärzte beraten nach Vergewaltigung: Hochwaldkrankenhaus als Anlaufstelle

Frauennotruf Wetterau

In einer mehrteiligen Serie greift die WZ Themen auf. Heute geht es darum, wie eine Untersuchung im Krankenhaus abläuft, und welche Spuren wie lange aufbewahrt werden können.

Sexuelle Übergriffe sind Ausdruck von Gewalt, von fehlendem Respekt, und sie sind Machtdemonstrationen. Sie verletzen den Körper und die Seele eines Menschen. Opfer solcher Taten sind häufig schwer und langfristig traumatisiert und oft unsicher, wie sie auf einen solchen Übergriff reagieren sollten. Helfen kann hier fachkundige Beratung, beispielsweise im Hochwaldkrankenhaus. Das Ärzteteam der Bad Nauheimer Frauenklinik arbeitet mit dem Frauen-Notruf Wetterau zusammen und bietet Opfern sexueller Übergriffe neben Untersuchungen zur Beweissicherung auch alle zur Entscheidungsfindung nötigen Informationen an.

Bis zu 20 Frauen im Jahr

»Seit Zustandekommen der Kooperation im Jahr 2015 nutzen 10 bis 20 Frauen jährlich unser Angebot«, sagt Chefarzt Dr. Ulrich Groh. »Männern stünde es auch zur Verfügung, aber bislang haben sich ausschließlich Frauen bei uns gemeldet«, schildert er seine Erfahrungen. Bei allen Frauen, die Hilfe gesucht haben, war es zu einem sexuellen Übergriff gekommen oder es bestand der Verdacht darauf. In zwei Drittel der Fälle hatten sich die Frauen zuvor bereits an die Polizei gewandt, die dann die entsprechenden Untersuchungen zur Beweissicherung veranlasste. »In den anderen Fällen suchten die Betroffenen den Erstkontakt mit uns, denn sie waren noch nicht sicher, ob sie den Vorfall überhaupt anzeigen wollten oder nicht«, sagt Fachärztin Christine Bühner. »Manchmal geht es auch nur um eine Beratung, beispielsweise zur Schwangerschaftsverhütung.« Auf der Webseite des Frauen-Notrufs gibt es dazu einen Flyer, bei dem in dem Zusammenhang die »Pille danach« erwähnt wird. Denn diese kann eine Frau, die Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden ist, vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen. Je früher sie eingenommen wird, desto sicherer ist die Wirkung.

Behutsame und diskrete Befragung

Unabhängig von dem Weg, den die Frauen ins Hochwaldkrankenhaus nehmen, ist das anschließende Vorgehen ähnlich. Fachärztin Bühner sagt: »Die Frauen werden behutsam und diskret über das vorangegangene Ereignis befragt.« Sowohl in den von der Polizei begleiteten Fällen als auch bei Vorstellung auf Eigeninitiative erfolgt eine Befundsicherung: Eventuell eingetretene Verletzungen werden dokumentiert und Abstriche entnommen, um DNA-Spuren zur Identifizierung des Täters oder der Täter zu erhalten. Sollte sich die Frau noch nicht für eine Anzeige entschieden haben, wird das Material ein Jahr lang in der Gießener Rechtsmedizin aufbewahrt. »Dies gibt der Betroffenen Zeit, sich in relativer Ruhe über ihr weiteres Vorgehen klar zu werden«, sagt Bühner. Nach dieser Frist würden die Proben in der Rechtsmedizin automatisch vernichtet. Stets erfolge eine umfassende Beratung, auch im Hinblick darauf, wie eine durch die Vergewaltigung verursachte Schwangerschaft verhindert werden kann und was gegen sexuell übertragbare Krankheiten zu tun ist.

»Nicht selten erleben wir, dass sich Frauen in einem vorübergehenden Zustand der Bewusstseins-Einschränkung, einem »Filmriss«, bei uns vorstellen und sicherstellen möchten, dass es keine Indizien für einen sexuellen Übergriff gibt«, sagt Dr. Groh. In anderen Fällen sei es nach Angaben des Arztes klar, dass ein derartiger Übergriff stattgefunden habe, dann werde entsprechend Beweismaterial für eine eventuelle gerichtliche Aufarbeitung des Vorgehens gesichert.

