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Diese Bierdeckel retten Leben

“Orange Days”

Knalliges Orange, dazu erschütternde Fakten über Gewalttaten gegen Frauen und ein klares “Nein”. “Nein” zu Gewalt an Frauen sagen die Soroptimistinnen aus Bad Nauheim und haben ein einmaliges Projekt in der Wetterau auf die Beine gestellt.

Gewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig. Hinter verschlossenen Türen, im Alltag, manchmal ganz offensichtlich abends beim Ausgehen. Hilfsangebote gibt es in der Wetterau und damit jede Betroffene weiß, wohin sie sich wenden kann, hat sich der Soroptimist-Club (SI) aus Bad Nauheim etwas Besonderes überlegt: Eigens bedruckte, orange Bierdeckel. Mit dem SI-Logo und Informationen zu örtlichen Initiative, wie dem Frauennotruf Wetterau und einem QR-Code fürs Handy. Darauf zu lesen ist “SI Club Bad Nauheim und Wetterauer Gastronom*innen” sagen NEIN zu Gewalt gegen Frauen". Diese Bierdeckel haben die Soroptimistinnen in Wetterauer Lokalen oder Bäckereien verteilt. Mit erstaunlich großer Resonanz: 2000 Deckel hatte der Club herstellen lassen, 10 000 mussten sie nachbestellen. Mit dieser Aktion machen die Soroptimistinnen beim weltweiten “Orange Day” vom 25. November bis 10. Dezember mit. “Im Durchschnitt ist weltweit jede dritte Frau Opfer physischer oder sexueller Gewalt, die häufig vom engsten Umfeld ausgeübt wird. Wir Soroptimistinnen müssen für Frauen aufstehen! Wir wollen eine Veränderung sehen”, sagt Soroptimistin Anne Wilmers. Deshalb sind diese Fakten auf der Rückseite des Bierdeckels gedruckt: "Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Partnerin zu töten; an jedem dritten Tag gelingt ihm das. Laut Statistik des Bundeskriminalamtes gibt es jährlich 140 000 Fälle p
partnerschaftlicher Gewalt. Wir sagen “Nein” zu Gewalt gegen Frauen".

Der Club setzt sich seit 28 Jahren für Frauen und deren Rechte ein. Im Club sind berufstätige Frauen aus unterschiedlichen Bereichen organisiert, die sich einerseits zu monatlichen Vorträgen treffen und auch weltweite Projekte unterstützen. Wie die “Orange Days”.
Hingucker Plakataktion

Die Soroptimistinnen haben sich schon vor vielen Wochen über diesen Tag Gedanken gemacht, sagt Wilmers. Sechzehn Tage lang, also vom Beginn der Aktion am 25., dem Tag gegen Gewalt gegen Frauen, bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, werden die orangen Bierdeckel in Lokalen oder Cafés ausgelegt. Bisher sei das Feedback überwältigend gewesen, meint Wilmers. Viele wollten mitmachen, standen der Aktion sehr positiv gegenüber: “Eine Frau in einem Lokal hat spontan gesagt, sie sei zwar nicht selber von Gewalt betroffen, wisse aber, wem sie diesen Bierdeckel sofort geben wird”, erzählt Wilmers. Die Inhaber einer Weinhandlung, Restaurants oder Lokale, die mitmachen, sind auch Teil einer Plakataktion der Soroptimistinnen: Sie sind mit einem Porträtfoto auf den Plakaten abgebildet, die für die Aktion werben und in der Wetterau aufgehängt sind. Die Club-Frauen wollen mit dem Bierdeckel-Projekt auch andere SI-Clubs inspirieren: “Wir haben die Vorarbeit in der Wetterau geleistet, jetzt können es die anderen Clubs nachmachen.” Soroptimist International hat weltweit in 132 Ländern rund 80 000 Mitglieder in über 3000 Clubs.

Die Club-Schwestern erhoffen sich durch die Bierdeckel-Aktion auch, Sponsoren zu finden, damit sie ihre zahlreichen sozialen Projekte weiter fördern können.
Wer helfen will, findet Infos zu den Projekten und dem Förderverein unter www.soroptimist-badnauheim.de. Die “Bierdeckel”-Aktion soll im kommenden Jahr weitergeführt werden.

