Frauen-Notruf Wetterau e.V. zieht Bilanz und blickt nach vorn
Frauennotruf WetterauBei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Frauen-Notrufs Wetterau e.V. blickte der Verein auf ein arbeitsreiches Jahr zurück und stellte wichtige Entwicklungen für die Zukunft vor.
Im vergangenen Jahr suchten 304 Frauen und 7 Männer Unterstützung bei der Beratungsstelle in Nidda. Häusliche Gewalt stellte erneut das häufigste Beratungsthema dar, gefolgt von sexualisierter Gewalt. In der Mehrzahl der Fälle gingen die Gewalthandlungen von aktuellen oder ehemaligen Partnern aus. Für weitere Informationen zur Beratungsarbeit wird auf den Jahresbericht verwiesen, der in Kürze vorliegen und auch auf der Homepage veröffentlicht wird.
Besonders erfreulich war die Auszeichnung des Präventionsworkshops „Gute Partnerschaft von Anfang an“, der mit dem zweiten Platz des Hessischen Präventionspreises geehrt wurde. Der Workshop richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse und vermittelt, was eine gesunde, respektvolle und gewaltfreie Beziehung ausmacht. Insgesamt umfasst das Präventionsangebot mittlerweile sieben verschiedene Workshops, die sich an Kinder, Jugendliche sowie Fachkräfte richten.
Der Kassenbericht bestätigte eine stabile finanzielle Situation des Vereins. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und anschließend im Amt bestätigt. Wiedergewählt wurden Fabienne Metz (1. Vorsitzende), Petra Claas (2. Vorsitzende), Heike Lüders (3. Vorsitzende) und Christa Mansky (Kassenwartin).
Mit Blick auf das aktuelle Jahr stellte der Frauen-Notruf wichtige Entwicklungen vor: Dank der Unterstützung der Stadt Nidda konnten die Räumlichkeiten erweitert werden. Da sie sich im selben Gebäude befinden, konnten sie im Vorfeld der Jahreshauptversammlung von den Mitgliedern besichtigt werden. Die Renovierungsarbeiten sollen bis Anfang Mai abgeschlossen sein, sodass der Bezug unmittelbar bevorsteht. In der zweiten Jahreshälfte soll eine weitere Beratungsstelle namens „pepper – Kinder- und Jugendberatung bei Häuslicher Gewalt“ starten, die ebenso in den neuen Räumen ihren Platz finden wird. Dieses Angebot wird sich direkt an Kinder und Jugendliche als Mitbetroffene von Häuslicher Gewalt im Elternhaus richten, steht aber ebenso Angehörigen und Fachkräften offen.
Auf dem Foto, hintere Reihe: Petra Claas, Fabienne Metz, vordere Reihe: Heike Lüders, Christa Mansky