Beratung auch ohne Polizei

Für Dr. Groh als Teil des Ärzteteams des Gesundheitszentrums Wetterau ist es wichtig, »dass möglichst alle Frauen, denen dieses Angebot gegebenenfalls helfen könnte, die Möglichkeit zur Vorstellung hier bei uns kennen und auch wissen, dass sie nicht unbedingt als ersten Schritt die Polizei einbinden müssen, sondern sich auch hier direkt beraten lassen können.« Über die Jahre habe das gynäkologische Ärzteteam des Hochwaldkrankenhauses viel Erfahrung mit dem Thema gesammelt, was einen behutsamen Umgang mit der Situation erleichtere und den zu beratenden Frauen zugutekomme.

Im nächsten Teil geht es um das Angebot des Wetterauer Frauen-Notrufs für die psychosoziale Beratung und Unterstützung für Betroffene und Angehörige.

INFO: Das Bad Nauheimer Hochwaldkrankenhaus ist Anlaufstelle für Frauen und Männer, die Opfer sexueller Übergriffe geworden sind. Hier kann fachkundige Beratung erfolgen. Der Frauen-Notruf-Wetterau schildert auf seiner Webseite, dass ein Facharzt nach einem Gespräch die Verletzungen am ganzen Körper dokumentiert. Dies kann für eine Anzeige, für Schadensersatz oder für Schmerzensgeld von Bedeutung sein. Der Frauen-Notruf merkt an, dass das Wechseln von Kleidung, deren Reinigung sowie Duschen Spuren zerstört. Wenn es möglich ist, soll die betroffene Person diese Dinge vor der Untersuchung vermeiden.

Wetterauer Zeitung online, 22.10.2022

Familienrechtliche Erstberatung im Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Frauennotruf Wetterau

Die Rechtsanwältin Fabienne Metz aus Bad Nauheim bietet in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau e. V. eine familienrechtliche Erstberatung an. Der Termin ist am Freitag, den 04. November 2022 von 9.30 bis 12.30 Uhr. Die Beratung findet im persönlichen Kontakt unter Beibehaltung der Maskenpflicht statt. Bitte bringen Sie Ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mit.

Es können rechtliche Fragen zu den Themen Scheidung, Unterhalt, elterliche Sorge oder Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz besprochen werden. Es kann geklärt werden, welche Unterlagen benötigt werden, und erste Hilfestellungen können in diesem Gespräch erarbeitet werden.

Um einen Termin zu vereinbaren, bittet der Frauen-Notruf Wetterau um vorherige Anmeldung per Tel.: 06043 4471 oder per Mail: info@frauennotruf-wetterau.de

Die juristische Erstberatung kostet € 10,- und findet im Frauen-Notruf Wetterau e.V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda statt.

Unterstützung nach Vergewaltigung: Frauen-Notruf Wetterau klärt auf

Frauennotruf Wetterau

Jede Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall. In einer Serie greift die WZ Themen auf, u.a. wie eine Untersuchung im Krankenhaus abläuft und welche Spuren aufbewahrt werden können.

Sich selbst wichtig nehmen, sich Unterstützung holen – darin möchte der Frauen-Notruf Wetterau Betroffene von Vergewaltigungen bestärken. Ihr Ziel ist es, Frauen und Mädchen dafür zu sensibilisieren, sich nach einer Vergewaltigung medizinische Hilfe zu holen. Der Frauen-Notruf Wetterau in Nidda hat nun die Social-Media-Kampagne »Hol Dir Hilfe« gestartet, um Frauen und Mädchen dafür zu sensibilisieren, sich nach einer Vergewaltigung medizinische Hilfe zu holen. In einer kurzen Serie stellt die Wetterauer Zeitung das Angebot der Soforthilfe vor und beleuchtet verschiedene Bereiche des Themas, beispielsweise die Spurensicherung nach einer Vergewaltigung.

