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Rechtsberatung am 20.09.2019 im Frauen-Notruf Wetterau e.V.

Am Freitag, den 20.09.2019 bietet die Rechtsanwältin Fabienne Metz aus Bad Nauheim in Kooperation mit dem Frauen-Notruf Wetterau e. V. von 10.00 bis 12.30 Uhr eine familienrechtliche Erstberatung an. Es können rechtliche Fragen zu den Themen. Scheidung, Unterhalt, elterliche Sorge oder Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz besprochen werden. Es kann geklärt werden, welche Unterlagen benötigt werden, und erste Hilfestellungen können in diesem Gespräch erarbeitet werden. Die juristische Erstberatung kostet € 10,- und findet im Frauen-Notruf Wetterau e. V., Hinter dem Brauhaus 9, 63667 Nidda statt. Um einen Termin zu vereinbaren, bittet der Frauen-Notruf Wetterau um vorherige Anmeldung per Tel.: 06043 4471 oder per Mail: info@frauennotruf-wetterau.de

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Frauen-Notruf Wetterau veröffentlicht Jahresbericht 2018

2018 war es 30 Jahre her, dass der Frauen-Notruf Wetterau gegründet wurde. 248 Frauen nahmen seine Beratung in Anspruch.
NIDDA – 2018 war es 30 Jahre her, dass der Frauen-Notruf Wetterau gegründet wurde. 1988 hatten sich engagierte Frauen im Friedberger Frauenzentrum entschlossen, eine Fachberatungsstelle für Mädchen und Frauen zu gründen, die sexualisierte, körperliche und/oder psychische Gewalt erlebt haben. Gewalt gegen Frauen musste ernst genommen werden. Auch in der ländlichen Gegend des Wetterauer Ostkreises, in dem zuvor keine frauenspezifischen Angebote vorhanden waren. So wurde der Frauen-Notruf trotz einiger politischer Hürden und entgegen aller skeptischer Aussagen wie “Nur in großen Städten gibt es ein Gewaltproblem” mit einer Ansiedlung im Ostkreis der Wetterau eröffnet.
Ganz im Zeichen der erfolgreichen Gründung vor 30 Jahren steht der aktuelle Jahresbericht. Die Mitarbeiterinnen hatten 2018 einiges zu tun. So wurde eine Jubiläumsfeier im September organisiert, zu der zahlreiche Gäste aus Politik, anderen Beratungsstellen, der Polizei und Justiz geladen waren. Zudem wurde neben der Jubiläumsfeier eine Kunstausstellung gezeigt.

Die Ausstellung “Kunst zu Gewalt gegen Frauen” zeigte elf Künstler, die sich auf kreative Weise gegen die Tabuisierung von Gewalt gegen Frauen wendeten. Zahlreiche Skulpturen, Bilder und Texte wurden von Mitte August bis Mitte November in Büdingen und Friedberg einer breiten Öffentlichkeit zur Schau gestellt.
Die persönliche Wahrnehmung von Gewalt durch die Künstler stand dabei im Fokus und verhalf zu einer öffentlichen Sensibilisierung von gesellschaftlichen Missständen. Die Kunstobjekte drückten Hoffnung, Wut, Verletzlichkeit und Betroffenheit aus. Aber vor allem zeigten sie, wie wichtig ein “Hinschauen” ist und wie schade, aber notwendig die Existenz einer Frauenberatungsstelle gesamtgesellschaftlich bleibt. Denn noch immer erlebt jede zweite bis dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben eine Form von Gewalt. Mehrfachdiskriminierte Frauen haben meist noch häufiger Gewalt erlebt.
So blieb auch 2018 die persönliche Beratungsarbeit der Tätigkeitsschwerpunkt des Frauen-Notrufs. 248 Frauen und Mädchen sowie einige wenige Männer nahmen die Hilfe und Unterstützung des Frauen-Notrufs in Anspruch. Um die gesamtgesellschaftliche Stellung von Frauen und Mädchen zu verbessern, wurde zudem Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit erledigt. Das Netzwerk “Suse – sicher und selbstbestimmt. Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken” eröffnete eine eigene Arbeitsgruppe in Leichter Sprache, um Expertinnen in eigener Sache in den Prozess des Netzwerkes einzubinden, erarbeitete Kriterien für einen barrierefreien Bahnhof in Friedberg und plant eine inklusive Fachtagung für 2020. Auch das Angebot “Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung”, für das der Frauen-Notruf als Koordinierungsstelle fungiert, blieb eine zentrale Aufgabe im Jahr 2018 und wird es auch weiterhin bleiben.

