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Pressemitteilung: Webseite des Frauen-Notruf Wetterau: Neu und barrierearm

Der Frauen-Notruf Wetterau hat eine neue Webseite. Im neuen Design und mit überarbeitetem und erweitertem Inhalt soll die neue Homepage vor allem eines sein: Für so viele Menschen wie möglich zugänglich.
Der Frauen-Notruf versteht sich als Anlaufstelle für alle von Gewalt betroffene Frauen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bietet die neue Webseite auch Informationen in Leichter Sprache, in verschiedenen weiteren Sprachen und Gebärdensprache-Videos an. Auch für blinde Menschen ist die Seite barrierefrei nutzbar.
Die barrierearme Umgestaltung der Webseite steht im Zusammenhang mit dem Projekt „Suse –sicher und Selbstbestimmt. Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken.“ Der Frauen-Notruf Wetterau e.V. ist eine von fünf Frauenberatungsstellen in Deutschland, die das Projekt „Suse- sicher und selbstbestimmt. Frauen und Mädchen stärken“ in ihrer Region umsetzen. Das Projekt läuft von 2014 – bis 2017.
Behinderte Frauen erleben sehr viel häufiger Gewalt als nichtbehinderte Frauen und Mädchen. Im Laufe ihres Lebens erfährt beinahe jede behinderte Frau körperliche und psychische Gewalt, fast jede zweite Frau mit Behinderung ist von sexualisierter Gewalt betroffen. Dennoch sind die Zugänge für Frauen mit Behinderung zu Beratungsstellen durch unterschiedliche Barrieren erschwert. Der Frauen-Notruf Wetterau möchte daran etwas ändern. Barrieren können baulicher Art sein, es finden sich aber auch viele andere Barrieren, zum Beispiel auf kommunikativer und struktureller Ebene. Die Umgestaltung der Webseite ist Teil des Bestrebens des Frauen-Notrufs, Barrieren abzubauen und damit für mehr Frauen zugänglich zu werden.
„Wir sprechen dabei von ‚barrierearm‘ und nicht von barrierefrei, da es die unterschiedlichsten Arten von Barrieren gibt und wir das Ganze als einen Prozess sehen“, erläutert Christa Mansky vom Frauen-Notruf. „Eine absolute Barrierefreiheit herzustellen setzt voraus, dass alle Barrieren auch bewusst sind. Davon gehen wir nicht aus. Wir sind uns sicher, dass wir noch weiter dazulernen werden“, so Mansky weiter.
Zum Projekt „Suse“ findet sich mehr Wissenswertes auf der Webseite des Frauen-Notrufs.
Dort finden sich außerdem ausführliche Informationen zur medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigung. Diese Möglichkeit können Frauen im Wetteraukreis seit November 2015 in Anspruch nehmen.
In der Rubrik „Aktuelles“ finden sich aktuelle Pressemitteilungen des Frauen-Notrufs, sowie Hinweise zu Veranstaltungen und zu anderen aktuellen Themen. Es lohnt sich also, der Webseite regelmäßig einen Besuch abzustatten.

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Familienrechtliche Erstberatung

Familienrechtliche Erstberatung im Frauen-Notruf Wetterau e. V.

Am Donnerstag, 12.05.2016 bietet die Rechtsanwältin Fabienne Metz aus Bad Nauheim in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau e. V. von 9.00 bis 12.30 Uhr eine familienrechtliche Erstberatung an.

Es können rechtliche Fragen zu den Themen. Scheidung, Unterhalt, elterliche Sorge oder Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz besprochen werden. Es kann geklärt werden, welche Unterlagen benötigt werden, und erste Hilfestellungen können in diesem Gespräch erarbeitet werden.

Um einen Termin zu vereinbaren, bittet der Frauen-Notruf Wetterau um vorherige Anmeldung per Tel.: 06043 4471 oder per Mail: frauennotruf@t-online.de
Die juristische Erstberatung kostet € 10,- und findet im Frauen-Notruf Wetterau e. V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda statt.

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Pressemitteilung: Straßentheater für ein klares „Nein-heißt-Nein!“!

Friedberg. Am 13.4. haben Aktive der Antifaschistischen Bildungsinitiative Friedberg (https://www.facebook.com/antifabi/?fref=nf) und Mitarbeiter_innen des Frauen-Notruf Wetterau bei einer gemeinsamen Aktion auf die Mängel im aktuellen Sexualstrafrecht aufmerksam gemacht und ein klares „Nein-heißt-Nein“ gefordert. Die Aktion fand im Rahmen der Internationalen Woche gegen Street Harassment (Sexuelle Belästigung) statt. In mindestens 50 Ländern finden dazu vom 10. bis zum 16. April unterschiedlichste Aktionen statt. (https://www.facebook.com/MeetUsOnTheStreet; http://www.meetusonthestreet.org/)
Auf dem Friedberger Wochenmarkt stellten an diesem Mittwoch einige Aktivist_innen schauspielerisch dar, welche Problematiken auch nach der aktuell diskutierten Reform des Sexualstrafrechts weiter bestehen bleiben würden. An die durch die Darstellungen aufmerksam gewordenen Passant_innen wurden Flugblätter verteilt. Dort konnte nachgelesen werden, was auch eine der Aktivist_innen immer wieder durch ihr Mikrofon verkündete:
Deutschlands Sexualstrafrecht hat ein Grundsatzproblem: Einfach „Nein“ zu sagen, wenn man eine sexuelle Handlung nicht will, reicht nicht, damit die Handlung strafbar ist. Das ist sie nur, wenn der Täter Gewalt anwendet, konkrete Gewalt androht oder eine hilflose Situation ausnutzt. Betroffene müssen sich aktiv wehren. Ihr Verhalten bestimmt, ob ein Täter sich strafbar macht oder nicht. Nun soll das Sexualstrafrecht geändert werden. Allerdings ändert sich nach dem aktuell vorliegenden Reformentwurf nichts an den Grundsätzen, es werden nur kleine Lücken geschlossen. Auch nach der Änderung reicht es nicht aus, dass ein_e Betroffene_r sagt er_sie möchte keine sexuellen Handlungen. Wenn sich der_die Täter_in darüber hinwegsetzt macht er_sie sich weiterhin nicht strafbar. Das kann nicht sein. Helfen Sie mit, damit in Deutschland Betroffene sexueller Gewalt geschützt und Täter bestraft werden können. Unter https://www.change.org/p/heikomaas-schaffen-sie-ein-modernes-sexualstrafrecht-neinheisstnein können Sie eine Online-petition unterzeichnen. Justizminister Heiko Maas wird damit aufgefordert das Sexualstrafrecht entsprechend der Forderung „Nein-heißt nein“ zu verändern.
Auch in Zukunft wollen sich die Vereine auch in gemeinsamen Aktionen gegen sexualisierte Gewalt und für ein klares Nein-heißt-Nein in der Gesellschaft und auch vor dem Gesetz engagieren.