9900 Fälle deutschlandweit

Rund 9900 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung verzeichnet die »Polizeiliche Kriminalstatistik« des Bundeskriminalamts für das Jahr 2021 in Deutschland. Rund 9300 davon sind weibliche Opfer. »Und trotzdem ist sexualisierte Gewalt nach wie vor ein Tabuthema, über das viel zu wenig gesprochen wird«, heißt es in der Pressemitteilung des Frauen-Notrufs. Um das zu ändern, hat sich im Kreis unter der Federführung des Frauen-Notrufs Wetterau eine Arbeitsgruppe gebildet. Bei dieser arbeiten der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, die Polizeidirektion Wetterau und die Bad Nauheimer Frauenbeauftragte Patricia Mayer mit.

»Unser Ziel ist es, möglichst breit gefächert über das Thema sexualisierte Gewalt aufzuklären«, sagt Claudia Taphorn, die Mitarbeiterin beim Fachdienst Frauen und Chancengleichheit ist.

Mit der Social-Media-Kampagne, die durch Mittel des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration gefördert wird, soll die Zielgruppe der jugendlichen Mädchen und jungen Erwachsenen besonders angesprochen werden. In sieben Kurzfilmen sind Frauen unterschiedlichen Alters zu sehen, die sich selbst umarmen. »Dieses Bild steht symbolisch für die Sorge um die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden«, sagt Anne Hantschel vom Frauen-Notruf.

Die Mitarbeiterinnen des Frauen-Notrufs wissen aus Erfahrung, dass die Hemmschwelle, sich nach einer Vergewaltigung Unterstützung zu suchen und darüber zu sprechen, bei vielen Betroffenen hoch ist. »Wir wollen junge Frauen dazu ermutigen, sich Hilfe zu holen«, sagt Hantschel. Als spezialisierte Beratungsstelle für Frauen, Mädchen und Trans, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, beraten die Mitarbeiterinnen des Frauen-Notrufs Betroffene vertraulich über mögliche Hilfen, rechtliche Schritte und psychische Folgen.

Jede Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall

Gerade nach einer Vergewaltigung sollte eine medizinische Versorgung schnell erfolgen. »Jede Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall«, sagt Patricia Mayer, Frauenbeauftragte der Stadt Bad Nauheim. Im Wetteraukreis können sich Betroffene deshalb im Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim rund um die Uhr medizinisch versorgen und auf Wunsch auch Spuren sichern lassen. Eine Befundsicherung kann im Hinblick auf ein mögliches Strafverfahren von großer Bedeutung sein, auch wenn die Betroffene zu dem Zeitpunkt noch unsicher ist, ob sie überhaupt eine Anzeige stellen will.

»Eine Vergewaltigung bzw. sexuelle Nötigung ist immer eine Straftat, auch wenn keine körperlichen Verletzungen sichtbar sind«, erklärt Susanne van Overbeke, Opferschutzkoordinatorin bei der Polizeidirektion Wetterau. »Diese kann bei der Polizei angezeigt werden. Eine frühzeitige Anzeige ist oftmals sinnvoll.« Trotzdem müsse sich niemand sofort dafür entscheiden, denn laut Strafgesetzbuch verjähren Vergewaltigungen erst nach 20 Jahren, sagt van Overbeke.

Im nächsten Teil der Serie will die Arbeitsgruppe gemeinsam mit dem Frauen-Notruf Wetterau das Angebot der Medizinischen Soforthilfe nach einer Vergewaltigung im Hochwald Krankenhaus Bad Nauheim vorstellen.

INFO: Mehr häusliche Gewalt während Corona

Im vergangenen Jahr suchten laut Jahresbericht insgesamt 354 Frauen und Mädchen Unterstützung beim Frauen-Notruf Wetterau. Damit waren es nach eigenen Angaben in 2021 mehr Fälle als in jedem anderen Jahr, seit es die Fachberatungsstelle für gewaltbetroffene Frauen, Mädchen und Trans in Nidda gibt. Überrascht habe der Anstieg die Beraterinnen nicht. Die Leiterin des Frauen-Notrufs, Christa Mansky, nennt die Corona-Pandemie als Ursache. Existenzielle Sorgen sowie räumliche und soziale Beschränkungen führten zum Anstieg von häuslicher Gewalt. Zugleich erfuhr das Thema große mediale Aufmerksamkeit im vergangenen Jahr, wodurch Hilfsangebote bekannter wurden. Auch durch eigene Öffentlichkeitsarbeit informiere der Frauen-Notruf über seine Angebote und versuche, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

Wetterauer Zeitung online, 13.10.2022

Social Media Kampagne "Hol dir Hilfe" startet im Oktober

Frauennotruf Wetterau

Im Oktober startet im Wetteraukreis eine Social Media Kampagne zur medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigung. Bis Ende des Jahres werden auf Facebook und Instagram kurze Videoclips gezeigt, die Betroffenen von sexualisierter Gewalt Mut machen sollen, sich Hilfe zu holen. Die Kernbotschaft lautet „Hol dir Hilfe“ – deine Gesundheit und dein Wohlergehen sollten jetzt an erster Stelle stehen.