Was sonst noch alles auf der Agenda des Frauen-Notrufs stand und wie die finanzielle Situation aussah, lässt sich auf der Homepage www.frauen-notruf-wetterau.de nachlesen. Der Jahresbericht kann online heruntergeladen oder auf Anfrage in einer Printversion ausgehändigt werden.
Die Beratungsstelle des Frauen-Notrufs Wetterau ist in Nidda, Hinter dem Brauhaus 9, und ist unter der Woche von 9 bis 13 Uhr sowie mittwochs zusätzlich von 15 bis 19 Uhr unter der Rufnummer 06043/4471 oder per E-Mail an info@frauennotruf-wetterau.de erreichbar.

<Kreisanzeiger, 22.07.2019>

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Istanbul-Konvention soll Frauen besser vor Gewalt schützen

Frauen besser vor häuslicher und sexualisierter Gewalt schützen – das ist das Ziel des Übereinkommens des Europarats, der sogenannten Istanbul-Konvention, die am 1. Februar 2018 in Deutschland in Kraft getreten ist. Was sich dahinter verbirgt und wie die Konvention bei uns im Wetteraukreis umgesetzt werden kann, war Thema einer Veranstaltung im Kreishaus.

Der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises hatte gemeinsam mit dem Runden Tisch gegen Häusliche Gewalt zu der Veranstaltung eingeladen. 40 Vertreterinnen von Kommunen, Beratungs- und Interventionsstellen, Frauenhaus, Polizei und Justiz waren gekommen, um sich über das Übereinkommen zu informieren und über Handlungsmöglichkeiten nachzudenken.

Dass Häusliche Gewalt gegen Frauen auch im Wetteraukreis ein großes Thema ist, bestätigen nicht nur die Fallzahlen der Polizei. Auch die Plätze des Frauenhauses sind durchgängig voll vergeben.

Landrat Jan Weckler lobte die im Wetteraukreis bereits vorhandenen Hilfsangebote: „Dank der engagierten Arbeit des Frauen-Notrufs Wetterau, des Vereins Frauen helfen Frauen und der Beratungsstelle Wildwasser gibt es kompetente und verlässliche Hilfe. Dennoch gilt es nun zu überprüfen, wo weiterer Handlungsbedarf besteht“, so Weckler.

Die ehemalige Staatsanwältin Dagmar Freudenberg (Staatsanwältin i. R. und Mitglied im Deutschen Juristinnenbund) erläuterte in ihrem Vortrag die wichtigsten Punkte der 81 Artikel des Abkommens. Besonders betonte sie dabei die Verpflichtungen zur Prävention von Gewalt gegen Frauen. Gerade Mädchen und junge Frauen müssten hier in den Blick genommen werden.

Prävention kostet Geld. Geld, das überall knapp ist. Stellt man jedoch die Kosten dagegen, die Häusliche Gewalt für die Opfer und den Staat verursachen, so wird auch der volkswirtschaftliche Nutzen deutlich. Eine Studie des Institutes für Soziale Arbeit der Brandenburgischen Technischen Universität BTU Cottbus-Senftenberg kommt hier auf Gesamtkosten von mindestens 3,8 Milliarden Euro pro Jahr. Pro Person im erwerbsfähigen Alter ergeben sich Kosten von 74 Euro pro Jahr.

„Der Schutz vor Gewalt ist ein Menschenrecht ist“, so Freudenberg, „jede Frau hat darauf rechtlichen Anspruch, unabhängig von Einkommen und Vermögen, Herkunftsort, Aufenthaltsstatus gesundheitlichen Einschränkungen oder Behinderungen.“

Doch genau daran mangelt es in der Praxis noch häufig. Für Frauen mit körperlichen Beeinträchtigungen ist es beispielsweise schwierig, einen Platz im Frauenhaus zu bekommen, da der überwiegende Teil der Schutzeinrichtungen in Hessen nicht oder nur teilweise barrierefrei ist. Auch Migrantinnen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus und geflüchtete Frauen haben durch das derzeitige Aufenthalts- und Asylgesetz nur eingeschränkt Zugang zu den Hilfsangeboten.

Wer kümmert sich im Wetteraukreis um die Umsetzung?

Die Leiterin der hessischen Landeskoordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt, Cornelia Schonhardt, sieht hierbei auch im „Runden Tisch gegen häusliche Gewalt“ einen wichtigen Akteur. „Die Runden Tische sind wichtige Ansprechpartner für die Landesregierung und Motor bei der Umsetzung der Konvention vor Ort“ so Schonhart. Hier sind die wesentlichen Akteure und Institutionen vernetzt. Nun geht es darum, die konkreten Bedarfe vor Ort zu erheben und die Angebote zu prüfen.
Foto und Artikel: Wetteraukreis.