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Pressemitteilung: Gegen Gewalt - Mädchen und Frauen mit Behinderung stärken - auch 2016 ein Thema im Wetteraukreis!

Nidda/Karben – Am 17.2.2016 ist das Wetterauer Netzwerk Suse (Sicher und Selbstbestimmt. Mädchen und Frauen mit Behinderung stärken) mit seinem ersten Treffen ins neue Jahr gestartet. Diesmal hatte das BBW Südhessen die Teilnehmer_innen der 12 Einrichtungen aus den Bereichen der Behindertenhilfe und des Gewaltschutzes in seinen Räumen empfangen. Das Suse-Netzwerk hat zum Ziel, die Bereiche der Behindertenhilfe, der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung und des Gewaltschutzes zusammenzubringen und durch die Zusammenarbeit und den Austausch einen besseren Schutz vor Gewalt für Mädchen und Frauen mit Behinderung zu bewirken.
Als externe Expertin war diesmal Rita Schroll vom Hessischen Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung, beim Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Hessen e. V., eingeladen. Frau Schroll gab in einem interessanten Vortrag Einblicke in ihre vielfältige und engagierte Arbeit im Rahmen des Koordinationsbüros. Zu den vielfältigen Angeboten des Büros gehören unter anderem die direkte Beratung von Frauen mit Behinderung und ihre Angehörigen, Fortbildungen und Vorträge, Veröffentlichungen, Lobbyarbeit und das Informieren von Journalist_innen, Fachkräften und Politiker_innen. Nähere Informationen zur Arbeit des Hessischen Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderung unter: www.hkfb.de.
Im Anschluss berichteten Mitarbeiter_innen des Netzwerkes über bisherige Inhalte und über die Früchte, die die Zusammenarbeit seit seiner Entstehung Ende 2014 bereits getragen hatte.
Es wurde deutlich, dass allseits ein großes Interesse an dem regelmäßigen Austausch bestand. Das zeigte sich auch daran, dass sich das Netzwerk im vergangenen Jahr ganze sieben Mal getroffen hatte. Beispielsweise wurde berichtet, wie durch das Netzwerk bereits auf kurzem Wege eine Zusammenarbeit des Frauen-Notrufs und einer Einrichtung ermöglicht wurde, nachdem Teilnehmer_innen der Einrichtung Übergriffe erlebt hatten. Eine andere Mitarbeiterin des Suse-Netzwerks hatte sich, angeregt durch das Netzwerk für die Barrierefreiheit in ihrer Einrichtung eingesetzt und den Umbau der Toiletten bewirken können.
Beim kommenden Netzwerktreffen im April sollen die Arbeitsschwerpunkte des Netzwerkes für das Jahr 2016 geplant werden.
Das Suse-Netzwerk freut sich über weitere Interessierte aus den Bereichen der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung, der Behindertenhilfe und des Gewaltschutzbereiches. Diese können sich an den Frauen-Notruf Wetterau wenden (Tel.: 06043-4471, E-Mail: info@frauennotruf-wetterau.de , Homepage: www.frauennotruf-wetterau.de).
Für weitere Nachfragen wenden Sie sich gerne an uns.

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Ein Nein muss reichen!

Zum aktuellen Stand um die Reform des Sexualstrafrechts

  • Im Bundeskabinett wurde am 16.März 2016 ein vom Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Maas vorgelegter Gesetzesentwurf zur Reform des Sexualstrafrechts beschlossen.
  • Nun muss der Bundestag im Weiteren über den Entwurf beraten.
  • Der Bundesrat hat am 18.März 2016 einen Entschließungsantrag gefasst, in dem er die Bundesregierung bittet, die Strafbarkeit bei Sexualdelikten nicht von der Anwendung von Gewalt abhängig zu machen. Vielmehr müsse das fehlende Einverständnis der Betroffenen Anknüpfungspunkt der Strafbarkeit sein. Es gelte der Grundsatz “Nein-heißt-Nein”.
  • Der Bundestag ist also auch explizit dazu aufgefordert zu prüfen, ob nicht doch grundlegendere Veränderungen im Sinne einer Nein-heißt-nein Regelung notwendig sind.

Auch wir vom Frauen-Notruf Wetterau, sowie unser Bundesverband der bff und viele andere sind der Überzeugung, dass die Reform nicht weit genug geht. Ein grundlegender Paradigmenwechsel muss her. Ein Nein muss reichen!

Weitere Informationen:

Unterschreiben Sie die Online-Petition des bff an den Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Maas: Schaffen Sie ein modernes Sexualstrafrecht. Nein heißt nein.

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