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CDU Nidda im Austausch mit dem Frauen-Notruf Wetterau

Frauennotruf Wetterau

Für die Beratungsstelle des Frauen-Notrufs Wetterau e.V. wird in den kommenden Monaten durch den Bezug weiterer Räumlichkeiten im jetzigen Gebäude endlich die dringend notwendige räumliche Entlastung erfolgen. Ein guter und zugleich sehr erfreulicher Grund für die CDU Nidda den Frauen-Notruf zu besuchen.

Seit rund 30 Jahren befindet sich der Frauen-Notruf in den städtischen Räumen. Durch den gestiegenen Beratungsbedarf reichen die Räumlichkeiten seit langem nicht mehr aus. Gleichzeitig ist das Team gewachsen und besteht jetzt aus sieben Mitarbeiterinnen. Viele Jahre hat die CDU Nidda die Suche nach neuen Räumlichkeiten aktiv unterstützt und freut sich, dass nun im selben Gebäude im unteren Stockwerk weitere Räume gewonnen wurden. Zukünftig sollen dort die Beratungs- und im oberen Stockwerk die Büroräume untergebracht werden.

Die Suche gestaltete sich über Jahre schwierig. Zum einen ist für den Eingangsbereich eine besondere Diskretion erforderlich. Weiterhin muss die Beratungsstelle mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.

Die Beratungs- und Interventionsstelle bietet Frauen, Mädchen und trans Personen ab 16 Jahren Hilfe, die körperliche, seelische und/oder sexualisierter Gewalt erlebt haben oder davon bedroht sind. Mit dem Bezug der neuen Räume kann das Angebot um ein neues Beratungsangebot erweitert werden. Für Mitte des Jahres ist ein neues Hilfsangebot namens „pepper“ geplant, das sich an Kinder und Jugendliche richtet, die von Häuslicher Gewalt (mit)betroffen sind. Es ermöglicht eine umfassende Unterstützung über klassische Beratungsangebote hinaus. Die Beratungsarbeit umfasst die altersgerechte Einordnung des Erlebten, Aufklärung zu Häuslicher Gewalt, individuelle Sicherheitsplanung, Informationen zu Rechten sowie Strategien zum Selbstschutz und zur eigenen Stärkung.

Finanziert wird der Frauen-Notruf Wetterau e.V. größtenteils durch öffentliche Mittel des Landes Hessen und des Wetteraukreises. Zudem unterstützen die meisten Städte und Gemeinden des Wetteraukreises die Arbeit des Frauen-Notrufs durch freiwillige Leistungen in unterschiedlicher Höhe. Sehr dankbar sei man für die Unterstützung der Stadt Nidda, die beispielhaft sei. Leider sei festzustellen, dass mehrere Kommunen diese Förderung aufgrund ihrer Haushaltslage eingestellt haben. Da Betroffene aus dem gesamten Kreisgebiet beraten und unterstützt werden, sei dies eine Entwicklung, die mit Sorge betrachtet wird. Eigenmittel in Form von zum Beispiel Bußgeldzuweisungen, Mitgliedsbeiträgen und Spenden ergänzen die öffentlichen Mittel.

Die CDU Nidda war betroffen von der Höhe des Beratungsbedarfs und wird sich dafür einsetzen, dass durch verbindliche Finanzierungs- und Spendenzusagen diese wertvolle Tätigkeit in dem benötigten Umfang fortgeführt werden kann.

Quelle: CDU Nidda, Spruck