Mit “sich Hilfe holen” ist einerseits eine medizinische Versorgung im Krankenhaus und andererseits eine psychosoziale Unterstützung und Beratung durch eine Fachberatungsstelle gemeint. Ob eine Sicherung von Spuren im Krankenhaus und eine Anzeigenerstattung bei der Polizei erfolgen soll, entscheidet die*der Betroffene selbst. Das Angebot der medizinischen Soforthilfe steht allen Menschen offen, unabhängig von Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Alter und Vorliegen einer Behinderung.

Ausführliche Informationen zum Angebot finden Sie hier und hier.

Die Videoclips können sich hier angesehen werden.

Die Kampagne wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.

Demokratie-Konferenz am 29.09.2022

Frauennotruf Wetterau

“Nidda lebt Demokratie” veranstaltet am Donnerstag, den 29 September, ab 17 Uhr ihre Demokratie-Konferenz im Bürgerhaus in Nidda. Thema ist “Mobbing? Nicht mit uns!”. Wir sind mit einem Info-Tisch dabei und freuen uns auf spannende Gespräche.
Das Programm zur Veranstaltung finden Sie im Anhang.
Mehr Informationen zu “Nidda lebt Demokratie” finden Sie hier.

Im Bett mit Gerda Schmidt

Frauennotruf Wetterau

Das eigene Zuhause ist für viele Frauen der gefährlichste Ort. Jede vierte Frau in Deutschland erlebt mindestens einmal in ihrem Leben Häusliche Gewalt. Das bedeutet, dass wir alle mit großer Wahrscheinlichkeit sowohl Betroffene als auch Täter kennen. Doch immer noch steckt das Thema in der Tabuzone.

Für Jutta Himmighofen-Strack, alias „Gerda Schmidt“, Grund genug einmal genauer hinzuschauen und bei den Fachleuten nachzufragen.
Und so sitzt Gerda in ihrem neuen „Bettgeflüster-Video“ mit Christa Mansky vom Frauen-Notruf Wetterau e.V., Susanne van Overbeke von der Polizeidirektion Wetterau und Claudia Taphorn vom Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises im Bett und räumt mit ihrer direkten Art mit so manchem Vorurteil auf.

Das 10minütige Interview klärt – ganz ohne Berührungsängste – über Häusliche Gewalt auf, über das Nicht-Sichtbar-Sein – das Tabu –, über das Leid der Betroffenen aber auch darüber, wie Hilfe und Unterstützungsangebote funktionieren.

Das Video finden Sie hier und hier
Das Video darf gerne geteilt werden!

Offene Yoga-Stunde in Bad Salzhausen findet heute statt!

Frauennotruf Wetterau

Die offene Yoga-Stunde im Rahmen der Interkulturellen Wochen findet heute (13.09.2022) statt!
Wir treffen uns um 17 Uhr an der Trinkkurhalle im unteren Kurpark in Bad Salzhausen. Bitte denken Sie an bequeme Kleidung und eine Yoga-Matte oder eine Decke.
Wir freuen uns auf Sie!

Für alle, die heute leider verhindert sind, haben wir eine kleine Yoga-Übung für zuhause vorbereitet. Gönnen Sie sich eine kleine Auszeit und genießen Sie die Ruhe.

Übung: Der Baum

Anleitung:
1. Stellen Sie sich aufrecht hin, die Arme locker hängen lassen
2. Nun das Gewicht auf das rechte Bein verlagern und dabei das linke Bein langsam vom Boden lösen
3. Bringen Sie das linke Bein mit der Ferse an die Innenseite Ihres rechten Oberschenkels (alternativ an den Unterschenkel oder mit den Zehenspitzen auf den Boden)
4. Strecken Sie ihre Arme nach oben und bringen Sie beide Handfläche über ihrem Kopf zueinander
5. Bleiben Sie für mindestens 30 Sekunden in dieser Position und wiederholen Sie die Übung anschließend mit dem linken Bein

Viel Spaß!