Sie alle machen mit

An der “Bierdeckel”-Aktion der Bad Nauheimer Soroptimistinnen haben sich viele Lokale, Bäckereien, Cafés oder Weinhandlungen in der Wetterau beteiligt. Hier liegen die orangen Bierdeckel der Soroptimistinnen vom 25. November bis zum 10. Dezember aus. In Friedberg: Costas und Alexas Musikbistro, Dunkel, Kaktus, Pastis, Café Feeling, Novum, Da Nino, Reggio, Carmela, Galerie, St. Petersburg, Taunusklause, Zaragoza. In
Bad Nauheim: Da Davide, die Weinhandlung Fertsch, And & Vin, Bodega Movida, Rosenau, Schwyzer Hüsli, Pane e Vino, Café Phono, Pfälzer Hof, Zulegers, Semira, Willys Pub, El Sol, Cafe Levante, Adriano, Soul4Drinks, Kaffeemühlchen, Green Ox, Il Gusto. Außerdem beteiligen sich Isoletta in Wölfersheim, die Weinscheune in Echzell, die Klosterschänke in Niddatal-Ilbenstadt, Roma II aus Niddatal-Assenheim, Trattoria il Ponte in Florstadt, sowie die Privatrösterei Philipp und die Stadtbäckerei Rank in Nidda. (koe)
An der “Bierdeckel”-Aktion der Bad Nauheimer Soroptimistinnen haben sich viele Lokale, Bäckereien, Cafés oder Weinhandlungen in der Wetterau beteiligt. Hier liegen die orangen Bierdeckel der Soroptimistinnen vom 25. November bis zum 10. Dezember aus. In Friedberg: Costas und Alexas Musikbistro, Dunkel, Kaktus, Pastis, Café Feeling, Novum, Da Nino, Reggio, Carmela, Galerie, St. Petersburg, Taunusklause, Zaragoza. In Bad Nauheim: Da Davide, die Weinhandlung Fertsch, And & Vin, Bodega Movida, Rosenau, Schwyzer Hüsli, Pane e Vino, Café Phono, Pfälzer Hof, Zulegers, Semira, Willys Pub, El Sol, Cafe Levante, Adriano, Soul4Drinks, Kaffeemühlchen, Green Ox, Il Gusto. Außerdem beteiligen sich Isoletta in Wölfersheim, die Weinscheune in Echzell, die Klosterschänke in Niddatal-Ilbenstadt, Roma II aus Niddatal-Assenheim, Trattoria il Ponte in Florstadt, sowie die Privatrösterei Philipp und die Stadtbäckerei Rank in Nidda. (koe)
von Sabine Bornemann, Wetterauer Zeitung, 24.11.2019

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Informieren und bestärken

Gewaltschutz: Mehrsprachige Plakatreihe des Wetteraukreises soll Frauen mit Migrationshintergrund über ihre Rechte informieren
Landrat Weckler stellt Plakatreihe zu Gewalt-schutz in Flüchtlingsunterkünften für Frauen vor

Wetteraukreis (pdw).“Niemand darf….mich einsperren oder kontrollieren“. In der Gemeinschaftsunterkunft „Über dem Wehrbach“ in Friedberg stellte Landrat Jan Weckler eine Plakatreihe der Bildungskoordinatorin Anna Möller zum Thema Gewaltschutz für Frauen aller Herkunftsländer vor. Unterstützt wurde sie dabei von den Beratungsstellen Frauenhaus und Frauen-Notruf sowie dem Fachdienst Frauen und Chancengleichheit und der Fachstelle Migrati-on Steuerung des Wetteraukreises.

Die Idee zu der Plakatreihe entstand aus dem Projekt „Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften“ heraus, welches der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit gemeinsam mit der Fachstelle Migration Steuerung bereits 2017 durchgeführt hat. Indem festgestellt wurde, dass es insbesondere für Frauen noch Aufklärungsbedarf gibt.