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Frauen-Notruf erweitert Angebot für Sehbehinderte

Wetteraukreis (pm). Der Frauen-Notruf Wetterau versucht das Recht von Frauen mit Behinderung auf barrierefreien Zugang Schritt für Schritt einzulösen. Aktuell hat er einen neuen Angebotsflyer in Punktschrift herausgebracht. Damit können sich blinde Frauen, die Punktschrift lesen können, über das Angebot informieren und über einen gesicherten Onlinezugang an den Frauen-Notruf wenden. Laut einer Studie sind Frauen mit Behinderung besonders häufig von körperlicher, sexualisierter oder psychischer Gewalt betroffen. Das mache deutlich, wie wichtig ein barrierefreier Zugang sei (Wetterauer Zeitung, 08.06.2019).

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Zonta Club Nidda-Oberhessen übergibt Spenden an soziale Einrichtungen

Die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen ist ein wichtiges Ziel des Zonta Clubs Nidda-Oberhessen. Auch finanziell werden Projekte unterstützt.

BAD SALZHAUSEN – “Seit Jahren setzen wir uns für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen ein, ganz im Einklang mit den Zielen von Zonta international”, betonte die Präsidentin des Zonta Clubs Nidda-Oberhessen, Stefanie Lupp, zu Beginn eines Treffens im Kurhaus-Hotel.

625 Euro konnte Christa Mansky vom Frauen-Notruf Wetterau entgegennehmen. Mit dem Ziel, für Hilfe suchende Frauen jeder Nationalität zugänglich zu sein, wird die Zonta-Spende für die Übersetzung des Notruf-Infoflyers in Französisch, Iranisch und Tigrinisch genutzt. Ausgaben in Türkisch, Russisch und Arabisch sowie für Frauen mit Handicaps in einfacher Sprache liegen bereits vor. Die zweite Spende im selben Umfang wurde an Karin Kornelia Brückmann vom Evangelischen Dekanat Büdinger Land übergeben. Die Sozialarbeiterin ist für Arbeit mit Alleinerziehenden und mit Familien in Konfliktsituationen zuständig und konnte ein Kontakt- und Hilfenetz aufbauen, wozu auch Ferienangebote gehören. Mansky und Brückmann dankten herzlich für die Unterstützung. Eine weitere Spende des Zonta Clubs in Höhe von 500 Euro geht an den Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder in Gießen.

Die Zontians freuten sich, an diesem Abend Fiona Ruff in ihrer Mitte zu haben. Die Betriebswirtin aus Oberursel ist seit zwölf Jahren Mitglied des Zonta Clubs Kronberg und als Area Director auch für die Niddaer Gruppe zuständig. In einer sehr engagiert vorgetragenen Präsentation unterstrich sie die Ziele von Zonta international, skizzierte die nationale und internationale Struktur des Service Clubs und seine wichtigen politischen Vernetzungen als Nichtregierungsorganisation mit beratendem Status zum Beispiel beim Europarat und den Vereinten Nationen. Ebenso ging sie auf die Zonta-Preise und Stipendien ein, die das Ziel haben, Wissenschaftlerinnen im Bereich der Luft- und Raumfahrt sowie leistungsstarke Studentinnen im weit gefassten Bereich der Wirtschaftswissenschaften zu fördern. Mit einem weiteren Preis werden junge Frauen zwischen 16 und 19 Jahren gefördert, die sich überdurchschnittlich und profiliert in der Schule, in Vereinen oder Gruppen mit sozialem Engagement einsetzen.

Einen wichtigen Platz in den Aktivitäten weltweit nimmt die Aktion “Zonta sagt Nein zu Gewalt an Frauen” in jedem Jahr von 25. November bis zum 10. Dezember ein. Interessiert diskutierten die Club-Mitglieder mit Ruff das Projekt “Orange your city”. Jeweils am 25. November sollen ab 17 Uhr öffentliche Gebäude für einige Stunden orange angestrahlt werden. Ein Hingucker im wahrsten Sinn des Wortes: Die ungewohnte Beleuchtung macht auf die Zonta-Aktion gegen Gewalt an Frauen aufmerksam.

Erneut unterstützt Zonta Projekte des Frauen-Notrufs und die Arbeit mit Alleinerziehenden. Erfreut nahmen Christa Mansky und Karin Kornelia Brückmann (vorne von links) die Spenden der Zontians (stehend von links) Christa Eichler, Gertraud Eckl, Regina Heilmann, Fiona Ruff, Stefanie Lupp und Sabine Steinmeier entgegen. Foto: Eckl
Kreisanzeiger Von red Erschienen am 17.05.2019 um 23:00 Uhr

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