Unser Team

Frauennotruf Wetterau

Seit dem vergangenen Jahr gab es einige personelle Veränderungen in unserem Team. Zwei Stellen wurden neu besetzt und für die Präventionsarbeit konnten zwei neue Stellen geschaffen werden! Wir möchten uns daher kurz vorstellen.

Unsere Mitarbeiterinnen (Foto von links nach rechts):
Tina Müller – Verwaltung
Anne Hantschel – Öffentlichkeitsarbeit
Christa Mansky – Leitung, Beratung
Julia-Katharina Wintermeyer – Präventionsarbeit
Monika Scheddel-Pfaff – Präventionsarbeit
Jeanette Stragies – Beratung
Über die Kernaufgaben hinaus sind wir alle in weitere Aufgaben eingebunden, wie zum Beispiel Projekt- und Netzwerkarbeit.

Unsere Vorstandsfrauen (Foto von links nach rechts):
Renate Fleischer-Neumann – Kassenwartin
Petra Claas – 2. Vorsitzende
Fabienne Metz – 1. Vorsitzende

Im Team arbeiten wir gemeinsam an dem Ziel Gewalt gegen Frauen, Mädchen und Trans zu verhindern und wir stehen Betroffenen unterstützend zur Seite!

Yoga im Park mit dem Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Frauennotruf Wetterau

Eine entspannende Yoga-Stunde im Grünen erwartet alle Yoga-Fans und Yoga-Neulinge, die sich am Dienstag, den 13. September, im unteren Kurpark in Bad Salzhausen einfinden. Von 17 bis 18 Uhr wird die Yoga-Lehrerin Christa Mansky durch die kostenlose Stunde führen und Übungen anleiten, die auch ohne Vorkenntnisse umsetzbar sind. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit bei einem Getränk ins Gespräch zu kommen.
„Yoga wird weltweit praktiziert und schafft Gemeinschaft und Begegnung zwischen Menschen. Daher haben wir uns für dieses Angebot im Rahmen der Interkulturellen Wochen entschieden“, erklärt Christa Mansky. Beruflich ist sie als Leiterin des Frauen-Notrufs Wetterau e. V. in Nidda tätig, als ausgebildete Yoga-Lehrerin bietet sie bereits seit mehreren Jahren nebenbei Yoga-Kurse in den Räumen des Frauen-Notrufs an.
Es wird darum gebeten, bequeme Kleidung und eine eigene Yoga-Matte oder eine Decke mitzubringen. Die Yoga-Stunde findet nur bei trockenem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist an der Trinkkurhalle im unteren Kurpark in Bad Salzhausen.

Die Aktion erfolgt in Kooperation mit der Stadt Nidda und der Koordinierungsstelle Nidda lebt Demokratie!

Das komplette Programm der Interkulturellen Wochen im Wetteraukreis finden Sie hier

Unser Jahresbericht 2021

Frauennotruf Wetterau

Unser Jahresbericht 2021 liegt nun druckfrisch zum Lesen bereit.
Im Jahresbericht finden Sie einen Überblick über unsere Arbeitsbereiche, unsere Tätigkeiten im vergangenen Jahr, die Finanzierung und vieles mehr!
Den Bericht können Sie als PDF herunterladen. Die Printversion versenden wir gerne.
Wir freuen uns auf Ihre Anmerkungen und bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Familienrechtliche Erstberatung im Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Frauennotruf Wetterau

Die Rechtsanwältin Fabienne Metz aus Bad Nauheim bietet in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau e. V. eine familienrechtliche Erstberatung an. Der Termin ist am Freitag, den 02. September 2022, von 9.30 bis 12.30 Uhr. Die Beratung findet im persönlichen Kontakt unter Beibehaltung der Maskenpflicht statt. Bitte bringen Sie Ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mit.

Es können rechtliche Fragen zu den Themen Scheidung, Unterhalt, elterliche Sorge oder Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz besprochen werden. Es kann geklärt werden, welche Unterlagen benötigt werden, und erste Hilfestellungen können in diesem Gespräch erarbeitet werden.