Landrat Jan Weckler begrüßt die Kampagne „Uns ist es ein besonderes Anliegen im Wetteraukreis, Frauen über ihre Rechte zu informieren und sie darin zu bestärken sie einzufordern. Hierfür hat die Bildungskoordinatorin die mehrsprachige Plakatreihe gemeinsam mit den Beratungsstellen aus dem Wetteraukreis entwickelt.“

Häusliche Gewalt betrifft alle Bevölkerungsschichten und jede 4. Frau ist davon betroffen. Mehr als 80 Prozent der Opfer von Häuslicher Gewalt sind Frauen, und mit Ihnen auch die Kinder, die oftmals Zeugen davon werden.
Anders als im privaten Umfeld, bekommen Mitarbeitende und Bewohner/innen in Gemeinschaftsunterkünften die Gewalt häufig mit und wissen dann nicht, was zu tun ist. Die Frauen in den Unterkünften sprechen wenig oder kein Deutsch, kennen die Hilfen und ihre Rechte nicht, die Ihnen zustehen. Daher sind die Frauen in Gemeinschaftsunterkünften besonders schutzbedürftig.

„Wir wollen die Frauen bestärken sich Hilfe zu suchen und gleichzeitig allgemein über ihre Rechte in Deutschland informieren. Und damit wir möglichst viele Frauen erreichen, haben wir uns für zweisprachige Plakate mit zusätzlichen Piktogrammen entschiedenen“, so Bildungskoordinatorin Anna Möller.
Die Plakate sind immer in Deutsch und einer weiteren Sprache. Für den Anfang gibt es sie in Englisch, Französisch, Arabisch und Tigrinja.

„Es ist wichtig, dass die Hilfsangebote, die es gibt und die Handlungsmöglichkeiten bekannter werden und auch von Migrant/innen genutzt werden“, sagt Ilona Geupel von der Beratungs- und Interventionsstelle Frauen helfen Frauen e.V. in Friedberg. Dies gilt nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für alle die mit der Zielgruppe arbeiten, sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt.
Daher werden die Plakate neben den Gemeinschaftsunterkünften auch an öffentlichen zugänglichen Orten, in den Kommunen und bei Sprachkursträgern ausgehängt, um möglichst vie-le Menschen zu erreichen.

Die Plakatreihe soll aufklären und informieren, zugleich aber auch die Frauen an das Thema Selbstbestimmung heran führen. „Wir wissen, dass die Plakate nur ein Baustein sind, um Frauen zu erreichen und ermutigen, sich Hilfe zu suchen“, sagt Cäcilia Schlocker vom Frauen-Notruf in Nidda.

Wer die Plakate in seiner Institution aufhängen möchte, kann sich bei der Bildungskoordinatorin Anna Möller melden unter: anna.moeller@wetteraukreis.de

Die Bildungskoordination im Wetteraukreis wird vom Bundes-ministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der „Transferinitiative kommunales Bildungsmanagement“ finanziert.

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Von Frauen für Frauen

Das Unternehmerinnen-Netzwerk “Aufgeweckt” spendet 500 Euro an den Frauen-Notruf Wetterau.
“Wir wollen Frauen und Mädchen unterstützen, die körperlicher, seelischer und/oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren”, betonte die stellvertretende Vorsitzende des Unternehmerinnen-Netzwerks Wetterau, Jasna Patricia Müller, bei der Überreichung eines Schecks von 500 Euro an den Frauen-Notruf Wetterau. Die Leiterin des Frauen-Notrufs, Christa Mansky, zeigte sich sehr erfreut, denn mit der Spende kann noch vor Jahresende von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen geholfen werden. “Gerade in der kalten Jahreszeit ist dies eine mehr als willkommene finanzielle Unterstützung.”
Betroffene kommen oftmals nur mit wenig Habseligkeiten und in Begleitung ihrer Kinder zum Frauen-Notruf. Jede noch so kleine Spende wird dann zum wahren Segen, der aus wirklicher Not helfen kann. Das Unternehmerinnen-Netzwerk sammelt regelmäßig bei den “Aufgeweckt”-Vorträgen Spenden für einen sozialen Zweck ein. In diesem Jahr hatte der Verein entschieden, ein weiteres Mal dem Frauen-Notruf eine Spende zukommen zu lassen.
Die gesammelten Beträge wurden dabei von “Aufgeweckt” auf 500 Euro aufgestockt. Das unabhängige Unternehmerinnen-Netzwerk Wetterau “Aufgeweckt” ist ein Zusammenschluss von Inhaberinnen kleiner und mittelständischer Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen.
Zweck des Vereins ist die berufs- und branchenübergreifende Förderung von Unternehmerinnen und Gründerinnen. Dabei steht insbesondere die gegenseitige Beratung und Unterstützung im Vordergrund. Auch der Austausch und die Erarbeitung von Konzepten und Strategien zur Führung und dem Ausbau eigener Unternehmen stehen immer wieder im Fokus.
Die Mitglieder treffen sich jeden ersten Montag im Monat zum gegenseitigen Austausch und zum Netzwerken in der Rosbacher Wasserburg, Haingraben 17. Gäste sind an diesem Tag jederzeit willkommen.
[Kreisanzeiger, 26.11.2019]