Um einen Termin zu vereinbaren, bittet der Frauen-Notruf Wetterau um vorherige Anmeldung per Tel.: 06043 4471 oder per Mail: info@frauennotruf-wetterau.de
Die juristische Erstberatung kostet € 10,- und findet im Frauen-Notruf Wetterau e.V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda statt.

Gewalt gegen Frauen verhindern, bevor sie passiert

Frauennotruf Wetterau

Mit dem Frauen-Notruf verbinden viele Menschen Hilfe für Frauen in akuten Gefahrensituationen oder auch eine Telefon-Hotline für gewaltbetroffene Frauen. Dabei ist der Frauen-Notruf Wetterau e. V. viel breiter aufgestellt: Die Fachberatungsstelle in Nidda bietet Frauen, Mädchen und Trans ab 16 Jahren nicht nur telefonische, sondern auch persönliche, Online- und Video-Beratung an, wenn sie geschlechtsspezifische Gewalt erleben oder erlebt haben. Aber auch Angehörige, Unterstützer*innen und Fachkräfte wenden sich mit ihren Fragen und Problemen an die Beraterinnen.

Seit diesem Jahr baut der Frauen-Notruf Wetterau ein weiteres Arbeitsfeld aus: die Gewaltprävention. Jeanette Stragies ist seit zehn Jahren in der Beratung tätig, sie erklärt: „Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Unterstützung und Beratung gewaltbetroffener Frauen. Aber uns wäre es natürlich lieber, wenn diese Gewalt gar nicht erst entstehen würde.“ Ihr und ihren Kolleginnen sei es ein großes Anliegen, die Präventionsarbeit im Wetteraukreis auszubauen und langfristig zu verankern.
Bisher konnte der Verein nur punktuell Workshops oder Fortbildungen an Schulen oder Einrichtungen anbieten, je nach Auslastung der Mitarbeiterinnen. Für die Ausarbeitung und das Angebot eines flächendeckenden Präventionskonzepts fehlten die personellen und finanziellen Ressourcen. Dank Fördergelder des Wetteraukreises und Spendengelder kann das Präventionsangebot nun grundlegend erweitert werden.

Zwei Präventionsfachkräfte sind nun Teil des Teams. „Um im gesamten Kreis verschiedene Themen und Zielgruppen abdecken zu können, kooperieren wir mit Fachstellen des Wetteraukreises und anderen Fachberatungsstellen“, erläutert Julia-Katharina Wintermeyer die Arbeitsstruktur ihrer neuen Stelle. Momentan steht die Konzepterarbeitung im Vordergrund, aber auf die praktische Arbeit an Schulen, Kindergärten und Freizeiteinrichtungen freuen sie und ihre Kollegin, Monika Scheddel-Pfaff, sich schon jetzt.
Themen gebe es viele, die für die Präventionsarbeit wichtig sind. „In der Arbeitsgemeinschaft ‚Jugend‘ des Kreispräventionsrates Wetterau haben wir uns im ersten Schritt auf das Thema Sexualität und Medien verständigt. Dazu wird es eine Fortbildungsreihe geben, die sich auch mit digitaler Gewalt beschäftigt.“ Ihr selbst liegt auch das Thema Häusliche Gewalt sehr am Herzen, da die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, die Gewalt zwischen den Eltern miterleben, oft unterschätzt werden.

Ihre Motivation für diese Stelle fasst Monika Scheddel-Pfaff so zusammen: „Ich möchte Jugendliche neben der Wissensvermittlung vor allem darin bestärken, selbstbestimmt herauszufinden, was ihnen gefällt, aber auch selbstbewusst ‚Nein‘ zu sagen und sich Hilfe zu holen. Und es ist mir ganz wichtig zu vermitteln, dass sie niemals schuld sind, wenn sich eine Person übergriffig verhält.“ Die Verantwortung darf nicht auf den Schultern der Kinder und Jugendlichen liegen, daher richten sich viele Konzepte auch an pädagogische Fachkräfte und Eltern. Beide Frauen hoffen, dass die Angebote gut angenommen werden und dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche besser vor Gewalt geschützt werden.

Pressemitteilung vom 20.07.2022

Frauensommer 2022 - Wir sind dabei!