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Autogenes Training - Die Kunst im Alltag zu entspannen

Entspannungskurs für Frauen
In Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau e.V. bietet Entspannungspädagogin Christiane Wettig einen Kurs für Frauen an.
Erlernt wird das leicht umsetzbare und schnell wirksame Autogene Training. Mit dieser effektiven Entspannungsmethode kann man gezielt zur Ruhe kommen, entspannen und Spannungsschmerzen vorbeugen. Sie eignet sich für Frauen jeden Alters und kann jederzeit im Sitzen, Liegen oder im Stehen durchgeführt werden.
Durch gezieltes Wahrnehmen des inneren Erlebens mit gesammelter Aufmerksamkeit können Sie eine tiefe Selbstentspannung erreichen. Dies hilft Ihnen eine Insel innerer Ruhe zu schaffen, loszulassen und erholt den Alltag gelassener zu bewältigen. Sie kommen mit Ihrem Körper und eigenen Themen achtsam in Kontakt, lernen Stressgefühle oder Ängste abzubauen und mehr seelische und körperliche Ausgeglichenheit zu erlangen.
Dieser Kurs zielt auf Hilfe zur Selbsthilfe, um mit Unruhe, Belastungen und Problemen besser fertig zu werden und so Lebensfreude und Gesundheit zu erhalten bzw. wieder zu finden. Daher werden in diesem Kurs neben dem Autogenen Training auch Themen wie Selbstfürsorge und Achtsamkeit im Mittelpunkt stehen.
Angeboten wird ein Infoabend und ein 7 Abende umfassender Kurs:
Der Informationsabend findet am Donnerstag, 09.01.2020, um 19.30 Uhr in den Räumen des Frauen-Notrufs Wetterau e.V., Hinter dem Brauhaus 9 in 63667 Nidda statt.
Der Kurs beginnt dann am Donnerstag, 16.01.2020, um 19.30 Uhr.
Die Gebühr beträgt 67,00 €.
Um Anmeldung wird gebeten entweder beim Frauen-Notruf unter 06043-4471 oder per E-Mail info@frauennotruf-wetterau.de oder bei Christiane Wettig, Tel: 06008/918424.

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Nächster Termin der Rechtsberatung

Familienrechtliche Erstberatung im Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Am Donnerstag – 05. Dezember 2019 – bietet die Rechtsanwältin Fabienne Metz aus Bad Nauheim in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau e. V. von 10.oo bis 12.3o Uhr eine familienrechtliche Erstberatung an.

Es können rechtliche Fragen zu den Themen. Scheidung, Unterhalt, elterliche Sorge oder Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz besprochen werden. Es kann geklärt werden, welche Unterlagen benötigt werden, und erste Hilfestellungen können in diesem Gespräch erarbeitet werden.

Um einen Termin zu vereinbaren, bittet der Frauen-Notruf Wetterau um vorherige Anmeldung per Tel.: 06043 4471 oder per Mail: info@frauennotruf-wetterau.de
Die juristische Erstberatung kostet € 10,- und findet im Frauen-Notruf Wetterau e.V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda statt.

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