Frauennotruf Wetterau

Der Frauen-Notruf Wetterau e. V. macht am Donnerstag, den 14. Juli, Station in Bad Nauheim. Zwischen 14 und 18 Uhr finden Sie uns auf dem Platz vor der Sparkasse Oberhessen (Kurstraße 2).
Wir klären über Vergewaltigungsmythen und Vorurteile gegenüber Betroffenen sexualisierter Gewalt auf und machen auf das Angebot „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“ aufmerksam. Dieses Angebot ermöglicht eine vertrauliche medizinische Erstversorgung und auf Wunsch eine gerichtsfeste Spurensicherung im Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim ohne vorherige Anzeigenerstattung.
Mehr Infos dazu unter www.soforthilfe-nach-vergewaltigung.de
Die Aktion ist eine Veranstaltung im Rahmen des Wetterauer Frauensommers und erfolgt in Kooperation mit der Frauenbeauftragten der Stadt Bad Nauheim.

Frauen-Notruf Wetterau e. V. informiert über Hilfsangebote bei sexualisierter Gewalt - Open Air Bettaktion in Bad Salzhausen und Bad Nauheim

Frauennotruf Wetterau

Der Frauen-Notruf Wetterau e. V. ist am Freitag, den 08. Juli, zur Tour der Vielfalt in Bad Salzhausen mit einer Open Air Bettaktion vor Ort. Ab 18 Uhr wird den Besucherinnen und Besuchern im Unteren Kurpark neben dem Bühnenprogramm und den Infoständen eine gemütliche Schlafzimmerkulisse mit Doppelbett und Nachtschränkchen geboten.

Die Schlafzimmerkulisse sieht einladend aus, steht aber für den Ort, an dem Frauen statistisch die meiste Gewalt erleben: im eigenen Zuhause. Die Mitarbeiterinnen des Frauen-Notrufs machen mit der Aktion auf diese Problematik aufmerksam und informieren über ihr Beratungs- und Unterstützungsangebot sowie das Hilfsangebot der „Medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigung“. Die medizinische Soforthilfe ermöglicht betroffenen Frauen und Männern eine vertrauliche medizinische Erstversorgung sowie auf Wunsch eine gerichtsfeste Spurensicherung im Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim.

Die Aktion erfolgt in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Nidda und dem Zonta Club Nidda-Oberhessen, die am Freitag auch mit dabei sind und die Aktion unterstützen.

Im Rahmen des Wetterauer Frauensommers wird die Open Air Bettaktion auch am Donnerstag, den 14. Juli in Bad Nauheim zwischen 14 und 18 Uhr auf dem Platz hinter der Dankeskirche durchgeführt.

Digitale & kostenlose Fortbildungsreihe für pädagogische Fachkräfte!

Frauennotruf Wetterau

Ein sicherer Umgang mit digitalen Medien gilt heute in vielen Bereichen des Lebens als selbstverständlich und will doch gelernt sein. Social-Media Plattformen und Online-Games haben eine große Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche. Gleichzeitig gehen damit viele Gefahren einher, die vielen Eltern, Fachkräften und auch den Kindern und Jugendlichen nicht bewusst sind. Wie kann ein sicheres Aufwachsen in einer mediatisierten und digitalisierten Welt aussehen? Wie können Kinder und Jugendliche vor Gefahren geschützt werden ohne die Medien zu verteufeln?
In den drei Modulen der neuen Fortbildungsreihe können pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten (Kita, Schule, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe etc.), ihr Wissen rund um die Themen Medienkompetenz und Medienerziehung, Medien und Sexualität sowie Sexualisierte Gewalt in den Medien erweitern.
Die Fortbildungsreihe findet online statt und ist kostenlos. Anmeldung: www.netzwerk-gegen-gewalt.hessen.de/Anmeldung-Fortbildungsreihe-Wetteraukreis

Unsere Kollegin Julia-Katharina Wintermeyer war in die inhaltliche Ausarbeitung eingebunden und wird in zwei Modulen als Referentin dabei sein.

Beteiligte Kooperationspartner:
Wildwasser Wetterau
Wetteraukreis
Jugendberatung und Jugendhilfe e.V.
pro familia Friedberg
Netzwerk Gegen Gewalt Hessen